Zwischen Nacht und Morgen

Gedicht zum Thema Romantik

von  Saira

In der Nacht

 

legte ein stiller Hafen
sein Dunkel um das Wasser.

 

Kein Wind drängte,
kein Stern fragte nach dem Weg.

 

Selbst die rastlosen Vögel
falteten ihre Flügel ein
und vergaßen für einige Stunden
den Himmel.

 

Irgendwo zogen zwei Kometen
enger aneinander vorbei
als es ihre Bahnen vorsahen.

 

Niemand bemerkte es.

 

Nur das Dunkel
bewahrte ihren kleinen Glanz.

 

Nun sammelt der Morgen
Licht in den Dachrinnen.

 

Die Welt erwacht,
ordnet ihre Geräusche
und zählt ihre Minuten.

 

Doch manchmal trägt ein Tag

 

einen verborgenen Stern in sich,

 

den niemand sieht,

 

außer dem,
der in derselben Nacht
zum Himmel geschaut hat.

 

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (01.06.26, 10:38)
Hallo, liebe Saira,
du fängst Romantik ein, dass es wundersamer nicht geht. Und es scheint ein Geheimnis dahinter verborgen. Vielleicht kennen es die Kometen,die ihre vorbestimmte, aber vermitlich nicht eingeplante Bahn verlassen haben.
Dein Gedicht hat mich berührt, obwohl ich schon einiges auf diesem Weltenrund erlebt habe und nicht so schnell ins Schwärmen komme.
Lieber Gruß!
Reli

 lugarex meinte dazu am 01.06.26 um 10:59:
schon einiges auf diesem Weltenrund erlebt habe und nicht so schnell ins Schwärmen komme.
Lieber Reli, Du -- und natürlich auch ich -- kommst doch schnell ins Schwärmen, angesichts der Saira, denke ich...
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