Daheim

Gedicht zum Thema Tod

von  RainerMScholz

In meinem Dreck liege ausschließlich ich,

meine halbe Erektion

bedrückt nur mich,

am Körper kleben die Laken,

da ist ein Frosch

in meinem Rachen.

Abendrot – morgen tot.

Ich esse der Toten Brot,

brenne in Pfühlen voller Schleim

und gehe hinkend aus dem Leim.

Guten Tag auch, Pflegekraft,

die mir am Hintern

die Röcke rafft;

dann hab´ ich eine saub`re Toilette,

die Polin ist nun wirklich `ne Nette.

Einen Fünfer gebe ich Trinkesgeld,

bin abgefüttert,

für diesen Tag Held.

Beim Dämmer ist ein neues Grauen,

Stechen und Hauen

um die Zeit,

die bleibt

in dieser Trostlosigkeit,

die an mir nagt

im Hellen

und in langer Nacht.


Ein Pferdegerippe

steht auf dem Flur.

Knips das Licht aus,

wenn du gehst.



© Rainer M. Scholz



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