Aufstand der Hoffnungslosen

Erlebnisgedicht zum Thema Erkenntnis

von  AlmaMarieSchneider


Gitarrenklänge, wie dürstende Lippen,

erhellten die Nacht.

Chaotische Gedanken trug der Wind.

Bis zu den Sternen haben wir gesungen.

Auf Pflastersteinen gesessen,

schrien wir das Trommelfell wund.

Unter dunkler Bläue warteten wir,

warteten darauf, dass Mauern bärsten




Kommentare zu diesem Text


 Ralf_Renkking (21.11.21, 06:41)
Hallo Alma Marie,

der Grundgedanke ist bemerkenswert, an der Umsetzung allerdings würde ich noch ein wenig arbeiten.

Ciao, Frank

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 21.11.21 um 07:21:
Danke für Deine Empfehlung  Ralf_Renkking. Habe da ein offenes Ohr. Es geht um Demos, Protest und auch um die Wut meiner Jugend. Die Heutige ist ja gottlob nicht Anders.
LG
Alma Marie

 niemand antwortete darauf am 21.11.21 um 10:34:
@ Alma Marie
Ich habe da wie Ralf gedacht. Vielleicht könnte man es  weniger kompakt
machen. Hier wäre so meine vorsichtige Verschlimmbesserung.
Muss ja nicht gefallen und verpflichtet zu nichts

Gitarrenklänge
wie dürstende Lippen
Gesänge
bis zu den Sternen
trug der Wind
unsere chaotischen Gedanken


auf Pflastersteinen
schrien wir uns
das Trommelfell  wund
wartend
unter dunkler Bläue
dass alle Mauern bersten


Am Inhalt habe ich gar nichts zu meckern im Gegenteil.
Mit lieben Grüßen, Irene

Antwort geändert am 21.11.2021 um 11:38 Uhr

 AlmaMarieSchneider schrieb daraufhin am 21.11.21 um 14:10:
Liebe niemand,

das ist so gut geworden. Wir stellen das als eigenes Gedicht unter unser beider Namen ein, Es gibt ja die Hinweis-Spalte. Bist Du damit einverstanden?
Sag JA. und herzliche Dank auch für die Empfehlung.
Liebe Grüße
Alma Marie

 niemand äußerte darauf am 21.11.21 um 14:49:
Liebe Alma Marie, ich bin mit allem einverstanden, allerdings habe ich nicht viel
geleistet, nur ein wenig am guten Text herum gebastelt. So mancher
hätte mich dabei zusammen gefaltet wie man es humorvoll sagt. Dass Du es annimmt, zeugt von Großzügigkeit und von Lust an Textarbeit. Das können die wenigsten. Ich bin noch von der Leselupe und der dortigen Textarbeit infiziert
Mit lieben Grüßen zurück, Irene

 AlmaMarieSchneider ergänzte dazu am 21.11.21 um 16:10:
Liebe niemand,
dann stelle ich unseren Text morgen ein. Ich darf nur einen Text oder will auch nur einen Text am Tag einstellen,
Danke auch nochmal für Deine Ausführung. Sie gefällt mir ausnehmend gut.

Sei herzlich gegrüßt
Alma Marie

 AchterZwerg meinte dazu am 21.11.21 um 16:39:
Liebe Alma,

ich plädiere auch für die niemandsche Version, weil ich "die dürstenden Lippen, die die Nacht erhellen" als sprachlich ungenau und eher schwach empfinde. 
Indes gefällt mir der Inhalt sehr.

Liebe Grüße
der8.


 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 21.11.21 um 16:47:
Danke AchterZwerg. Ich stelle morgen mit dem OK von niemand die geänderte Version zusätzlich ein.
LG
Alma Marie

 Ralf_Renkking meinte dazu am 21.11.21 um 21:23:
Das ist total interessant, wie unterschiedlich das Form- und Stilmittelverständnis ist. Folgende Version würde zwar auch nichts am Inhalt ändern, aber den Spruch "Du hast keine Chance, also nutze sie" untermauern:

Gitarrenlaute
zerschnitten die Nacht,
chaotische Gedanken
trug der Wind
von unseren dürstenden Lippen.

Auf Pflastersteinen
schrien wir uns 
das Trommelfell wund,
um unter dunkler Bläue
alle Mauern
zum Bersten
bringen zu lassen.

