Das Blatt zwischen den Steinen

Gedicht zum Thema Neuanfang/ -orientierung

von  Saira

Unter dem Ahorn

lösten sich Blätter

nicht vom Ast,

sondern von der Zeit.

Sie kreisten.

 

Zwischen Farnen

Regen

in offenen Händen.

Am Wegrand

eine Knospe.

 

Ein Rabe

im Geäst.

Der Wind

legte

ein Blatt

zwischen die Steine.

Der Vogel

blieb.

Das Blatt

auch.

 

Wasser

am Stein.

Moos

über den Stunden.

 

Der Abend
legte Schweigen
in den Ahorn.

Der Rabe

hob sich.

Eine Feder

im Gras.

 

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (02.07.26, 09:28)
Liebe Saira,
nur so bleibt die Seele im Gleichgewicht. Der kluge Rabe breitete seine Schwingen aus, erhob sich und ließ eine Feder zurück. Das ist eine wunderschöne Metapher! Wer dem Raben die Feder ausgerissen hat- oder überhaupt - das weiß der Leser nicht. Aber es kann auch ein Andenken an Vergangenes sein, denn schließlich geht es um einen Neuanfang.
Ein schöner lyrischer Gedanke!
Lieber Gruß!
Reli

Kommentar geändert am 02.07.2026 um 09:29 Uhr
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