Mathilde

Alltagsgedicht

von  niemand



Was führt denn die Mathilde nur im Schilde?

Ihr armer Gatte ist schon ganz konfus -

was er auch möcht, Mathilde ist im Bilde

und mahnt: Hör endlich auf mit solchem Stuss!


Die Ehe ist für diesen Mann kein Segen -

sich frei bewegen? So was darf er nicht,

er darf nur Tildes Alltagsmacken pflegen

und mit „Jawohl!“ beenden was sie spricht.


Moralisch ist sie eine Koryphäe -

ihr Senf liegt dick auf allem was geschieht,

besonders gern senft sie in Gattens Nähe,

der langsam nur noch Zeigefinger sieht.


Sie selbst scheint ohne Fehl und ohne Tadel -

„Aus welchem Güte-Adel stammt die wohl?“

fragt sich der Ärmste und denkt dabei: „Madl,

wer dir das glauben soll, ist ziemlich hohl!“


Natürlich wagt er das nicht laut zu sagen -

solch freche Sätzen wärn Mathildes Tod.

Und dennoch überlegt er schon seit Tagen,

ob er vielleicht, na, ja ...


aus reiner Not?


Ganz sicher gäb es einen milden Richter -

mit gleichem Schicksal. Das wär sein Idol!

Bis es so weit ist, denkt er jedoch schlichter

und murmelt, wenn Mathilde ruft:


Jawohl!



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Kommentare zu diesem Text


 Aber (03.02.26, 19:39)
Jawohl!

 niemand meinte dazu am 03.02.26 um 19:41:
Wir sind doch nicht verehelicht, Aron   ....        

 Aber antwortete darauf am 03.02.26 um 19:41:
Nur lyrisch ...

 niemand schrieb daraufhin am 03.02.26 um 19:45:
dann ist ja gut    ....    8-)
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