Rauschendes Fest

Text zum Thema Holocaust

von  Mondscheinsonate

Es gab ein rauschendes Fest am 24.3.1945 auf den 25.3.1945 im Schloß Rechnitz im Burgenland, das ist gesichert. Margit von Batthyány, ihres Zeichens die Tochter von Heinrich Thyssen, und ihr Gatte Graf Ivan von Batthyány waren die Gastgeber. 

Nicht nur die Korken knallten, das wissen die Historiker.


Zuvor wurden 600 jüdisch- ungarische Zwangsarbeiter von Kóseg nach Burg gebracht, die schwachen nur bis nach Rechnitz, es sollen 200 gewesen sein. 

180 davon brachte man auf das Schlossfest, wo sie, laut Historiker erschossen und erschlagen wurden. 

Ein Historiker hat die These, dies zur Belustigung der Gäste, scheint wahrscheinlich. 

16 Zwangsarbeiter mussten die, bestialisch umgebrachten Menschen verscharren, wurden danach selbst erschossen. Diese fand man später, den Rest der Ermordeten niemals.

Dieses Endphasenverbrechen stand unter dem Schutz der Gräfin Batthyány, die ein Verhältnis mit dem Hans Joachim Oldenburg gehabt haben soll, der zusammen mit dem Gestapoführer Franz Podezin gehandelt haben soll. Die Gräfin, das erzählt man sich, hat den Verbrechern ein Fluchtauto zur Verfügung gestellt, man sah  Podezin angeblich 1963 lebend in Südafrika. 


Nach dem Krieg gab es Verfahren, aber dadurch, dass zwei Zeugen während des Prozesses ermordet wurden, war nichts eindeutig. Dennoch grub man 1966-1969, 1993, 2017, 2019 und zuletzt 2021, wo dann das Bundesdenkmalamt die Grabungen auf dem 300.000 Quadratmeter Gebiet einstellte. 


Das Massaker soll sich 10 Tage vor Einmarsch der Roten Armee in Rechnitz ereignet haben. 



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Kommentare zu diesem Text


 Graeculus (12.02.24, 14:09)
Was ist denn das? Haben die da eine perverse Version der Götterdämmerung gespielt? Oder Delacorix' "Tod des Sardanapal"?


 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 14:16:
Furchtbar! Ich will dort nie hin. Einer, dieser Nachkommen ist der Chef einer Bekannten. Nie würde ich für den arbeiten!

 Pearl antwortete darauf am 12.02.24 um 14:35:
Die Grausamkeit der "Krone der Schöpfung" ist unübertroffen.

Danke, Mondscheinsonate, dass du mit dem Text auf dieses unvorstellbare Verbrechen aufmerksam machst.

Niemals darf vergessen werden.

 Graeculus schrieb daraufhin am 12.02.24 um 14:47:
Thyssen-Krupp ist ja weiterhin einer der ganz großen Arbeitgeber des Ruhrgebiets. Und die haben seinerzeit, noch als separate Unternehmen, in großem Stil mit Zwangsarbeitern und Häftlingen gearbeitet.
Haben die sich mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt?

All das gehört zu dem von Alexander Gauland zitierten "Fliegenschiß der deutschen Geschichte".

 Mondscheinsonate äußerte darauf am 12.02.24 um 15:03:
Irgendwo habe ich ein "Ja" auf deine Frage gelesen. Auch Siemens.
Ja, Pearl,ich musste auch noch dazulernen. Mich traf der Schlag, es war so grausam!
Vorallem, es kann mir keiner erzählen, dass der Ort nichts gehört hat. Eisernes Schweigen.


Antwort geändert am 12.02.2024 um 15:05 Uhr

 Mondscheinsonate ergänzte dazu am 12.02.24 um 15:18:
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/krupp-stahl-nationalsozialismus-1.5536016

 Quoth meinte dazu am 12.02.24 um 17:33:
Schließe mich dem Dank von Pearl an.

 Dieter Wal (12.02.24, 14:27)
Einfach entsetzlich. Was sind dafür deine Quellen? Schriftlich wie mündlich. Bitte nicht gegebenenfalls die mündlichen offen mitteilen. Du bist ja nicht meschugge. Doch nur für alle Fälle.

