Wenn das Schicksal zuschlägt, sieht man mitunter klarer!

Anekdote zum Thema Lebensweg

von  Bluebird

Meine kleine, heile Welt hatte schon deutlich erkennbare Risse, als sich in den Winterferien 1970/71 bei einem Sturz auf Skiern sich bei einem Ski die Bindung nicht öffnete und ich mir den rechten Knöchel brach.

Zur damaligen Zeit bedeutete dies einen Gipsverband fast bis zum Knie und sechswöchiges Liegen.

    Dies war für mich wirklich eine schwere Zeit, die einzig und alleine durch das Lesen zahlreicher Karl-Maybände etwas erträglicher wurde.

    Aber auch nach Abnahme des Gipses war an sportliche Aktivitäten nicht zu denken. Es dauerte eine ganze Weile bis ich wirklich wieder normal und schmerzfrei gehen konnte.


Haderte ich deswegen mit dem Schicksal? Keineswegs! Es war halt geschehen und würde schon irgendeinen Sinn haben. Zum Beispiel mir die Augen zu öffnen bezüglich meiner Schulfreunde.

   Tatsächlich gab es nur zwei Kurzbesuche – nach entsprechenden Anrufen meiner Mutter – wo ich über den verpassten Lernstoff informiert wurde. Ehrlich gesagt war ich schon etwas geschockt über so viel Desinteresse an meinem Leiden. Umgekehrt hätte ich mit Sicherheit f r e i w i l l i g vorbeigeschaut und den ein oder anderen Nachmittag dort zugebracht.
   Ich habe dies nie jemandem später zum Vorwurf gemacht, aber ich war enttäuscht. Für mich war nun klar: Wirkliche Freunde hatte ich in meiner Klasse nicht!



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