Für Michael B.

Brief zum Thema Bewusstsein

von  LotharAtzert

Wer nicht hören will, muß fühlen
Deutsches Sprichwort

Einen Körper zu zerstören um des Gewinnes wegen ist dumm. Der Geist des Zerstörten wird auf vielfältige Weise Vergeltung üben und am Ende haben alle alles verloren.

Wir alle müssen essen und trinken. Das heißt, wir zerstören fortwährend lebende Körper. Leiden, unaussprechliches Leiden und Zerstörung von Lebensräumen ist die Folge. Prägende Leiden für die Angehörigen in Generationsabfolgen. Ja, vor uns hat das Leid aus Vergangenem nicht Halt gemacht, vor niemandem.
Meine Lehrer versuchten, mir und den vertrauensvollen Dharmafreunden zu vermitteln, wie entscheidend die Haltung beim Töten ist: mitfühlend und dankbar!
Das rettet zwar die Lebewesen nicht, die zwischen unseren Zähnen zerkleinert werden, und deren Tod unsere Lebenskraft erhält, aber es bildet das Gemüt zu einem mitfühlenden Empfindungsleib heran: wir wünschen dann trotz alldem das Beste für Alle. Und in diesem entdeckt man die Wesensgleichheit mit dem planetarischen Leben.
(Man unterschätze niemals die sich einstellende Gewohnheit durch Wiederholung)

Und ich empfand also in mir große Dankbarkeit für diese Vermittlung der Lamas - die Weisheit der Wesensgleichheit, verkörpert im Dhyanibuddha Ratnasambhava. Denn spontan erkannte ich das Eine in allem und alles in einem. Oder, wie es auch heißt: Erkenner, der Vorgang des Erkennens und Erkanntes sind weder verschieden, noch existieren sie getrennt von einander.
Der gewöhnliche Geist unterscheidet innen und aussen, Leben und Tod usw. Der ungewöhnliche Geist erkennt, daß wo das Leben endet, die Unterscheidung irrelevant ist.
Das Leben endet mit jeder Ausatmung und beginnt erneut mit der Einatmung. Dazwischen ist die Präsenz des Ewigen.

Lama - aus den Silben LA(M)-Erde und Ma-Mutter - heißt übersetzt also Erdmutter.


Anmerkung von LotharAtzert:

 Ist das Leben ein Traum?

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Kommentare zu diesem Text


 toltec-head (04.05.19)
Ist es statt eines solchen verquasten Unsinns dann nicht doch einfach ehrlicher zu sagen, ich ess halt gern Fleisch? Und: War das nicht schon Nazi-Philosophie, an der Front oder als KZ-Wächter trotzdem "anständig", "mitfühlend", mit der Erdmutter oder einem ähnlichen Schiss verbunden zu bleiben? Und vielleicht interessierten sie sich gerade deswegen auch für Tibet, entsandten Expeditionen, forschten dort nach ihren Ahnen. Mit dem Dalai Lama den 2. Weltkrieg oder die Globalisierung durchstehen - ein hochaktuelles Thema anscheinend.

 LotharAtzert meinte dazu am 04.05.19:
Mach mich bzw. den "verquasten Unsinn" bitte nicht für deine Misserfolge "und ähnlichen Schiss" verantwortlich. Bleib beim Anpassen, das entspricht deiner Jungfrau-Anlage. Die meine ist unangepasster, ozeanischer - fischiger.
Was können die Tibeter dafür, daß sich die Nazis für diverse Kraft-Symbole, wie Swastika interessierten? Was leitest du denn da ab?
Das geschieht überall, daß man aufgrund geistiger Defizite sich etwas herausklaubt und denkt, man verstünde es. Brauchst du doch nur vor den Spiegel zu treten.
Wenn du noch Fragen hast, artikuliere sie verstehbar und dann kann man schauen, was rauskommt. Aber nur furzen ist a bisserl arg dürftig.

 Regina antwortete darauf am 04.05.19:
An anderer Stelle wirbst du ja für Vegetarismus. Da irritiert "töten mitfühlend und dankbar" schon etwas, weil man da an Triebtäter denken könnte oder an die Hitleranforderung an die SS, in stoischer Ruhe den Tod zu geben und den Tod zu nehmen. Kommt was mit Tibet, assoziieren manche Leute sofort Naziphilosophie, obwohl der Buddhismus ja, meiner Meinung nach, den Faschismus nicht unterstützt, sondern die Gewaltlosigkeit, oder sehe ich das falsch? LG Gina

 toltec-head schrieb daraufhin am 04.05.19:
Lothar:

Nö. "Nur furzen" statt "verstehbar artikulieren" ist Zen. Bist halt noch nicht so weit. Generier dich erst mal mit einen paar blutigen Steaks, damit man mit dir endlich auch von Mensch zu Mensch reden kann.