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 14:35:
Viele! Gib ein "Massaker von Rechnitz"
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/massaker-von-rechnitz-die-gastgeberin-der-hoelle-1490489.html

 Didi.Costaire (12.02.24, 14:32)
Extrem schockierend, aber gut, dass du davon berichtest.

Beste Grüße,
Dirk

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 14:36:
Ja, furchtbar, ganz schrecklich!

 Verlo (12.02.24, 15:20)
Nach dem Krieg gab es Verfahren, aber dadurch, dass zwei Zeugen während des Prozesses ermordet wurden, war nichts eindeutig.

Also hat man auch die Leichen nicht gefunden?

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 15:23:
http://www.nachkriegsjustiz.at/ns_verbrechen/juden/rechnitz_eh.php

 Graeculus meinte dazu am 12.02.24 um 15:24:
Genaues Lesen ist hilfreich:

16 Zwangsarbeiter mussten die, bestialisch umgebrachten Menschen verscharren, wurden danach selbst erschossen. Diese fand man später, den Rest der Ermordeten niemals.

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 15:26:
Es steht sogar 18. Wollen wir uns auf die Justiz verlassen.

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 15:34:
Literarisch verarbeitet:
https://www.rowohlt-theaterverlag.de/theaterstueck/rechnitz-1840

 Verlo meinte dazu am 12.02.24 um 16:37:
Nein, Graeculus, genaues Ermitteln hilft!

Keine Leichen -> Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Punkt.

Alles andere ist Literatur.

Vielleicht kann Correctiv weiterhelfen ...

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 18:37:
Es reicht endgültig. Hier hast du den Bogen überspannt am Gruselfaktor. Bleib meinen Texten fern. Den Rest denken sich die User über dich und glaub mir, sie denken das Richtige.
Unter 18 definitiv Toten schreibt er Correktiv-Dreck. Du hast überhaupt KEINEN ANSTAND.

@All: Der denkt so kurz, denn die Frage ist nicht: Wo sind die Leichen, sondern Wo waren die Lebenden?

Antwort geändert am 12.02.2024 um 18:55 Uhr

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 19:21:
Hier weiterführendes:

https://www.bda.gv.at/service/aktuelles/weitere-recherchen-zum-massaker-von-rechnitz--ein-arbeitsbericht.html

 Dieter Wal meinte dazu am 12.02.24 um 19:23:
Vielleicht kann Correctiv weiterhelfen ...
@Mondscheinsonate: Das bezieht sich auf ein  Rechercheteam der deutschen Gegenwart, das letzten Monat durch einen Skandal  "Geheimplan gegen Deutschland" medial bekannter wurden, durch den deutschlandweite Massenproteste gegen die AfD ausgelöst wurden.


Verlo meint dies mutmaßlich sarkastisch, weil er wie die üblichen Verschwörungsschwurbler Agnetia, Greislschmidt, Muckelchen, niemand, Rosalinde und Daniel Verschwörungserzählungen folgt. Es scheint sich mehr gegen Correktiv zu richten, als antisemitisch gemeint zu sein. Bisher las ich überhaupt von Verlo keine antisemitischen Äußerungen. Auch die üblichen Verdächtigen hier enthielten sich einhellig solcher.

Dass ihn allerdings der von Dir skizzierte Nazi-Horrorbericht in irgend einer Weise schockierte, kann ich hier nicht erkennen.

Antwort geändert am 12.02.2024 um 19:37 Uhr

 Saira meinte dazu am 12.02.24 um 19:25:
@Mondscheinsonate

Danke Cori für deine Berichterstattung! Der Perversion und der Grausamkeit des Menschen sind keine Grenzen gesetzt.

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 19:26:
Ich weiß das und ich weiß auch, dass der Herr keine antisemitischen Äußerungen getätigt hat, jedoch unpassender kann es hier nicht sein.
Er will nur schon wieder seine Person in den Vordergrund rücken, um wieder mal GEGEN ETWAS zu sein, was hier desweiteren unpassend ist.

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 19:28:
Widerlich, Saira. Es ist ein Unbegreifliches.

