Schatten

Kurzgedicht zum Thema Vergänglichkeit

von  niemand



Schnell rennt die Zeit

durch das Antlitz

der Uhren


trennt mich ihr Zeiger

vom Tag Monat Jahr


fällt in mein Schattenreich

alles was war




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Kommentare zu diesem Text


 Wastl (15.08.26, 17:06)
Mystisch ... schön

Liebe Grüße

Wastl

 niemand meinte dazu am 15.08.26 um 20:12:
Dankeschön! Wastl    ;)
Mit liebem Gruß zurück, Irene

 Vaga (15.08.26, 19:35)
Ein kurzknappes Gedicht, liebe Irene, das mich nach dem ersten Drüberhuschen doch wieder zurück zum Anfang holt und mich Zeile für Zeile näher betrachten lässt. 
Das LyrIch spricht über die Fingerzeige/r der Uhren, die auf das stetige Fortschreiten der Zeit hinweisen und demzufolge (wie auch ich es empfinde) mit zunehmendem Alter den Zeitverlust stärker erfahrbar machen. 
Die letzte Strophe jedoch entfaltet für mich eine Atmosphäre mit einer fast geheimnisvollen Note. Es scheint mir, als blicke das LyrIch hier in das eigene Archiv der Erinnerung. Dieses
Schattenreich
verströmt für mich etwas Unheimliches und Mysteriöses – wie es Wastl in seinem Kommentar ja auch andeutet –. Es wirkt, als gäbe es da ein tiefes Geheimnis in der eigenen Vergangenheit, das im Dunkeln liegt und selbst vom lyrIch nicht hundertprozentig beleuchtet werden kann.

Nachdenkliche Grüße - Vaga

 niemand antwortete darauf am 15.08.26 um 20:14:
Ich freue mich, liebe Vaga, dass Du aus diesem kleinen Gedicht
so viel herausholen konntest. Hätte ich beim Schreiben nicht gedacht. Mit liebem Dank und lieben Grüßen zurück, Irene  :)
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