Am Rand der Geisterbahn

Gedicht zum Thema Liebeszauber

von  Saira

Ein Platz, der frei blieb,
für niemand gedacht
und plötzlich besetzt.

 

Wir zwei im Karussell:
Du tust, als lenkst du,
ich tu, als glaub ich’s.

 

Geister in der Bahn?
Ausgang garantiert.
Die echten
kennen deinen Namen.

 

Der Liebesapfel?
Zu glatt, um wahr zu sein.
Wir lachen
und beißen trotzdem
hinein.

 

Ach, der Zuckerrand –
zu schön, um ihn zu übersehen.
Wir kosten ihn heimlich
und schweigen darüber.

 

Die Lose?
Zu dünn für Gewissheit.
Wir reißen sie auf
und hoffen auf uns.

 

Am Schießstand:
Du verfehlst alles.
Außer mich.

 

Unfair?

Vielleicht.
Ich bleib trotzdem.


 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (01.05.26, 10:27)
Anfangs gelingt es stets leicht,
über die Schwächen des anderen hinwegzusehen.

Später folgen dann die Frage nach der Geburtsstunde des Führerscheins, Schopenhauers parapsychologischen Schriften, einem echten Steak auf dem Teller, dem Kaloriengehalt von gezuckerten Liebesäpfeln, dem "Glück" der Beziehung und dem Verbot von Kriegsspielzeug.

Trotzdem, erstmal Glück auf!

 Didi.Costaire (01.05.26, 10:57)
Moin Sigi,

da scheinen die inneren Werte zu passen. Schön!

Liebe Grüße, 
Dirk

 Moppel (01.05.26, 11:26)
wer nicht watt, der nicht gewonnt, Saira. Und die  Geister scheinen es wohl zu meinen. lG von >M.
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