Ich kannte dich lange. Ich kannte deine Müdigkeit und deine Angst, allein zu sein.
Wir haben gelacht, geredet und geschwiegen. Wir waren uns nah und manchmal fremd.
Manches blieb offen.
Dann endete dein Leben.
Du warst nicht mehr da.
Geblieben sind deine Stimme, deine Gesten und unsere Freundschaft.
Wenn ich heute an dich denke, denke ich nicht zuerst an deinen Tod.
Ich denke daran, wie du gesprochen hast, an das, was du mir anvertraut hast, an unsere Gespräche und an unser Schweigen.
Du gehörtest zu meinem Leben.
Und manches von dir gehört noch immer dazu.
©Sigrun Al-Badri/ 2026
In Gedenken an Steyk