Sein und Währen - Gedanken zum Glaube

Essay zum Thema Wahrhaftigkeit

von  LotharAtzert

Ist der Lehrer wahrhaftig in seinem Handeln, so wäre es dumm, ihm etwas, was nicht gleich verstanden wird, nicht zu glauben. Es ist das immer eine Sache des Empfindens, denn die Wahrhaftigkeit eines andern empfinde ich eben als solche und denke sie mir nicht zurecht. Was Skeptiker dagegen immer einwenden, daß viele so tun, als seien sie wahrhaftig, sind aber in Wahrheit Betrüger, da sie sich beim manipulierenden Schauspielern unrechtmäßig Vorteile verschaffen wollen.

 

Wenn ich also einerseits skeptisch bin, weil ich da etwas empfinde, was nicht stimmt, so muß ich der Sache nachgehen. Nun gibt es aber welche, die sind generell mißtrauisch, kollektiv, „wissenschaftlich“, und das sind in Wahrheit die Gefährlichen, weil ihr Empfinden vom Gegenüber vom Kopf her ausgeschlossen wird, oder eingeschlossen wird in der Ideologie. Das Empfinden ist nahe des Herzens, dies nur nebenbey.

 

Die Christen glauben an Gott, der Islam an Allah, die Hindus an Brahma - und im Buddhismus, dem nondualen, ist es egal, ob du glaubst, oder nicht glaubst: es gibt für Nichtwahre den Wahrheitszustand, für Freudlose den Freudenzustand, für die Betonierten den Verwandlungszustand und zwar alles durch Körper, Rede und Geist, meine sehr verehrten Versehrer.

Das glaub ich meinem Lehrer: wenn du dem Wahrheitszustandsbuddha glauben kannst, ist das von Vorteil, denn der lehrt dich schneller, direkter, als den sich der Logik verschriebenhabenden Zweifler, und führt dich über gefährliche Klippen den kurzen Pfad zur Befreiung aus aller Abhängigkeit. Natürlich, je erfahrener die Irrfahrt macht, umso mehr löst sich das Glauben ans Wahre wieder ins Währen zurück.



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Kommentare zu diesem Text


 Schtzngrrrrm (29.05.26, 15:28)
Was Skeptiker dagegen immer einwenden, daß viele so tun, als seien sie wahrhaftig, sind aber in Wahrheit Betrüger, da sie sich beim manipulierenden Schauspielern unrechtmäßig Vorteile verschaffen wollen. (...)


Nun gibt es aber welche, die sind generell mißtrauisch, kollektiv, „wissenschaftlich“ (...)
LOTHAR, DIE GIBT ES AUCH IN UNWISSENSCHAFTLICH! ZUM BEISPIEL SOLCHE, DIE MEINEN, DAS MITGEFÜHL EINES ANDEREN SEI GEHEUCHELT UND ER GEHÖRE ZUR KATEGORIE DER MITGEFÜHLHEUCHLER. 

 LotharAtzert meinte dazu am 29.05.26 um 15:49:
Na klar, Sch, die schwarzen Schafe, wie man so sagt, gibt es überall, sogar unter den Rimpoches. Doch wer von euch (Westlern) begegnet schon mal einem von ihnen. 
Die Wenigsten.

Danke

 Schtzngrrrrm antwortete darauf am 29.05.26 um 16:02:
NEIN, ES IST NICHT BEI DEN EINEN AN DER TAGESORDNUNG UND BEI DEN ANDEREN SIND ES DIE SCHWARZEN SCHAFE. 

KÖNNEN WIR UNS DARAUF EINIGEN, DASS ES EINE FRAGE DES CHARAKTERS IST?

WAS SOLL DAS ÜBERHAUPT, MICH ALS WESTLER ZU BEZEICHNEN. ICH HABE MIT HIMMELSRICHTUNGEN NICHTS AM HUT. 

 LotharAtzert schrieb daraufhin am 29.05.26 um 16:10:
Von Tagesordnung sprach ich nirgends. Komm laß gut sein, Du hast Recht.

 Schtzngrrrrm äußerte darauf am 29.05.26 um 16:22:
MENSCH ÄRGERE DICH NICHT. LASS UNS EINE RUNDE METTA MACHEN.
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