Wie der Plan B dann am Ende - bedauerlicherweise - aufging

Betrachtung zum Thema Wirklichkeit

von  Bluebird


Nach jener schicksalhaften Begegnung mit der Göttin Diana begann Andre sich intensiv mit magisch-okkulten Dingen zu beschäftigen, besonders dem Spiritismus. Denn dazu fühlte er sich durch das „Prüfe alle Wege“ von der Göttin aufgerufen.

    Ich selber bin ja seinerzeit in diese Welt okkulter Magie und des Spiritismus eingetaucht und weiß, wie faszinierend das sein kann. Aber es schwingt gleichzeitig immer etwas Unheimliches mit. Tief innen drin spürt man, dass das eigentlich nicht in Ordnung ist.


Mittlerweile war Andre von Leipzig nach Berlin umgezogen, als ihm eines Tages in der Straßenbahn eine grell geschminkte Dame gegenüber saß und ihn fixierte. Plötzlich sagte sie: „Ich habe dich in meiner Kristallkugel gesehen. Ich habe den Befehl erhalten dich auszubilden! Bei Interesse melde dich bei mir!“ Sie drückte ihm eine Visitenkarte in die Hand, stand auf und verließ die Straßenbahn.

   Wer war diese Frau? Es war Madame Z., eine geweihte Dienerin der Göttin Diana und Vorsteherin eines Berliner Hexenkonvents. Bei ihr ging Andre dann tatsächlich in die Lehre und lernte hier alles, was das magisch-okkulte Herz begehrt. Die Details schenke ich mir, aber es wurde wirklich nichts ausgelassen.

   Den Schlusspunkt dieser Ausbildung war, dass er in einer Zeremonie – im Beisein des Hexenkonvents – sich ganz und gar der Göttin Diana weihte. Er gelobte fortan in ihrer Kraft ihren Willen ausführen, ihr nachfolgen zu wollen.

Wie hatte der Satan gesagt: „Dann nicht so, sondern anders!“ Und er hatte – so jedenfalls sehe ich das – Recht behalten.

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