Ein Huhn steht, mit Gegacker,
vor einem prächtgen Hahn,
nur leider ist der Macker
davon nicht angetan.
Wenn ich dem Drang mich beuge,
dem diese Henne frönt,
kommts, dass ich Nachwuchs zeuge,
denkt er, doch jene tönt:
In mir tickt schon, seit Zeiten,
biologisch eine Uhr,
lass und zur Taten schreiten -
es abzufedern stur
wär nicht im meinem Sinne.
Der Hahn denkt: Hab mich gern,
du aufgeregte Trine -
und hält sich von ihr fern.
Sollt solch Verführung glücken,
dann schlüpften Ei für Ei
entzückend kleine Küken -
die Hähnchen-Braterei
reibt sich bereits die Flossen,
denkt sich der Hahn und hält
fortan, recht unverdrossen,
zum „Nein!“ auf dieser Welt.