Rückwärts

Gedicht

von  niemand



Sommertag, vor langen Zeit,

Vaters Lächeln, Mutters Kleid,

seidenweiche Bläue

ziert den Himmel, Wolken ziehn,

grünt ein Wald, die Felder blühn


Suche oft aufs Neue

Tage, die so sind wie der,

kann mich noch so schinden

finden lässt sich keiner mehr


Bleibt nur das Empfinden,

dass die Zeit stets weiter treibt,

nichts was war, für immer bleibt,

alles flieht auf Erden


Manchmal frage ich mich hier,

fliehe ich zuweil vor mir,

wünsche Kind zu werden?



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Kommentare zu diesem Text


 Moppel (01.02.26, 22:24)
als Kind sieht man nur die Oberfläche, nicht dahinter. Wenn das Leben einen später fordert, entdeckt man die zweite Schicht... Ich denke nicht, dass man sich wirklich in diese "Unwissenheit" zurücksehnt. Denn Uniwssenheit bedeutet auch abhöngig sein.
Aber mit dem Wissen geht eben auch die eichtigkeit des Kindseins verloren.
lG von M.

 niemand meinte dazu am 02.02.26 um 16:02:
Ja, aber dieses "sehen der Oberfläche" macht einen sagen wir mal oft glücklich. Keine Hintergedanken, kein Nachhaken, keine Zweifef.
Die Abrißbirne, Kopf genannt, gerät nicht in Bewegung. Das ist natürlich für einen reifen Erwachsenen kein Dauerzustand, aber ein wenig Sehnsuch/Wunsch kommt immer wieder auf. Weglaufen vor Problemen, wer kennt das nicht. Ein kleines Beispiel: Ich habe als Kind meine Oma abgöttisch geliebt, als ich dahinter kam, dass es Illusion war, war es gegessen, dennoch erinnere ich mich gerne an diese "Täuschung"   ;)  Ich bin sowieso jemand der bei allem Hintergründe sucht und meistens auch findet .... und ich beneide nicht selten unbedarfte Personen um ihre Empfindungs-Selbstverständlichkeit.   Mit lieben Grüßen und Dank fürs Vorbeischauen, Irene

 plotzn (02.02.26, 12:51)
Servus Irene,

das kenne ich. Manchmal sehne ich mich nach der Unbeschwertheit der Kindheit zurück. Auch wenn ich weiß,. dass der Blick zurück leicht rosarot verklärt ist, weil die damaligen Sorgen schon längst vergessen sind...

Liebe Grüße
Stefan

 niemand antwortete darauf am 02.02.26 um 16:06:
Genau, lieber Stefan. Sie ist verklärt, sie ist rosarot, die Vergangenheit, aber aus unserer Sicht, der eines Erwachsenen. Das Kind nimmt es als Wahrheit, weil es nicht anders kann, weil ihm die Fähigkeit alles zu hinterfragen noch fehlt. Gottseidank, sonst gäbe es kein Möglichkeit die Kinderjahre froh zu leben/überstehen  
Mit liebem Gruß und Dank, Irene    ;)
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