 Dieter Wal meinte dazu am 12.02.24 um 19:32:
Dass er schräg ist und nicht alle Glocken im Turm hat, darüber könnte man sich sicher auch mit ihm persönlich einigen. ;)

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 19:33:
Gesetzt den Fall er zeigte irgendwann mal, bei egal welchem Thema Einsicht. Ich spare mir meine Energie.

Antwort geändert am 12.02.2024 um 19:34 Uhr

 AchterZwerg (12.02.24, 19:43)
Das ist wirklich grauenhaftl ---

Zwangsarbeiter wurden im Übrigen fast überall eingesetzt, gern auch auf dem Lande. ---

Für mich ist es schrecklich zu bemerken, wie sich der Antsemitismus bei uns bereits wieder im Alltag durchzusetzen beginnt, mit all den dämlichen "Verwechslungen", die der beinhaltet.
Bemerkungen wie: "Meine Mutter sagt auch immer, Juden darf man nicht trauen" etc. gehören noch zu den Harmlosesten.
Auf den Kundgebungen, die ich in letzter Zeit besucht habe, wird immer wieder von neuen grässlichen Übergriffen berichtet.
Ebenso fatal ist die Aufrechnung der Holocaustopfer mit den Toten im Gazastreifen ...

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 19:57:
Furchtbar! Deswegen habe ich jetzt auch bei Verlo so reagiert. Es muss endlich einmal wieder inne gehalten werden und das Hirn eingeschaltet werden, dass manche Vergleiche derartig unpassend sind oder, wie in dem Fall ein Zusammenhang gebastelt wird, der nicht mal annähernd angebracht wäre. Weißt du, Wiener plappern oft den Spruch "Da ist der durch den Rost gefallen", damit meint man, er ist nicht auf seine Kosten gekommen. Ich sage dann den Leuten immer höflich, dass der Spruch von den Nazis kommt und verbrannte Juden im Kontext hat. 100% sind dann immer betroffen und meinen:"Das wusste ich gar nicht, den Spruch hab ich von den Eltern, Großeltern..." Man muss miteinander reden, sagen:"So geht es bitte nicht."
Und dass der Antisemitismus wieder öffentlich ausgekotzt wird, ist ein ganz schlimmer Fakt.

Antwort geändert am 12.02.2024 um 19:59 Uhr

 Verlo (12.02.24, 20:07)
Fassen wir zusammen:

1) man weiß nicht, wer auf Schloß Rechnitz zu Gast war;
2) man weiß nicht, wie viele Zwangsarbeiter auf das Schloß gebracht wurden ("es sollen 200 gewesen sein");
3) man weiß nicht, was auf dem Schoß passiert ist ("laut Historiker soll ...");
4) rund 180 tote Menschen sollen verscharrt worden sein, aber wurden nie gefunden;
5) zwei Zeugen wurden während des Prozesses ermordet: Haben sie vorher keine Aussagen gemacht? Wer hat sie ermordet?
6) Die Gräfin habe – erzählt man sich
7) Das (mutmaßliche) Massaker soll sich x Tage vor dem Einmarsch der Russen ereignet haben: sind auch hier die Russen schuld?

Fragen:

1) Warum wurde niemand für die sechzehn toten Zwangsarbeiter, die ausgegraben wurden, zur Verantwortung gezogen?
2) Weshalb ist jemand Antisemit, weil er zu klärende Fragen aufzeigt?

Abschließend:

Zum Glück braucht man im Strafrecht Beweise, um jemand zu verurteilen, im Gegensatz zum Umweltrecht, wo man Fakten festlegen und entsprechend bestrafen (abkassieren) darf.

Sei froh, Mondscheinsonate, daß du Verlo, die Kunstfigur auf KeinVerlag, beschuldigst. Würdest du mich beschuldigen, würde ich mich entsprechend wehren.

 Mondscheinsonate meinte dazu am 12.02.24 um 20:11:
Lies den Link. Kein Mensch ist HIER Antisemit. Und du würdest dich nur lächerlich machen, denn ich schrieb bereits, dass du keiner bist. Dreh nichts um was schwarz auf weiß dasteht, es ist lächerlich und bleibe meinen Texten fern. Ich mag dich nicht, du mich nicht, bleib fern. 

Antwort geändert am 12.02.2024 um 20:12 Uhr

Antwort geändert am 12.02.2024 um 20:13 Uhr
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