Fußgänger in der Stadt

Kurzgedicht zum Thema Jahreszeiten

von  minimum

vor Wochen noch
der prangenden Kirsche
auf dem Bürgersteig
ausgewichen
dem hellrot sickernden
Insektenfraß

nur um jetzt
im müden Gras der Alleen
alle paar Schritte
über Kastanien zu stolpern

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Kommentare zu diesem Text


 Moja (10.09.21)
Ein Loblied der Vergeblichkeit - je vorangeschrittener die Jahreszeit, desto größer Kerne bzw. Kastanien unterm Schritt, unausweichliches Stolpern durchs Jahr, ewiges Straucheln....
meint Moja

 minimum meinte dazu am 11.09.21:
"Vergeblichkeit" - das trifft den Nagel auf den Kopf. (Was mir wiederum die Idee zu einer analogen Skizze aus der Welt der Häuslichkeit eingibt - da trifft dann der Nagel den Fuß, quer durch die viel zu dünne Sohle des Hausschuhs :D ) Vielen Dank für die Inspiration!

 AchterZwerg (10.09.21)
Es reißt einfach nicht ab!
Selbst das außercoronöse Geschehen birgt mancherlei Unheil,

weiß auch
der8.

 minimum antwortete darauf am 11.09.21:
Wenigstens führen Alleenbäume keine Impfdebatten :D Danke dir.

 Agnete (10.09.21)
ja, so ändert die Natut alles und wir sind in ihrem Kreislauf. LG von Agnete

 minimum schrieb daraufhin am 11.09.21:
... und ggf. artikulieren wir unsere Kreislauf-Beschwerden (Im vollen Bewusstsein der Vergeblichkeit, selbstredend.) Danke für deinen Kommentar.

 Ralf_Renkking (25.09.21)
Das hat aber auch was Gutes: Nächste Woche beginnt die Maronensaison. 😉

Ciao, Frank

 minimum äußerte darauf am 25.09.21:
Danke, aber das ist kein Trost für Sohlen
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