Sie, die Königskobra,
Göttin aller Schlangen,
richtet sich auf,
wird lang und länger,
bis zum Stoß
am Bett und dessen Nagel.
Sie schielt,
grinst,
rollt sich ein
und rollt sich aus,
speit Gift,
kriecht unter die Decke,
öffnet ihr Maul
und verbeißt sich
im Schwanz,
dann im Kissen.
Sie wird rot,
sie wird blass,
sie röchelt und zischt,
ihre Häutung ist spontan,
sie wird grün vor Wut.
Ihre Zunge,
gespalten,
züngelt gefährlich.
Sie spreizt ihre Haube,
bäumt sich auf,
sieht ihren Schwanz,
erstarrt
und kriecht ohne davon.
©Sigrun Al-Badri/ 2014/ Schmetterlingserwachen