Aphorismen zum Begreifen

Aphorismus zum Thema Verstand

von  EkkehartMittelberg

1. Wir würden uns die Finger verbrennen, wenn wir alles begreifen würden.


2. Man kann nicht begreifen, was entweder zu hoch ist oder so niedrig, dass man sich mit Grausen wendet.


3. Manchmal liegt das Vortasten vor dem Begreifen.


4. Wenn es Zoom gemacht hat, hat es einen erwischt. Man begreift es nicht.


5. Schlaue schützen sich, indem sie so tun, als würden sie nicht begreifen.


6. Manche, die schwer von Begriff sind, ersetzen dies durch ein feines Einfühlungsvermögen.





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Kommentare zu diesem Text


 TassoTuwas (31.01.22, 09:51)
Hallo Ekki,
und dann sind da die ganz Pfiffigen, die sagen immer "alles klar" oder noch besser "logisch", und zu hause wird erstmal gekugelt!
Herzliche Grüße
TT

 Saira meinte dazu am 31.01.22 um 10:32:
ups, das sollte ein Extra-Kommentar werden :silly:


Antwort geändert am 31.01.2022 um 10:35 Uhr

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 31.01.22 um 10:43:
Merci, Tasso, wenn man da nachhaken würde mit der Frage "Was ist denn klar?", kämen amüsante Dinge zum Vorschein.
Herzliche Grüße
Ekki
Agnete (66) schrieb daraufhin am 31.01.22 um 20:50:
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 TassoTuwas äußerte darauf am 01.02.22 um 00:08:
Genau!
:)

 Saira (31.01.22, 10:33)
Hallo Ekki,
 
ich gebe zu, dass ich schon zeitversetzt zum Witz gelacht habe .
 
Herzliche Grüße
Sigi



Ab und zu kann es ratsam sein, seinem Verstand Ruhe zu gönnen und sein Bauchgefühl gewähren zu lassen.

 

 EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 31.01.22 um 10:48:
Grazie, Sigi, je älter ich werde, desto mehr misstraue ich meinem Verstand. Aber ährlich. er lässt tatsächlich nach.
Beste Grüße
Ekki

 harzgebirgler (31.01.22, 11:00)
lieber ekki.
deine lesenswerten 'aphorismen zum begreifen' lassen sich durch ein markantes wort von kant noch schön ergänzen: „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“

lg
henning

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 31.01.22 um 11:09:
Vielen Dank, Henning, das Wort Kants gilt auf jeden Fall für die Ppilosophie.. In der Poesie könnten Anschauungen ohne Begriffe eine reizvolle Rätselhaftigkeit erzeugen.
LG
Ekki

 AlmaMarieSchneider (31.01.22, 13:03)
Die Nummer 5 trifft etwas auf meine Mutter zu. Sie war meinem Vater gegenüber manchmal recht begriffsstutzig. Es hat immer genützt  :)

Liebe Grüße
Alma Marie

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 31.01.22 um 16:49:
Merci, Alma Marie, das würde ein Mann kaum fertig  bringen. Der sagt lieber "Alles klar", auch wenn er gar nichts verstanden hat,

Liebe Grüße
Ekki

 AZU20 (31.01.22, 13:51)
Nr.5 lohnt sich im Zweifelsfalle. LG

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 31.01.22 um 16:52:
Gracias, Armin, ich bin sicher, du zweifelst gar nicht, weil du es schon einmal probiert hast..
LG
Ekki

 Bergmann (31.01.22, 21:53)
Nr. 1  gefällt mir - subtil! 
(Hier wird das einfache Bild sehr komplex.)

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 31.01.22 um 23:11:
Merci, Uli, das freut mich.

 Graeculus (31.01.22, 23:25)
Da kann ich allem zustimmen ... und hinzufügen, daß die Haltung von 2 und die von 5 schwer auseinanderzuhalten sind.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 01.02.22 um 11:16:
Lieber Graeculus, kannst du mir bitte erklären, warum die Haltung von 2 und 5 schwer auseinanderzuhalten sind.
Bei 2 handelt es sich aus meiner Sicht um echtes Unvermögen zu begreifen, bei 5 ist das  Nichtbegreifen Absicht.

 Graeculus meinte dazu am 01.02.22 um 11:32:
Von außen, meine ich. Es sind die Fälle, in denen man sich fragt: Kann der das nicht begreifen oder will er das vielleicht gar nicht?
Das kennst Du gewiß. Ich hätte "von außen" dazuschreiben sollen.

 monalisa (01.02.22, 08:17)
Lieber Ekki,
vor allem bei Apho 1 hat es bei mir jetzt "Zoom" gemacht, hat sich mir eine neue Erkenntnis erschlossen, mir, die ich immer alles begreifen möchte. Manches ist zu heiß und man sollte es wohl erst ein wenig abkühlen lassen, manches wird kaum je (verstandesmäßig) begreifbar werden, vielleicht aber instinktiv, mit dem Herzen oder wie man es nennen möchte (das spielt der Nr.6 zu). Zusammen mit Nr. 3 ergibt sich für mich eine noch achtsamere Herangehensweise und die Überlegung, dass man Hände (und Geist) möglichst frei machen sollte (soweit wie möglich Vorurteile ablegen), ehe man zulangt. Ja und man sollte vorichtig sein, damit nichts kaputt geht ...

Vielen Dank für die Fülle an Denkanstößen, die mich noch weiter beschäftigen werden!

Liebe Grüße
mona

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 01.02.22 um 11:20:
Vielen Dank. Mona, einmal mehr hast du genau verstanden, warum es mir geht.
Liebe Grüße
Ekki
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