Moorgott.
Brennende Irrlichteraugen.
Frostfeuer.
Die sanfte, kalte, umschließende Erde,
der letztgenannte Morast vor dem endgültigen Ersticken,
den Mund voller Schwärze,
und das Licht erlischt,
wenn sich die dunkle schwere Welle schließt.
Moorgott.
Lass mich ein in dein Reich,
will dein Jünger sein,
ein irdener Engel an deiner Seite, so kühl, so schwer.
Zum bleiernen Rücken des Spiegels,
wo die Sterne von der Finsternis verschluckt werden,
kein Mond leuchtet, keine Sonne scheint,
leise ein unsägliches Kind weint,
unbekannte Opfer schweigen.
Moorgott.
Ich bete, lass mich nie, nie wieder auferstehen,
aus dieser Erde,
die mich für immer
und dunkel umschließt
auf alle Ewigkeit.
© Rainer M. Scholz