Öl auf Weiß

Gedicht zum Thema Krieg/Krieger

von  RainerMScholz

Nicht ein Wort

eines Intellektuellen

bringt keinen um;

das Wort eines Intellektuellen

hat noch nie einen Menschen nicht umgebracht.


Agitator liegt ganz nahe bei Alligator.


Mein Magen,

der Hund,

bellt,

die Zunge schnellt

in das Gekröse

am Rande der Straße,

ein Schluck -

und der Dreck

ist weg;

so forme ich eine neue Armee.

Ich saufe das Öl

im Schnee,

der von Wipfeln fällt,

die Gosse erhellt.
Vorwärts, Kameraden,

nie zurück,

uns lacht das allerbanalste Schlachtenglück

ins Gesicht

(wo das Schrapnell

zerbricht).

Ich warte

auf euch

in Siegesheim,

bald werdet auch ihr dort sein,

die ihr heute lauft und rennt;

hier pflanze ich den neuen Keim

in Herzen und Seelen,

in eure Kehlen

zu neuem Triumph

(unterm Schatten

mein).


Ich wollte,

ich könnte

ewig so sein.



© Rainer M. Scholz



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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (24.04.26, 17:09)
Dazu passt der von Wastl eingebrachte Netzfund:


Kriege werden von Kapitalisten geplant und von Waffenhändlern organisiert, von Dummköpfen ausgeführt und von Unschuldigen mit dem Leben bezahlt.

Viele Grüße
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