Schmusekätzchen

Gedicht zum Thema Mensch und Tier

von  plotzn

Zoologe Siegmar Sitten,

im Kollegenkreis umstritten

wegen seines Fachartikels

›Eiablage des Karnickels‹

 

war beleidigt, dann verstieg er

sich zur These, alle Tiger,

ob sibirisch, ob bengalisch,

wären äußerst musikalisch.

 

»Setzt das Raubtier an zu springen,

muss man nur ein Schlaflied singen –

schon beim ersten La Le Lu

schnurrt's und macht die Äuglein zu.«

 

Bei dem Volk der Bengalesen

unterzieht er seine Thesen

ersten Qualitätskontrollen.

Seither gilt er als verschollen.



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Kommentare zu diesem Text


 Didi.Costaire (11.01.26, 10:45)
Moin Stefan, 

da sieht man mal, wozu es führen kann, wenn man sich mit falschen Federn schmückt. Ich glaube jedenfalls, dass der angebliche Zoologe Siegmar Sitten in Wahrheit der Oologe Siegmar Sittich war.

Liebe Grüße, 
Dirk

 GastIltis (11.01.26, 11:06)
Hallo Tier- und Menschenfreund Stefan!

Manchmal greift der Mensch daneben.
Dein Freund Siegmar würde leben.
Nach dem Test bei'n Sibirjaken
könnt er heut noch mit dir schnacken
übern Sinn von solch Gedichten.
Davon wirst du noch berichten!

Erwartungsvolle Grüße übermittelt Gil.

 Saira (11.01.26, 13:03)
Moin Stefan,

jetzt schnurrt der Tiger – Siegmar nicht,
nun steht er selbst im Fressbericht.
So endet oft, was kühn begann:
Ein Mensch, der Katz nicht deuten kann.

 
Liebe Grüße
Sigi

 Möllerkies (11.01.26, 14:56)
Gelungen, Stefan!

Trauerflaggen weh’n in Kiedrich:
Dieses Tier war sittenwidrig.

:) Martin
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