Welch ein Charakter!

Alltagsgedicht zum Thema Nonsens

von  niemand



Ein Huhn steht, mit Gegacker,

vor einem prächtgen Hahn,

nur leider ist der Macker

davon nicht angetan.


Wenn ich dem Drang mich beuge,

dem diese Henne frönt,

kommts, dass ich Nachwuchs zeuge,

denkt er, doch jene tönt:


In mir tickt schon, seit Zeiten,

biologisch eine Uhr,

lass und zur Taten schreiten -

es abzufedern stur


wär nicht im meinem Sinne.

Der Hahn denkt: Hab mich gern,

du aufgeregte Trine -

und hält sich von ihr fern.


Sollt solch Verführung glücken,

dann schlüpften Ei für Ei

entzückend kleine Küken -

die Hähnchen-Braterei


reibt sich bereits die Flossen,

denkt sich der Hahn und hält

fortan, recht unverdrossen,

zum „Nein!“ auf dieser Welt.




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