Klopp packt das

Betrachtung zum Thema Nähe

von  eiskimo

Klopp packt das sehr beherzt an.

Ja, zupackend ist seine ganze Art.

Vor allem packt er die Spieler an.

Jeden einzeln, ganz eng, fast intim

Körpersprache und Regie im Doppelpack

Sehr physisch, sehr nah am Mann. Sehr neu.

Fern von allem Fußballerischen … bemerkenswert.



Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Didi.Costaire (03.10.26, 09:56)
Moin eiskimo,

in der Tat bemerkenswert. Er ist ein völlig anderer Typ als der ungelenke Merz.

Beste Grüße, 
Dirk

 eiskimo meinte dazu am 03.10.26 um 11:02:
Ja, Kloppo ist das Sommermärchen in persona...
Gruß
Eiskimo

 Schtzngrrrrm (03.10.26, 19:14)
EISKIMO, SO WIE DU DAS BESCHREIBST, KLINGT DAS ZUPACKEN FÜR MICH SCHON FAST SEXUELL. 

 eiskimo antwortete darauf am 03.10.26 um 22:43:
Es war mir klar, dass dieser Eindruck entstehen konnte. Körperkontakt ist immer heikel, vor allem für Männer, vor allem in Ländern wie Deutschland.
Dabei war Klopps Verhalten nach dem Serbien-Spiel einfach nur Ausdruck von Freude, von Vertrauen und Dank. Und dass er fast alle aus dem Team umarmte oder einzelnen Spielern ganz dicht etwas ins Ohr sagte, zeigte eine große Zusammengehörigkeit. Ein Chef sozusagen, der um die Wichtigkeit seiner Leute weiß und der es ihnen auch zeigen will.
Das hatte für mich etwas Bewundernswertes, weil da - so denke ich - ein Miteinander deutlich wurde. Keine arrogante, distanzierte Chefattitüde, sondern eine spontane Hommage an das Team.
Mir gefiel das auch so sehr, weil gelebte Freude und das Sich Umarmen bei uns so selten sind.
Klopp lachte viel. Auch das sieht man bei wichtigen Männern hierzulande selten.

 Schtzngrrrrm schrieb daraufhin am 03.10.26 um 23:02:
HM, ICH KENNE DIE SZENE NICHT ALS BILD, NUR DEINEN TEXT. OB ICH DIE BILDER ALS SEXUELL BEWERTEN WÜRDE, WENN ICH SÄHE, KANN ICH ÜBERHAUPT NICHT BEURTEILEN. ICH DENKE, ES LIEGT IN ERSTER LINIE AN DEINER WORTWAHL UND DEM ATEMLOSEN RHYTHMUS. DA ES SICH UM LAUTER ERWACHSENE MÄNNER HANDELT IST DARAN DOCH GERADE NICHTS VERWERFLICH. BIN MIR NICHT SICHER, WORAUF DU IM KOMMI ANSPIELST, AUF HOMOPHOBIE?

 eiskimo äußerte darauf am 04.10.26 um 08:51:
Nee, da will ich auf nichts anspielen. Klopp hat einfach eine direkte und ungemein sympathische Art, und er setzt dabei viel Gestik ein und auch Nähe - eine sehr starke Präsenz in seinem Job, totale Identifikation ....

 AchterZwerg (04.10.26, 07:54)
Im Zwergenreich ist der ebenfalls sehr beliebt!  <3

"Methode" und seine gewöhnliche "Betriebstemperatur" zeigen die ersten Erfolge.

Was lernen wir daraus? Mit gelebter Menschlichkeit lässt sich viel verändern und viel erreichen.

 eiskimo ergänzte dazu am 04.10.26 um 08:53:
Gelebte Menschlichkeit, das gefällt mir. Ohne den Anspruch, gleich perfekt zu sein. Bei den Spielern scheint das jedenfalls anzukommen, es macht Spaß, da zuzuschauen.
Viel Spaß heute Abend, hoffen wir
Eiskimo

 downunder (08.10.26, 18:16)
Hhhhhhhmmmmm, naja. Das sehe ich ein wenig anders. Er ist für mich zu präsent und  zu sehr Kumpel. Und wirklich etwas gebracht hat es ja bislang nicht. Deutschland ist sogar in der Weltrangliste durch die wirklich unbefriedigenden Ergebnisse einen Platz abgerutscht. Und dass man ein 0 zu 0 bei den Griechen (Weltranglistenplatz 41) abfeiert, erschließt sich mir nicht. Die hätten wir  den goldenen Zeiten (so z.B. 1990 und oder 2014) vom Platz gefegt.

