Regenlied

Gedicht

von  niemand

Regen Regen Regen fällt
fallen feine Wasserschnüre
spüre sie
auf dem Gesicht -
klagen alle klag ich nicht

mag nicht tupfen
will nicht wischen
sie erfrischen
frischen
frischen

in die Hitze
in die Schwüle
falle Regen
kühle
kühle

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Kommentare zu diesem Text


 Létranger (02.09.21)
ein schönes kleines Lied

"I'm singing in the rain ...."

Gruß Lé.

 niemand meinte dazu am 02.09.21:
Ich mag Regen wirklich und fühle mich keinesfalls belästigt,
wenn er fällt, im Gegenteil. Die Welt bekommt dann einen eigenartigen Zauber, welchen man nicht unbedingt sehen muss,
aber kann. Ausnahmen allerdings sind Kübel-Güsse, denn bei solchen bekommt man die Ausstrahlung einer nassen Ratte und wenn dann noch kalt ist ....

Ich danke Dir fürs Gefallen und grüße ebenso mit
einem "singing in the rain" zurück niemand
Agnete (66)
(02.09.21)
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 niemand antwortete darauf am 02.09.21:
Ja, den "Genuss" kenne ich, liebe Monika
Mit liebem Dank und Gruß, Irene

 millefiori (02.09.21)
Erinnert mich vom Rhythmus her an den Zauberlehrling.

Warum nicht dem Regen Positives abgewinnen, wenn man das Wetter eh nicht ändern kann.

Liebe Grüße
millefiori

 niemand schrieb daraufhin am 02.09.21:
Ich mag den Regen, für mich ist er zuweilen positiv
Ich danke Dir und grüße lieb zurück, Irene

 A.Reditus (02.09.21)
Hallo niemand,

das empfinde ich als überwiegend gelungen.

Die Wiederholungen sind ein naheliegendes Stilmittel, um all die Tropfen zu versinnbildlichen. Noch besser hätte ich es gefunden, wenn der Frische und der Kühle ein angemessener Drilling vorangegangen wäre, so erscheint es mir zu Beginn arg verregnet und das nicht nur wegen des eher uninspirierten Titels.

Gruß
A.Reditus

 niemand äußerte darauf am 02.09.21:
Ich frage mich, was wohl ein "angemessener Drilling" sein
könnte und über den "uninspirierten Titel" ließe es sich reden,
obwohl man muss nicht immer krampfhaft um Inspiration
ringen
Mit liebem Gruß zurück, niemand
Jo-W. (83)
(02.09.21)
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 niemand ergänzte dazu am 02.09.21:
Das freut mich sehr, lieber Jo
Ich danke und grüße lieb zurück, Irene

 AchterZwerg (03.09.21)
Jos "Leichtigkeit" empfinde auch ich: Es zeichnet sich ein leiser, weicher Regen ab, der die Leserin an den zustimmenden Gefühlen der Dichterin teilhaben lässt.

Liebe Grüße
der8.

 niemand meinte dazu am 03.09.21:
Ich dank! Dir herzlich
freue mich und grüße lieb zurück, Irene

 AchterZwerg meinte dazu am 25.03.25 um 07:11:
Als frisch "erwählte" Pollenallergikerin kann ich deinem Text nun noch einen neuen Aspekt abgewinnen. :(

 niemand meinte dazu am 25.03.25 um 17:55:
Mit den Pollen habe ich auch so meine Last. Bei Sonnenschein
allerdings mehr, der Regen hat einen mildernden Einfluß auf die
Beschwerden :(

 GastIltis (25.03.25, 13:11)
Hallo Irene,
ich habe das Gedicht mal von DeepSeek, der chinesischen KI, analysieren lassen. gefällt mir sehr. (Text und Analyse). Wenn du magst, stelle ich die Analyse mal ein, oder teile sie per PN mit.
LG von Gil.

