Mit Fanfare bis nach Grottammare

Tagebuch zum Thema Reisen

von  S4SCH4

Der 43. Breitengrad durchquert diesen Ort und mit meinen 43 Lebensjahren bin ich nun auch einmal hier. Wo?

 

In Grottammare!

 

Grottammare liegt in der Region Marken, an der Adria und hat etwa 15 tsd. Einwohner. Das historische Dorf, mitsamt der alten Burg, von der nicht mehr viel übrig scheint, ist auf einem Hügel gelegen, etwa 120 Meter über dem Meeresspielgel, eine Höhe, die auch ersteinmal erklommen werden will. Die nächste Pizzeria ist von dort gut einen Kilometer entfernt, steil den Hügel hinab, auf Straßen, Wegen und auf Treppen im „neuen“ Grottammare.

 

Mein Zimmer liegt eben in jenem alten historischen Dorfzentrum, es ist schön eingerichtet und wird mich die Nacht über gut beherbergen. Die besagte Pizzeria suchte ich heute Abend bereits auf, aß eine Pizza Salami e Salsiccia, wobei letztere Zutat mir bisher unbekannt war, bis gerade, es handelt sich dabei um frische Rohwurst aus gewürztem Schweinehackfleisch. Zusammen mit der Salami ein schmackhaftes Duo.

 

Meine größte Sorge für den morgigen Tag gilt dem steilen Abstieg aus dem Altdorf, mit einem Bike plus Zuladung, das gut und gerne auf über 50 Kilogramm kommt, ist der Abhang – erst recht bei feuchtem Untergrund – keine Freude. Ganz im Gegenteil.

 

Ohnehin, von Abstiegen mit dem Rad habe ich fürs Erste genug, der Bahnhof in Rimini, von dem ich heute Morgen abfuhr, in 2025 noch umfassend modernisiert und umgebaut, bot keinen adäquaten Lift für meinen Fahrradtransport, ließ zudem auch Rolltreppen missen, so dass ich gezwungen war, das Rad auf den konventionellen Treppenstufen hoch und runter zu schleppen, um an das Gleis für meine Abfahrt Richtung Ancona zu kommen.

 

Von Ancona aus, fuhr ich gleich weiter Richtung Pescara und befinde mich nun im erwähnten Ort Grottammare.

 

Von hier ist es nicht mehr weit. Ich bin noch etwa 50 Kilometer von meinem eigentlichen Etappenziel entfernt, das nahe an der Città Sant'Angelo (Stadt des heiligen Engels) liegt, wo ich wahrscheinlich einige Zeit leben werde, um mich weiterzubilden und meinen Bildern einen neuen Rahmen zu verschaffen.

 

Müde bin ich, ferner habe ich ein Stechen in der Herzgegend, immer noch offene Wunden an den Füßen, denn sie öffnen sich in den Schuhen immer wieder, und möchte wirklich ausgiebig schlafen. Am besten so schnell wie möglich.

 

Buona notte.

 

PS. Durch meine geöffnetes Fenster höre ich einen italienischen Wirt, der sich mit deutschen Gästen unterhält und sie auf später vertröstet; soll wohl heißen, hier geht später noch was, vielleicht habe ich ja bis dahin genug geschlafen. Allora …

 

vedremo.



Anmerkung von S4SCH4:

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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (12.10.26, 19:38)
Lieber Sascha, deinen Fuß solltest du fachmännisch behandeln lassen, damit keine Keime ins Innere kommen. Wie du mit einem Verband in deine Schuke kommst, ist mir schleierhaft, aber versorgen musst du deinen Fuß! Dann mache bitte eine längere Pause.
Besorge dir eine Flöte und bespiele die Plaza vor dem Hotel. Die Gäste werden es ertragen müssenm, vielleicht wird es sogar musik?

Lieber Gruß!
Hartmut
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