Antwort geändert am 04.05.2019 um 14:09 Uhr

 toltec-head äußerte darauf am 04.05.19:

 LotharAtzert ergänzte dazu am 04.05.19:
Was mich fürbass erstaunt: wir essen doch alle. Und ohne zu töten blieben die Teller alle leer. Es geht hier nicht einmal ums vegetarische Essen, sondern um die mitfühlende Haltung, sowie des Gedenkens an den, der hier sein Leben hergab.
"Wenn man Wasser trinkt, soll man an die Quelle denken" - das stammt zwar aus dem konfuzianischen Denken, unterstreicht aber, worum es geht: ums Bewußtsein. Wer sich dessen bewußt ist, was er gegenwärtig tut, der - und nur der! - lebt wirklich. ( und erleidet auch weniger Unfälle, doch das nur nebenbei)
Buddha hat sich nie um Politik geschert.

 LotharAtzert meinte dazu am 04.05.19:
"Bist halt noch nicht so weit."
Bitte Kilometerangabe. Meilen wäre auch ok.

Entschuldige, falls das arrogant rüberkommt, aber es ist die Wahrheit: Ich habe schon blutige Steaks gegessen, da warst du noch nicht einmal geboren. (Das "Bübchen" hinter geboren kann ich mir nur schwer verkneifen)

Antwort geändert am 04.05.2019 um 14:36 Uhr
cannon_foder (50) meinte dazu am 05.05.19:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 LotharAtzert meinte dazu am 05.05.19:
Daß Essen vergeht, na klar, wir scheißen es aus.
Ich höre Kader Welch gerne - hör doch nur! - und habe Bock auf auf wilde Frauen.

 Regina (04.05.19)
Mit Lebewesen meinst du wohl auch Pflanzen? LG Gina

 LotharAtzert meinte dazu am 04.05.19:
Ja klar! Alles Organische. (Wobei das Anorganische, über das Castaneda viel geschrieben hat, ein anderes Thema wäre.)
Machen wir den P.K. auch hier:
Die Gelbmützen sind die Offiziellen vom Dalai Lama. Die Rotmützen sind Kagyudpas und Nyingmapas (sogen. "Unreformierte) - die waren der Blavatsky vermutlich ein Dorn im Auge. Immerhin unterschied sie jene, die ja auch in Tibet war. Kollege Toltekhead … ach, ach.

Gruß und Dank
Lothar

 DanceWith1Life meinte dazu am 04.05.19:
träumte gerade, ich habe einen Elefanten im Hallenbad versteckt, und als ich ihn wieder zurückbringen wollte, konnte ich nicht beides das Fahrrad auf der einen Seite und den Elefanten auf der anderen Seite mitnehmen.
Fahrrad und Elefant im gleichen Raum.
Ich also zuerst das Fahrrad aufgesperrt, dann den Elefanten zum Aufzug geleitet, das Letztere war erstaunlich einfach und voller Erstaunen über die Sensibilität des Tieres.
Dann zurück zu dem Raum, das Fahrrad holen....

 LotharAtzert meinte dazu am 04.05.19:
Jo, Dance, da hast du schön was erlebt. Ich frag mal bei Toltek, ob das Zen oder Unzen ist. Aber eines versteh ich gar nicht: wie sperrt man denn ein Fahrrad auf?

 DanceWith1Life meinte dazu am 04.05.19:
lach, natürlich das Schloß, ich hatte es abgesperrt aus Angst vor Dieben, das Hallenbad ist seltsamer Weise neben dem Platz, wo in unserer Stadt der Zirkus immer seine Zelte aufschlägt.
Sinn und Unsinn liegen so nah bei einander, dass wir sie des öfteren verwechseln, soll heissen einen Unsiin als sinnhaltig behandeln und etwas das Sinn macht, als Unsinn verwerfen.
Ob das bei Zen und UnZen genauso ist, kann ich nicht beurteilen, dazu habe ich mich nicht genug damit befasst.

Antwort geändert am 04.05.2019 um 15:17 Uhr

 LotharAtzert meinte dazu am 04.05.19:
Sinn und Unsinn liegen so nah beieinander. Da geb ich dir mal schnell recht und spare Zeit fürs Nachdenken.
So, hab nachgedacht und mir fiel dieser Typ da ein, dieser Prometheus, das Wort bedeutet Vorbedacht.
Jetzt hat dieser Titan noch so einen Bruder, der nämlich Nachgedacht heißt: Epimetheus. Der ist immer der Depp und Prometheus muß immer wieder für dessen Dummheit leiden.
Was ist jetzt der eine ohne den andern, diese Frage würde ich Toltekhead stellen, wenn der mir auch nur für 10 Sekunden zuhören würde.
Bist du noch da?
OM AMI DEWA HRI
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