Karmawind
Gedanke zum Thema Schicksal
von LotharAtzert
Kommentare zu diesem Text
Biegsamkeit bis ins Alter hingegen bleibt jenen vorbehalten, die mit allen Winden auf deren eigene Art tanzen lernen.
Ist das wirklich von Bedeutung ein Wendehals zu sein, wird da nicht Biegsamkeit mit "Verbiegungssucht" verwechselt. Verrenkt man sich dabei nicht das letzte Stück Rückgrat welches einen Menschen erst zu einer Persönlichkeit macht, zum Aufrechtstehenden, zum nicht von allem und jedem
modellierbaren Geschöpf? Jedem und allem gefällig zu sein, empfinde ich nicht als erstrebenswert. LG Irene
Scheinbar wird Lothar im Alter gegenüber bestimmten Leuten nachgiebiger. Ob wir dazu gehören, wird sich in seinem nächsten (evtl.) unnachgiebigen Kommentar noch zeigen.
mit allen Winden auf deren eigene Art tanzen lernen.
Jedem und allem gefällig zu sein
Antwort geändert am 08.03.2026 um 20:20 Uhr
Kommt ein Sturm, legt sich der Grashalm flach, sagen die Taoisten. Ist der Sturm weiter gezogen, steht das Gras wieder wie zuvor. Dasselbe geschieht mit Tannen bei Schnee: sie senken die Zweige, so daß er runter rutscht, während die Eiche bricht.
Sich nach dieser Floskel zu richten, ist ein Simulakrum von „Haltung“. Doch selbst zum Original ist die deutsche Sprache erfrischend hart: „Haltung“ ist die fremdbestimmte Lebensweise von zum Beispiel Hühnern.
Jetzt sag mir mal, wieso Du das augenblicklich verstehst und Irene aber zu einem gegenteiligen Schluß kommt. Rede (schreibe) ich zu verschwommen, oder, um im Bild zu bleiben, zu windbeutelig?
Na, dann verbiegt Euch mal weiter, Ihr Wendehälse, ist ja im Moment
voll angesagt.Vielleicht verstehen Euch die Hühner
die gackern auch immer und legen ein Ei nach dem anderen.
Auch wenn es ein Freilandei sein sollte. Es ist nix als ein Ei ...
voll angesagt.Vielleicht verstehen Euch die Hühner
die gackern auch immer und legen ein Ei nach dem anderen.
Auch wenn es ein Freilandei sein sollte. Es ist nix als ein Ei ...
Ich habe eben meine Schattenarbeit geleistet. Den Schatten klassisch nach Freud zu projizieren, und dann noch so grob und penetrant, das ist krampfhafte Anhaftung an ein bestimmtes Selbstbild. Versteifung bis zum Zerbrechen, aber Hauptsache „sich nicht verbiegen“.
Mit N. N. Taleb gesagt: „Üch bön rrrrrrobussttttt!!!“ Krampfhafte Robustheit macht fragil. Antifragilität ist Biegsamkeit, aber in dem von dir gemeinten Sinne, nicht im pejorativen.
Mit N. N. Taleb gesagt: „Üch bön rrrrrrobussttttt!!!“ Krampfhafte Robustheit macht fragil. Antifragilität ist Biegsamkeit, aber in dem von dir gemeinten Sinne, nicht im pejorativen.
"ich lasse mich nicht verbiegen",
seid ihr sicher, ob ihr das verstanden habt?
Es ist eine Metapher für,
ich bin nicht willenlos, ich gehorche nicht jedem. Verbogen zu werden ist keine selbstgewählte Biegsamkeit.
seid ihr sicher, ob ihr das verstanden habt?
Es ist eine Metapher für,
ich bin nicht willenlos, ich gehorche nicht jedem. Verbogen zu werden ist keine selbstgewählte Biegsamkeit.
Lothars Text war zuerst, dann die Kommentare. Es geht also darum, ob Biegsamkeit, so wie im Text gemeint, richtig interpretiert wurde. Ohne diesen Kontext ist an Irenes Kommentar nichts auszusetzen.
Starrsinnig auf Biegsamkeit beharren, auch das geht.
Der Grashalm biegt sich paar mal, dann ist er schlapp und kommt nicht mehr hoch. Die Eiche übersteht mehr Stürme vor dem Bruch. An sie können sich andere anlehnen.
Der Grashalm ist sich selbst der nächste, und egal ob aufrecht oder gebeugt, die Ziege frisst ihn ab.
Der Grashalm biegt sich paar mal, dann ist er schlapp und kommt nicht mehr hoch. Die Eiche übersteht mehr Stürme vor dem Bruch. An sie können sich andere anlehnen.
Der Grashalm ist sich selbst der nächste, und egal ob aufrecht oder gebeugt, die Ziege frisst ihn ab.
Nicht der Standpunkt ist das Problem, sondern die Verabsolutierung. Selbst Kants kategorischem Imperativ geht es nicht anders.