Abgrund der Habsucht

Gedicht zum Thema Zerstörung

von  Saira

Steigt hinab, ihr Herrscher der Lügen,
in den Sumpf, den ihr selbst erschuft,
wo der Tod in feinstem Zwirn thront,
und eure Kriege wie faulendes Mahl vergiften.
Schaut nicht zurück,
denn der Abgrund eurer Gier ist weit,
gefüllt mit falschem Ruhm und Arroganz,
die in der Leere ihr Verhängnis finden.

 

Eure Schritte, fest und unbeirrt,
während Dunkelheit euch leise umfängt,
denn das Blut der Unschuld, das ihr trankt,
wird euch ertränken in eurer Raserei.
Kein Schweben, kein Gehen,
nur Gier, die euch weitertreibt –
mehr Zerstörung, mehr „Glorie“,
bis die Welt an euch erstickt.

 

Der Hauch des Krieges,
so kalt wie das Urteil des Henkers,
verbrannt in der Zeit,
wie Bonbons im Glanz der Vergessenheit,
während der Schatten euch leise verzehrt,
mit einem Lächeln, das an Verfall erinnert.

 

Gefangen in der Strahlkraft eurer Taten,
die in Trümmern und Staub zerbrechen.
Kein Trost, kein Frieden,
nur das Heulen derer, die ihr verschwendet,
für das kranke Spiel, das euch verblendet.

 

 

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (04.03.26, 13:57)
Liebe Saira,
Du erkennst die Welt der Menschen in ihrem irrsinnigen Zusammenhang, es reicht schon längst nicht mehr, diese Zusammenhänge in "gut" oder "schlecht" zu bewerten. Es heißt "dem Menschen zuträglich", oder "menschengemäß", damit jedes Individuum Platz hat, sich zu entfalten.
Ich unterstütze jedes Wort, jeden Satz, jede Erkenntnis in Deinem Text. Wenn wir nur jeden Tag eine Stimmer aus dem"Haufen" derer gewinnen, die den Schaden im Welt-/ Menschgefüge verursachen, erschiene uns ein Licht am Ende des Tunnels, durch den sich die Menschheit nicht erst seit gestern bewegt.
Du bist nicht allein!
Mit herzlichem Gruß!
Reli

Kommentar geändert am 04.03.2026 um 13:58 Uhr
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