 niemand meinte dazu am 25.03.25 um 17:58:
Ja, bitte, stell ein ;) aber nicht in Chinesisch
Bin mal gespannt, was man von meinem Elaborat so hält
im Land der Reissäcke. LG Irene

 niemand meinte dazu am 25.03.25 um 18:05:
Schleiben wie Chinamann

Legen, Legen, Legen fällt
fallen feine Wasselschnüle
spüle sie auf dem Gesicht
klagen alle klag ich nicht

mag nicht tupfen
will nicht wischen
sie elflischen
flischen
flischen

in die Hitze
in die Schwüle
falle Legen
kühle
kühle   :D :P

 GastIltis meinte dazu am 25.03.25 um 20:43:
Analyse des Gedichts "Regenlied"
Form und Struktur:
Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit unregelmäßiger Verslänge und freiem Rhythmus, was eine spontane, natürliche Atmosphäre schafft. Die kurzen Zeilen und die Wiederholungen (z. B. "Regen Regen Regen", "frischen", "kühle") imitieren den gleichmäßigen Fall des Regens und verstärken den liedhaften Charakter (passend zum Titel "Lied"). Die Reduktion der Sprache und der Verzicht auf Interpunktion unterstreichen die Unmittelbarkeit der sinnlichen Erfahrung.
Bildlichkeit und Motive:
  • Regen als lebensspendendes Element: Der Regen wird als "feine Wasserschnüre" metaphorisiert, die nicht als Last, sondern als erfrischende Kraft wahrgenommen werden.
  • Kontraste: Hitze und Schwüle (Symbol für Unbehagen) werden der Kühle des Regens gegenübergestellt. Der Sprecher distanziert sich von der allgemeinen "Klage" (Gesellschaftskritik?) und betont stattdessen die positiven Aspekte.
  • Taktile Sinnlichkeit: Das Spüren des Regens "auf dem Gesicht" und die Ablehnung des Abtupfens ("mag nicht tupfen / will nicht wischen") betonen die bewusste Hingabe an das Naturerlebnis.
Sprachliche Mittel:
  • Anaphern und Epiphern: Die Wiederholungen ("Regen Regen Regen", "frischen / frischen / frischen") erzeugen einen meditativen Sog und unterstreichen die transformative Kraft des Regens.
  • Elisionen: Durch Aussparungen (z. B. "frischen" statt "erfrischen") entsteht eine rhythmische Verdichtung, die an Tropfen erinnert.
  • Alliterationen: "feine Wasserschnüre" verbindet die Sanftheit des Regens akustisch.
Thematische Schwerpunkte:
  1. Natur als Quelle der Erneuerung: Der Regen wird nicht als Störung, sondern als reinigende, lebensbejahende Kraft inszeniert.
  2. Individuelle Wahrnehmung vs. kollektive Haltung: Der Sprecher setzt sich bewusst von der negativen Haltung anderer ("klagen alle") ab und feiert die befreiende Wirkung des Regens.
  3. Vergänglichkeit und Moment: Das Gedicht fängt einen flüchtigen Augenblick ein, in dem Hitze und Schwüle durch den Regen transzendiert werden – ein metaphorisches "Carpe diem".
Deutung:
Das Gedicht lässt sich als lyrische Feier der Achtsamkeit lesen: Es plädiert dafür, scheinbar Unangenehmes (wie Regen) neu zu bewerten und in der Natur Trost sowie Erfrischung zu finden. Die reduktionistische Form spiegelt dabei die Einfachheit und Direktheit dieses Erlebnisses wider. Gleichzeitig könnte die Abkehr von gesellschaftlichen Normen ("klagen alle klag ich nicht") als subtiler Appell zu individueller Selbstbestimmung gedeutet werden.
Kontextuelle Einordnung:
Während Regen in der Literatur oft Melancholie symbolisiert, bricht das Gedicht mit dieser Tradition und nutzt das Motiv als Zeichen der Hoffnung und Vitalität – möglicherweise ein Echo romantischer Naturverehrung, jedoch in moderner, minimalistischer Sprache.

 niemand meinte dazu am 26.03.25 um 11:04:
@ Gastiltis
Also erstmal herzlichen Dank dafür! Jetzt weiß ich wenigstens wie schlau ich doch bin  :D    :P  und ich habe es mir grade ausgedruckt,
damit mein Mann mich auch zu schätzen weiß  :D
Das ist echt köstlich, wobei ich sagen muss, wäre ich  so kenntnisreich, ich würde mich an keines meiner Gedichte wagen,
aus Angst alles zu versaubeuteln. Wie gut, dass ich  Depp so unbeleckt bin, so habe ich wenigstens den Mut noch weiter zu diletieren. Mit schmunzelnden und lieben Grüßen in Deinen Tag hinein, Irene ;)

 GastIltis meinte dazu am 26.03.25 um 12:03:
Gut so!
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