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Gedicht
von niemand
Kommentare zu diesem Text
Ein lockerer Querschnitt durch die altbekannten Getreidesorten.
LG, Gabyi
LG, Gabyi
Dankeschön!
und einen lieben Gruß zurück, Irene
Moin!
Das gefällt mir ausgesprochen gut.
Besonders mag ich, wie jede Getreideart ihren ganz eigenen Charakter bekommt. Der Weizen wirkt, wie ein sonniger Jüngling kurz vor dem Erwachsenwerden, der Hafer als selbstverliebter Wuschelkopf sorgt für ein Schmunzeln, die Gerste hat etwas angenehm Strenges und Anständiges, und der Roggen schreitet am Ende beinahe aristokratisch durch die Landschaft.
Was mir besonders auffällt: Der Wind ist hier nicht einfach nur Wind. Er wird zum Beobachter, Kommentator und gelegentlich auch zum kleinen Schelm. Dadurch entsteht eine wunderbare Leichtigkeit, die an klassische Naturgedichte erinnert, ohne altmodisch zu wirken.
Mein persönlicher Favorit ist der Hafer. Die Zeilen
"Komplimente und Frohlocken
wünscht solch eitler Tropf"
haben mich spontan zum Lächeln gebracht. Man sieht diesen zerzausten Kerl direkt vor sich, wie er geschniegelt und gestriegelt auf Anerkennung wartet.
Aber auch der Schluss mit dem Roggen ist sehr gelungen. Dass der Wind vor ihm den Hut zieht, ist ein schönes Bild und verleiht dem Gedicht einen würdigen Ausklang.
Ein Text, der Naturbeobachtung, Humor und Sprachwitz auf eine sehr charmante Weise verbindet. Solche Gedichte lese ich gern, weil sie Pflanzen nicht nur beschreiben, sondern ihnen eine Seele schenken.
Liebe Grüße
Anne
Das gefällt mir ausgesprochen gut.
Besonders mag ich, wie jede Getreideart ihren ganz eigenen Charakter bekommt. Der Weizen wirkt, wie ein sonniger Jüngling kurz vor dem Erwachsenwerden, der Hafer als selbstverliebter Wuschelkopf sorgt für ein Schmunzeln, die Gerste hat etwas angenehm Strenges und Anständiges, und der Roggen schreitet am Ende beinahe aristokratisch durch die Landschaft.
Was mir besonders auffällt: Der Wind ist hier nicht einfach nur Wind. Er wird zum Beobachter, Kommentator und gelegentlich auch zum kleinen Schelm. Dadurch entsteht eine wunderbare Leichtigkeit, die an klassische Naturgedichte erinnert, ohne altmodisch zu wirken.
Mein persönlicher Favorit ist der Hafer. Die Zeilen
"Komplimente und Frohlocken
wünscht solch eitler Tropf"
haben mich spontan zum Lächeln gebracht. Man sieht diesen zerzausten Kerl direkt vor sich, wie er geschniegelt und gestriegelt auf Anerkennung wartet.
Aber auch der Schluss mit dem Roggen ist sehr gelungen. Dass der Wind vor ihm den Hut zieht, ist ein schönes Bild und verleiht dem Gedicht einen würdigen Ausklang.
Ein Text, der Naturbeobachtung, Humor und Sprachwitz auf eine sehr charmante Weise verbindet. Solche Gedichte lese ich gern, weil sie Pflanzen nicht nur beschreiben, sondern ihnen eine Seele schenken.
Liebe Grüße
Anne
Dankeschön! liebe Anne 
Deine Kommentare sind schon lesenswert, als etwas gutes Eigenes.
Das ist was ich immer bei Dir bewundere und wie ich es schonmal sagte, verfüge ich nicht über eine solche Fähigkeit, daher verharre ich nicht selten, bei Gefallen, in Empfehlungen.
Mit lieben Grüßen zurück, Irene
Deine Kommentare sind schon lesenswert, als etwas gutes Eigenes.
Das ist was ich immer bei Dir bewundere und wie ich es schonmal sagte, verfüge ich nicht über eine solche Fähigkeit, daher verharre ich nicht selten, bei Gefallen, in Empfehlungen.
Mit lieben Grüßen zurück, Irene
Liebe Irene!
Ich freue mich natürlich über dein Lob an meinen Kommentaren. Aber mache dir bloß keinen Kopf, nur weil du dir diese Fähigkeit absprichst. Ich bin da völlig schmerzfrei und freue mich auch schon an wenigen Worten oder nur Empfehlungen!
Liebe Grüße
Anne
Ich freue mich natürlich über dein Lob an meinen Kommentaren. Aber mache dir bloß keinen Kopf, nur weil du dir diese Fähigkeit absprichst. Ich bin da völlig schmerzfrei und freue mich auch schon an wenigen Worten oder nur Empfehlungen!
Liebe Grüße
Anne
Wunderbares Gedicht - Poesie der Süßgräser.
Fehlt nur noch der Mais:
Mais
Über Hafer, Weizen, Roggen, Gerste
ragt er breit hinaus,
hält sich für das Allererste
auf dem Ackerhaus.
Wind zaust durch die Blätter,
so raschelt es im Sommerwetter.
Fehlt nur noch der Mais:
Mais
Über Hafer, Weizen, Roggen, Gerste
ragt er breit hinaus,
hält sich für das Allererste
auf dem Ackerhaus.
Wind zaust durch die Blätter,
so raschelt es im Sommerwetter.
Huj, das ist aber ein schönes Gedichtchen 
Dankeschön! für diese liebenswerte Ergänzung.
Mit lieben Grüßen zurück, Irene
Dankeschön! für diese liebenswerte Ergänzung.
Mit lieben Grüßen zurück, Irene
Antwort geändert am 31.05.2026 um 12:31 Uhr
wow, da hast du aber genau hingeschaut, liebe Irene. lG von M.
Wir radeln fast täglich an Feldern vorbei und in jeder Jahreszeit
sind sie anders. Die vier Kornarten sind schon speziell. Ich habe immer zu meinem Mann gesagt: Die erkennst Du an den verschiedenen Frisuren
und an ihrer Haltung. Die Gerste ist die steifste von allen und am beweglichsten ist der Weizen.
Mit lieben Grüßen zurück, Irene
sind sie anders. Die vier Kornarten sind schon speziell. Ich habe immer zu meinem Mann gesagt: Die erkennst Du an den verschiedenen Frisuren
Mit lieben Grüßen zurück, Irene
Hier schimmert (mit jedem, sich im Wind wiegenden Getreidehalm und) durch alle Zeilen und Strophen sowohl das Talent des acht- und aufmerksamen Schauens, als auch das des Umsetzens dieser Bilder in m. E. sehr feinsinnlich konnotierte Worte. LG - Vaga
Kommentar geändert am 31.05.2026 um 14:08 Uhr