Luft –
ein Messerchor.
Der Boden
ein Trommelfell der Welt.
Herzen
platzen wie überreife Früchte
im Stahlgewitter.
Die Erde frisst.
Frisst Zähne.
Frisst Hände.
Frisst die Namen aus den Helmen.
Zeit –
ein zerbrochener Spiegel,
in dessen Scherben
Sterne verbluten.
Der Tod trägt Feldgrau.
Er sammelt Augen ein
wie Patronenhülsen.
Schädel öffnen sich
zu schwarzen Blumen.
Gedanken flattern heraus,
verkohlt.
Im Rauch –
das Gesicht eines Kindes,
fortgeweht
wie Asche eines Briefes.
Ein letzter Laut.
Dann klappt der Horizont zu.
Stille –
gefrorenes Geschrei.
Das Feld liegt nackt.
Nur Frost
schreibt noch
an den Körpern weiter.
Und was er schreibt,
hat keinen Namen mehr.
©Sigrun Al-Badri/ 2026