Hoch lebe ...

Alltagsgedicht zum Thema Nonsens

von  niemand


Wie die Kanarien-Vögelchen (piep!)

fliegen die Arien des Lobes. Lieb

hat man jeden, wenn dieser im Dunst

der Regeln versinkt, gewährt man ihm Gunst -


[trotz mangelnden Mutes für Gutes] lehrt

es: Asbach uralt ist immer was wert!


Doch wenn sich wer von den Regeln entfernt,

der hat es schwer, der wird nicht mal gegernt,

(heißt: Dieser wird von keinem geliebt)

dem wird gleich die Kritiker-Arie gepiept.


Am Besten triffts einen, der Helden besingt,

(ihm dabei sein Bildungsmelden gelingt).

Dem öffnen sich schleunigst die Türen & Töre

begleitet von Arien der Foren-Tenöre.

Die schmettern ihr Lob mit innerer Brunst.


Mir bleibt nur das Lettern: HOCH LEBE die GUNST!










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Kommentare zu diesem Text


 Wastl (09.08.26, 14:15)
Nach dem Motto, ois wos mei Chef mog, mog i a. Oda, ois wos di andern ham, wui i a.  ;)

Liebe Grüße

Wastl

 niemand meinte dazu am 09.08.26 um 14:20:
So isses, Wastl, oder genauer: Extrakt so isses!    :D       :P       ;)
Mit schmunzelnden Grüßen und Dank, Irene

Antwort geändert am 09.08.2026 um 14:20 Uhr

 DanceWith1Life antwortete darauf am 09.08.26 um 14:35:
Naja, hoch lebe die Missgunst wäre auch nicht besser.
Sogar die von Wastl erwähnten Anpassungsnormen, helfen da nicht.

 Wastl schrieb daraufhin am 09.08.26 um 14:47:
S'kimt aber auch auf di Dosis o, Dance .. z'vui is z'vui ... ma soi si hoid ned all zu sehr von sich säibst entfernen, dad i sogn.

 DanceWith1Life äußerte darauf am 09.08.26 um 15:45:
Mei bayrisch is net so pfundig, also weiter mit KI-befreitem mittelhochdreivierteldatschideutsch, die von dir von beschriebenen machen auf mich den Eindruck als wäre es ihnen nicht bewusst, war das von dir so gewollt?

Antwort geändert am 09.08.2026 um 15:46 Uhr

 Wastl ergänzte dazu am 09.08.26 um 19:40:
wenn ichs richtig verstehe ... dann teils teils, ... alles fließt ineinander und manchmal sind die Grenzen nicht leicht zu erkennen > Das Leben halt!

 Vaga (09.08.26, 14:45)
Tut mir leid, aber u.a. diese Zeilen 
Doch wenn sich wer von den Regeln entfernt,

der hat es schwer, der wird nicht mal gegernt,
muss ich einfach lobend hervorheben und schmunzelnd ins Auge fassen . Aber auch die anderen Zeilen finde ich ziemlich treffend bzw. "zum Piepen"! LG - Vaga

 Wastl meinte dazu am 09.08.26 um 14:49:
ist mir auch aufgfoin ... dann könnt ma noch des 'entgernen' dazu dichten. Hilfe, er oder sie hat sich von mir entgernt!

LG Wastl

 niemand meinte dazu am 09.08.26 um 17:36:
@ Vaga
Ich freue mich, dass Du meinen Text zum "Piepen" findest,
es sollte so rüberkommen, weil das ganze Gunst-Getue letztlich tatsächlich zum Piepen ist   ;)   Mit liebem Dank Dir und lieben
Grüßen zurück, niemand

 Moppel (09.08.26, 19:10)
Hoch lebe die Gunst. GGGGGGGGG on M.

 AnneSeltmann (10.08.26, 04:57)
Moin Irene!

Eine Arie der ganz besonderen Art!
Hier wird nicht einfach gelobt – hier wird gleich die komplette Opernbühne eröffnet.
Wer brav im Takt der Regeln mitsingt, bekommt Blumen, Türen und Töre geöffnet. Wer aus der Reihe tanzt, darf sich dagegen schon mal auf die Kritiker-Arie einstellen.
Besonders schön: „Asbach uralt ist immer was wert!“ – da möchte man doch glatt den Staubwedel für die Bildungsbürgerseele holen.
Und spätestens bei den Foren-Tenören, die ihre Lobeshymnen mit „innerer Brunst“ schmettern, hört man förmlich den Vorhang rauschen.
Fazit: Eine wunderbar spitze Abrechnung mit der Gunst derjenigen, die wissen, wen man loben darf – und wen besser nicht.
HOCH LEBE die GUNST!  :D
Und möge sie stets den Richtigen treffen!


Mit lieben Grüßen

Anne
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