Bis zu den Sternen
klang unser Chor.

Ein wenig erinnert mich das an die Stilübungen von Queneau und das Wortvorgabeprojekt hier auf kV.  

Ciao, Frank

 Jo-W. (21.11.21, 09:04)
Ja, sie waren voller Mauern ,viele der jugendlichen Jahre ,doch unsere Lieder  haben auch die Risse bemerkt,die diese Lieder erreicht haben und die uns freier atmen ließen-einen Morgengruß-Jo

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 21.11.21 um 13:48:
Lieber Jo-W,
ich glaube es muss die Jugend sein, die auf die Straße geht. Ohne die Freitage wäre doch Umweltschutz wieder nur ein Nebenziel im Wahlprogramm gewesen. So haben auch wir zumindest etwas erreicht. Ein wenig oder?
Ich danke für Deine Empfehlung und Deinen Kommentar.
Liebe Grüße
Alma Marie

 TassoTuwas (21.11.21, 10:30)
Hallo Alma Marie,
so banal wie es klingt, aber es stimmt: Alles im Leben hat seine Zeit!
Auch die Revolution geht vorüber und die damit verbundene Enttäuschung und es kommt die Erkenntnis.
Man nennt es wohl "Weiterentwicklung".
Einen schönen Tag wünscht dir
TT

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 21.11.21 um 13:55:
Lieber TassoTuwas,
es hat sich ja  einiges weiter entwickelt, nach viel Kampf und Krawall. Es gibt halt immer wieder Neues zu verbessern und das geht immer gegen die Interessen des Kapitals. 
Danke für Deinen Kommentar und Deine Empfehlung
LG
Alma Marie

 EkkehartMittelberg (21.11.21, 12:15)
Hallo Alma Marie,
in dem Gedicht steckt die Kraft der Revolution. Wohl dem, der ein bisschen davon in sein Alter retten konnte.
LG
Ekki

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 21.11.21 um 14:00:
:) Bei mir ist schon noch etlicher Widerstandsgeist übrig.
Aber Du hast schon recht. Man wird langsam müde und mürbe.
Danke für Deine Empfehlung und Deinen Kommentar.
LG
Alma Marie

 GastIltis (21.11.21, 19:30)
Liebe AlmaMarie, die Hoffnung stirbt natürlich zuletzt. Die Hoffnung worauf. Auf den Rest Freiheit? Wenn ich allein das Wort höre, dann sträuben sich meine Nackenhaare. Liberty! Wir Liberalen! Freie Demokraten! Alles nur Handlanger des Kapitals. BlackRock, der ehemalige Arbeitgeber von einem gewissen Herrn Merz, verwaltet inzwischen Vermögenswerte von 9,5 Billionen Dollar. Und dem steht entgegen, dass Reichtum nicht höher zu besteuerh ist (FDP). Das haben diese Raffkes durchgesetzt. Ob ich neidisch bin? Jammere? Mitnichten. Ich weiß doch, dass Mauern vom Gesang nicht bersten. Und Gitarrenklänge werden nicht mal die Stratosphäre erreichen. So schade wie es ist.
Dennoch: Zeilen wie von dir sind es wert, geschrieben zu werden. Für den Rest der Welt.
Liebe Grüße von Gil.

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 21.11.21 um 20:02:
Mit irgendetwas muss man anfangen Lieder, Musik, Texte, Demos usw. Es macht zumindest aufmerksam . Politiker wollen wieder gewählt werden. Leider ist nach einer Wahl nicht vor der Wahl. Da wissen viele von ihren Versprechungen nichts mehr. Was bei manchen Demos abläuft ist teilweise eine Schande. Da geht es nur um Radau und Frustabbau. Ziele? Welche Ziele?
Die Freitagsdemos der Jugend sind für mich ausgenommen. 
Danke für Deine Empfehlung und Deinen Kommentar.
LG
Alma Marie

 Agnete (12.12.21, 19:02)
das ist ein Aufschrei, rebellion und gut umgesetzt, liebe Alma. Die Hoffnujngslosen. Ich kann das persönöloich nicht nachvollziehen, ich war nie hoffnungslos... LG von Agnete

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 12.12.21 um 19:28:
Liebe Agnete, das kommt darauf an für was man sich engagiert. 
Danke auch für Deine Empfehlung und liebe Grüße

Alma Marie
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