Entfernt

Alltagsgedicht zum Thema Ironie

von  niemand



Ferne Bilder einzusaugen

scheint mir oberstes Gebot -

sieben Sterne solln sie taugen


Sieben Ohren sieben Augen

sieben Herzen

möcht ich haben

mich an Ferne damit laben -

dort scheint mir die Welt im Lot


Nahe Bilder sind mir fade -

grade noch verfing mein Blick

sich in heimischer Fassade


[hat gestört!]


empört zurück
warf ich ihn so weit ich konnte -

Mir gebühren Horizonte!


Da zur Nähe ich nicht tauge

[solche raubt mir meine Ruh]

reicht ein Ohr -


dem halben Auge

füg ich noch
mein Halbherz zu





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Kommentare zu diesem Text


 Citronella (30.01.26, 13:03)
Wenn es im Heimatland zu eng wird, wenn Neid und Missgunst überhand nehmen und Ansichten, die nicht den eigenen entsprechen, böswillig und wahrheitswidrig niedergetrampelt werden – dann ist es an der Zeit, auch mal über den kleinen Frühstückstellerrand hinaus zu sehen und in fremde Kulturen einzusteigen. Nur sprechen oder schreiben sollte man darüber besser nicht, denn das weckt dann schon wieder Neid und Missgunst. 
q.e.d.

 niemand meinte dazu am 30.01.26 um 13:15:
Wobei es mir im Text überhaupt nicht um irgend ein Neid, oder Mißgunst geht, sondern um die Verhältnismäßigkeit der Einstellung
"Ferne/Nähe" bei der das Gleichgewicht verrutscht zu sein scheint.
Alles was entfernt kommt, wird mit einem Qualitätssiegel versehen,
alles was in der Nähe liegt jedoch negativ betrachtet. Das scheint mir reichlich ungesund, aber im Moment besonders " in" was sich allerdings hierzulade auch aus einem Wohlstand ergibt. LG Irene
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