Höchst behäbig naht der Morgen. Grauer Himmel, tief und schwer, hält das Licht im Dunst verborgen, duldet keine Gegenwehr. Von dem Dach der Silberlinde kugelt sich der Samen Flut, tollt noch mit dem letzten Winde, bis ein jedes Blättchen ruht. Stille liegt vor meinem Fenster, zart durchwirkt mit Wiesenduft. Sie erstickt die Traumgespenster. und gibt meiner Seele Luft. Bald schon ruft die frühe Meise ihren Liebsten zärtlich heim. Wohlig kühlend, plätscherleise, regnet sich der Morgen ein.