Kommentar geändert am 08.10.2026 um 18:16 Uhr

 eiskimo meinte dazu am 08.10.26 um 19:24:
Was Du anmerkst, lässt sich nicht leugnen. Mir ging es aber nicht um die Punkte und Tabellen. Ich fand die Art, wie Klopp die Spieler coacht, bemerkenswert. "Kumpel" trifft es m.E. nicht ganz. Da ist schon auch viel Autorität im Spiel. Und er hat personell einiges riskiert, was auf dem Platz durchaus präsentabel war.

 downunder meinte dazu am 09.10.26 um 07:00:
Er ist mir zu sehr Kultfigur und bleckt seine großen Hauer im Gesicht gefühlt in jeder zweiten Werbung. Er soll sich auf seinen Job konzentrieren und nicht den Frühstücksdirektor wie in Leipzig geben.Die Entscheidung, seinen Spielpartner als Trainer einzusetzen, hat sich als Flop erwiesen. Die Mitarbeiter haben zurecht moniert, dass er noch nicht einmal zur Eröffnung der neuen Geschäftsstelle erschienen ist. Und seine erste PK, in der er ankündigte, er werde gehen, wenn ihn jemand kritisiere, war ein Desaster, was er mittlerweile offensichtlich eingesehen hat. Er hat das Problem vieler erfolgreicher Menschen: Er hält sich für unantastbar.Und genau das muss sich ändern.Ansonsten wird er mit seinen durchaus anerkennenswerten Plänen scheitern.

Antwort geändert am 09.10.2026 um 07:03 Uhr

Antwort geändert am 09.10.2026 um 07:03 Uhr

Antwort geändert am 09.10.2026 um 07:04 Uhr

Antwort geändert am 09.10.2026 um 07:05 Uhr

 eiskimo meinte dazu am 09.10.26 um 08:13:
Diese ganzen Nebenschauplätze, die Du aufführst, kenne ich gar nicht. Kann alles sein. Wäre auch nicht ok.
Zu seinen "Hauern":Da bleiben wir doch lieber bei der Sache. Bringt er die Nationalmannschaft voran oder nicht. Mir schien die jedenfalls in vielen Situationen deutlich aufgeweckter.

 downunder meinte dazu am 09.10.26 um 08:51:
Das mit den Hauern hat folgende Bewandtnis: Ihm wird – aus meiner Sicht völlig zurecht – vorgeworfen, in Leipzig gegen vermutlich sehr guten Dotierung nur ein Frühstücksdirektor gewesen zu sein, der neben dem  Ach so anstrengenden Job Zeit hatte, gefühlte 100 Werbeverträge zu erfüllen und bei jeder öffentlichen Sportveranstaltungen aufzutreten nur nicht in Leipzig. Dadurch haben sich die Leute düpiert gefühlt und sich gefragt, was  er für den Verein überhaupt macht. Er war wirklich  medial omnipräsent, nun nicht in Leipzig. Und dann hat er einen soliden Trainer, der die Champions League-Qualifikation mit der höchsten bisher erreichten Punktzahl geschafft hat und einen sehr soliden  Fußball spielen ließ einfach zugunsten eines Bro abgesägt. Das Ergebnis ist jetzt, dass Leipzig Hurra-Fußball spielt, aber regelmäßig – vor allem international – verliert, wobei natürlich nicht zu verkennen ist, dass sie ein Weltklassespieler abgeben mussten. Er ist mittlerweile so von sich überzeugt, dass er keine Götter neben sich duldet. Und das ist gefährlich, was man anhand des bedauerlichen Absturzes von Beckenbauer gesehen hat. Und das genau ist sein Problem: Er hat ein zu großes Ego. Wenn er das nicht in den Griff bekommt, wird er  trotz aller guten Ansätze scheitern. Und er ist das 1. Mal in einer Situation, wo er von Anfang an liefern muss und sich nicht auf seinem Heldenstatus ausruhen kann. Wenn er das hingekriegt, ist ein ganz Großer. Wenn nicht ist er nur einer, der sich maßlos überschätzt. ich bin nicht gegen ihn, stehe aber diesem medialen Hype, der sich nach der mehr als mäßigen Leistung Gott sei Dank  wieder legt. Und eine 0 zu 0 gegen den 43. der Weltrangliste als Erfolg zu verkaufen, ist – mit Verlaub gesagt – ein wenig gewagt.

Antwort geändert am 09.10.2026 um 08:52 Uhr

 eiskimo meinte dazu am 09.10.26 um 09:43:
Ich lerne viel über die geldgesegnte Welt des Fußballs. Danke. Aber:Um den Franz zu zitieren: Schaun ´mer ma ....
Zur Zeit online: