Erkenntnis

Sonett zum Thema Abendstimmung

von  Isaban

Gen Westen, wo die Sonne fällt,
wogt wadenhoch ein Bett aus Raps.
Der Zeisig lockt die Damenwelt
und uns verlockt Marillenschnaps

im losen Licht der Abendstunde.
Dort, wo das Gelb jetzt Grenzland ist,
versinkt die Apfelsinenrunde
in das, was sich dem Blick verschließt.

Wie himmlisch klang das Zeisigsingen,
als meine Hand die deine fand,
an abendkalter Häuserwand,

nichts konnte damals schöner klingen.
Es war ein Drängen, Treiben, Dringen;
wir haben uns darin erkannt.

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Kommentare zu diesem Text

Beaver (41)
(01.06.10)
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 Isaban meinte dazu am 01.06.10:
Freut mich, dass dir die Bilder gefallen, Manu.
Danke für deine Rückmeldung.

Liebe Grüße,

Sabine

 Jorge (01.06.10)
Die Erinnerungen an die abendkalten Häuserwände sind manchmal romantischer als spätere Erfahrungen auf 5SterneLinnen.

 Isaban antwortete darauf am 01.06.10:
Tja, ich muss gestehen, auch der Gedanke an 5*Linnen hat was, lieber Jorge. ;)

 Bergmann (01.06.10)
Ein schöne Juniversum!
LG, Uli

 Isaban schrieb daraufhin am 01.06.10:
Ein schönes Wortspiel, lieber Uli.
Vielen Dank!
LG, Sabine

 Bergmann äußerte darauf am 01.06.10:
Das Wortspiel wird im nächsten Monat noch viel besser... ; - )
fdöobsah (54)
(01.06.10)
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 Isaban ergänzte dazu am 01.06.10:
Es wird wohl ein ewiger Streitpunkt bleiben, lieber fdöobsah, ob man nur die Sonette nach Schlegel als "Sonett" bezeichnen darf oder ob etwas weniger fromgetreue Klanggedichte wie z.B. das meine auch unter dieser Bezeichnung geführt werden dürfen. Fakt ist, dass hier bei der Genreauswahl diesbezüglich nicht viel Auswahl gegeben wird.
Würde mich allerdings interessieren, warum es meinen Versen geschadet haben soll, dass sie als Sonett eingestellt wurden?

Liebe Grüße,

Isaban
fdöobsah (54) meinte dazu am 01.06.10:
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 Isaban meinte dazu am 01.06.10:
Weil es meiner Meinung nach die einzig mögliche Form für dieses Gedicht ist, auch wenn ich den englisch gekreuzten Quartetten sichtbare Terzette mit wechselnden Kadenzen angedeihen ließ. Natürlich hatte ich gehofft, dass sich die Begründungen für die Anwendungen der stilistischen Mittel aus dem Inhalt erschließen - scheint nicht so zu sein. Mist aber auch. Wenn du allerdings These und Antithese nicht erkennst, könnte das unter Umständen auch an der Betrachtungsweise liegen. Sei's drum, meine Intentionen scheinen nicht durchzukommen und dass wird dann wohl an meinem mangelnden Vermögen liegen, sie dem Leserauge darzulegen. Legen wir den Text ad acta.

Beste Grüße,

Isaban

 AZU20 (01.06.10)
Diese Stimmung ging ja weit über den Abend hinaus. LG

 Isaban meinte dazu am 01.06.10:
Über beide, lieber Armin.
LG, Sabine
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