Immer diese Kleinen

Alltagsgedicht zum Thema Wertschätzung

von  niemand



Eine winzig kleine Schraube

sprach: Ich glaube, bin zu klein -

weil ich allen Platz nur raube,

wird es Zeit nicht hier zu sein.


Geh nur, lachte die Maschine,

kleines hoch geschraubtes Gör -

lasst sie ziehn, die dumme Trine,

grinste auch das Zubehör.


Kam der Firmen-Chef und schaute

in das Firmenbuch und sprach:

Heute lähmt die Auftragsflaute -

morgen holen wir es nach!


Morgens kam ein Auftragsleiter,

drückte auf den Knopf und rief:

Ausgeruht? Dann, hopp-hopp, weiter!

Doch was gehen sollt lief schief.


Die Maschine schnaufte, dampfte,

spritzte Öl und spuckte Teer,

kurz bevor sie sich verkrampfte

und verfing im Zubehör.


Fuhr der Chef auf hundertachtzig

[blutdruckmäßig] hoch und schrie:

Diese Schrott-Anlage macht sich

grad zum Feind der Industrie!


Zur Maschine hin gewendet,

rief er : Blödes Eisen-Ross,

welches mir den Auftrag schändet,

rühre dich! Ich bin der Boss!


Solch ein Tun reißt mich vom Hocker -

was du machst schafft mir nur Stress.

Ist bei dir ne Schraube locker?

Die Maschine schnaubte:


YESS! 





Anmerkung:
 * Inspiriet durch Teos Bit-Gedicht *   










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Kommentare zu diesem Text


 Teo (05.02.26, 15:16)
Jawoll...auch nicht schlecht!
Aber...ich war letztens bei Hornbach.
Die haben da sowas wie ne Schraubenbar. Du machst dir kein Begriff...die haben alles!
Es grüßt 
Teo

 niemand meinte dazu am 05.02.26 um 15:19:
Hoffentlich sitzen da nicht nur Alte Schrauben uns saufen        :P
Heute ist alles möglich. Der Schuster verkauft Brötchen,
Tschibo verkauft Rente, Eduscho sicher auch etwas vom Kaffe-Entferntes   und .... und   ...
Mit schmunzelnden Grüßen zurück, Irene

Antwort geändert am 05.02.2026 um 15:19 Uhr
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