Erster Krokus schon im Fokus

Gedicht zum Thema Beobachtungen

von  niemand



Viel zu früh und viel zu klein,

drängt die grüne Spitze

- fast zu nah am Mauerstein -

aus des Bodens Ritze.


Zeigt sich täglich etwas mehr,

harrt nicht Blauer Bänder

eines Frühlings. Stellt sich quer -

pfeift auf den Kalender.


Gestern noch ein kleiner Dorn,

in des Beetes Narbe,

steht er heut viel offner. Vorn

ahnt der Blick schon Farbe.


Voll ins Freie drängts den Wicht

- nichts hält ihn am Zügel -

zittert zwar im Winterlicht

noch, wie Elfenflügel,


doch ihm raubt den Lebensmut,

weder Wetters Laune,

noch Kalenders Zahlen-Wut.

Komme, Mensch und staune.

















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Kommentare zu diesem Text

Teo (73)
(24.01.26, 18:18)
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 niemand meinte dazu am 24.01.26 um 18:34:
Ja, ich wundere mich jedes Jahr. Hier ist so ein ziemlich geschütztes Beet, vielleicht liegt es daran, aber da gräbt sich immer wieder viel zu früh Einiges aus. Könnte auch sein, dass es in der Stadt immer etwas wärmer ist, wegen der vielen Heizungen und Holz-Kamine die da dampfen. Ich werde ihm Deine Grüße ausrichten    ;)  
dann kommt er in voller Pracht ganz raus.
Mit liebem Dank, Irene

 plotzn (25.01.26, 11:16)
Servus Irene,

das ist aber ein ganz kecker Vorbote...

Hoffentlich erlebt der Blühling
unbeschadet noch den Frühling.
Hat zum Glück ja keine Ohren,
sonst wärn die längst abgefroren...

Liebe Grüße
Stefan

 niemand antwortete darauf am 25.01.26 um 11:42:
Ab Mittwoch soll die Temperatur angeblich steigen. Das hoffe ich und zwar nicht nur wegen des tapferen Blümeleins, sondern total eigennützig  ;)  Vielleicht kann er sich dann voll entwickeln. Muss eine ziemlich gute Stelle sein, dann jedes Jahr sprießt es dort viel früher und intensiver, als woanders. Kurz vor dem Winter hat sich noch eine einsame Rose entwickelt. Die Natur hat schon seltsame
Kräfte. Mit liebem Gruß und Dank, Irene  :)
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