Auf den Spuren der Hexen - Teil 2

Beschreibung zum Thema Sein

von  LotharAtzert

4.
Hexen - man rottete sie im Westen konsequent aus. Nicht weil sie spinnert waren, oder mit dem Teufel im Bunde standen, sondern gefährliche Widersacher den Emporkömmlingen, da sie ohne Brimborium und noch dazu kostenlos zu heilen verstanden. Dafür wurden sie denunziert, verhöhnt, gequält, gefoltert, um zuletzt auf dem sogenannten "Scheiterhaufen" verbrannt zu werden.
Heute, wo es "real" keine Hexen mehr gibt, fühlen die Nachfolger der Folterknechte sich als Herren der Welt. (- der Erde ist hier gemeint, denn auf anderen Körpern wie dem Mond zB. sehen sie doch recht unbeholfen aus, in ihren komischen Raumanzügen, wie sie in der Schwerelosigkeit wie im Mutterschoß herumpatschen und Witze machen für den Zuschauer "daheim" an den Fernsehgeräten).

Ja was reg ich mich auf. Nichts spricht gegen das Teilen - ich möchte die folgenden Gedanken mit dem Leser teilen, mit-teilen, ... aber nicht Teile auseinander sprengen, klassifizieren, wieder zusammenjagen und von Wissen faseln, wie es die sogenannte  Wissenschaft macht.
Steckt nicht in dem zuletzt Geäußerten das Wuchernde eines Krebses? Das Zerreißen von Gefügen, die Unwissenheit über deren unteilbaren Sinn, kann nicht gesund sein. Das Gewähren ist es eher, das vom Begriff her auf zeitlos Währendes weist.  Das Gewährenlassen von Seiendem ... Gehirnkrebsleidende zeigen mir einen Vogel ...
Kein Phönix, davon mal abgesehen.

Wenn Pflanzen angegriffen werden, mobilisieren sie Abwehrkräfte, um gegen Angriffe gewappnet zu sein. Und die Nachbarpflanzen, artübergreifend, bereiten sich ihrerseits vor, oder senden Rettendes aus, je was sie an Möglichkeiten haben. Im Gefüge stehen alle bei Gefahr instinktiv zusammen: Man ruft nach Rettendem und bedient sich dem Verfügbaren, helfender Insekten, der Vögel und was auch immer ... Das geheime Leben der Pflanzen ist nicht geheim, die Gehirnkrebsler haben das Verständnis nur mit ihrer Haarspalterei von der Regelung der Nutzung von Teilen und Stoffen verdorben. Pflanzen sind, wie alle übrigen Erdenwesen: sie wollen irgendwie überleben. Aber auf die Wissenschaft war kein Kraut vorbereitet. Das ewige Spalten zum Nutzen eines Stoffes gegen ein Symptom, eine nichtverstandene Krankheit - das ist einfach zu blöd, um sich darauf je vorzubereiten. Die eigene Art existiert immer nur so lange, wie sich die Einzelnen in die Gestalt und zueinander fügen - geeint im Archetyp, der zum Währenden des Himmels gehört. Gefügtes in Teilen auseinander zu reißen ist immer zerstörerisch.
5.
Ein aktuelles Beispiel: Nun haben die Offiziellen von der positiven Wirkung des von Staatsseite verbotenen Cannabis auf verschiedene Krebsarten gehört, beginnen jetzt - als Letzte in Europa - zu forschen und stellen dabei fest, daß die verteufelte Pflanze hauptsächlich aus zwei Wirkstoffen besteht: dem sogen. THC und dem CBD (Cannabidiol). THC sorgt, wie man weiß, beim Inhalieren für das High - und CBD, was erst wenige wissen, für Tiefentspannung. Nur letzteres und auch nur die weiblichen Pflanzen, so heißt es dann weiter, seien für Forschung und Pharmaindustrie von Interesse. Das ist die typischste aller wissenschaftlichen "Feststellungen": wir müssen das TBC heraus extrahieren und auf Krebszellen übertragen (- was diese wieder anfällig für körpereigene Abwehrzellen machen soll) - das THC wird als störend entfernt (dh. in der Folge aus den Pflanzen rausgezüchtet ...) und der Rest in aufwendigen Verfahren erst mal an krebszelleninfizierten Mäusen getestet.
Das Weitere erspare ich meinem Leser. Es ist jedenfalls sehr unappetittlich,  das abendländisch-wissenschaftliche Selektieren, respektive das damit einhergehende Kriminalisieren der Zuwiderhandelnden - das fertige Produkt kostet am Ende den Steuerzahler ein Vermögen, die Krankenkassen erhöhen die Beiträge, Pharmabosse werden reicher, den Kranken hilft es nur partiell usw. usf.
6.
Nur das gewachsene Leben mit all den gemachten und an die Datenbank weitergereichten Erfahrungen hilft wirklich. TBC ohne THC ist wie Logos ohne Mythos: kraftlos, seines Ursprungs beraubt, weil das einende Bewußtsein eben nicht teilbar ist. Ein Yin ohne Yang - egal wie wir es nennen - man muß es doch irgendwann einmal begreifen. Eine Gäa ohne Uranos, ein Kreis ohne Fluß ... ach, ich fürchte, man versteht es noch nicht ...

Mein erstes Mädchen hieß Maria. Als sie am sechsten Tag ihre Samenkapsel sprengte und keimte, war ich ganz aufgeregt. Von da ab sprach ich täglich mit ihr und sie wuchs und gedieh prächtig. Schon während des Einpflanzens im Wald kam die erste neugierige Fliege, nahm Platz auf einem gezackten Blatt. Nach etwa fünf Minuten krabbelte eine kleine weisse Spinne hurtig an ihr hoch und spann Fäden, während ein leichter Wind mit ihr spielte. Das ist es, was Pflanzen brauchen, dachte ich auf dem Heimweg: Sonne, Wind, gute Erde, Wasser und Freunde - nicht in einer geheimen sterilen Growbox unter Lampen mit hohem Stromverbrauch wachsen - eine Unart, die natürlich auch auf das Verbot der Haltung zurückzuführen ist. ...
Was für Pflanzen und Tiere taugt, das taugt auch für Menschen. Maria - von mare, dem Meer - o Märchen, mein Märchen ... noch heute denke ich oft an sie. Ein Dummkopf
 nie mehr.



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Kommentare zu diesem Text

Bette (70)
(18.05.16)
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 LotharAtzert meinte dazu am 18.05.16:
Diese Schrift macht gesund - halt leider nur wieder die, die sowieso schon auf dem Weg sind. Die Zerstörung der Gefüge indessen wird weitergehen.
Hast Du auch Peter Green gehört? - ein Dharmabruder, spielte einst bei Fleetwood Mac.
Danke
Gruß
Lothar
Absinth (62)
(18.05.16)
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 LotharAtzert antwortete darauf am 18.05.16:
Boah - zehn Teile?
Ich weiß nicht, ob Du die Einteilung des Mahayanabuddhismus kennst. Nach ihr gibt es sechs Arten von Wesen, von unten beginnend: Höllenbewohner, Hungergeister, Tiere, Menschen, Halbgötter und Götter. Alle sind im Lebensrad gefangen, steigen, nach ihren Taten auf oder ab und immer wieder. Und der Hauptgrund ist Unwissenheit, aus dem Gier und Haß entstehen.
Ziel des Dharmas ist es, frei vom Lebensrad zu werden.
Ein langer Weg ...
God bless the blues, yeah.
Danke
(Keiner weist mich auf Fehler hin: es heißt nicht TBC, sondern CBD ;)
(Antwort korrigiert am 18.05.2016)
swetlana (51)
(20.05.16)
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 LotharAtzert schrieb daraufhin am 20.05.16:
Gerade kam das Urteil: männliche Küken, für die es keine Verwendung gibt, dürfen weiterhin zu Millionen "geschreddert" werden. Damit wir unser Frühstücksei genießen können.
Eine verrohte Welt ist das ...
Danke und Gruß
Lothar
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