Bullen töten
Text
von Isensee
Kommentare zu diesem Text
Antagonist (56)
(18.11.25, 15:25)
(18.11.25, 15:25)
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Hab bei Gutmenschkonstrukt aufgehört zu lesen.
Antagonist (56) antwortete darauf am 18.11.25 um 15:46:
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Das ist doch Käsepimmlige Nostalgie.
Hier für dich mein Lieber.
REM auf Dosenbier
Hier für dich mein Lieber.
REM auf Dosenbier
Antagonist (56) äußerte darauf am 18.11.25 um 15:59:
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Hallo Isensee,
dein Text hat mich beim Lesen kurz angehalten. Nicht wegen der Wut – die ist verständlich – sondern wegen der Klarheit, mit der du beschreibst, was eigentlich im Hintergrund brennt: ein System, das längst erschöpft ist, aber weiter funktioniert, als wäre nichts.
Was mich besonders getroffen hat: Du zielst nicht billig auf „die Bullen“, sondern auf das, was sie hervorgebracht hat. Diese Maschinenhaftigkeit, die entsteht, wenn man jungen Menschen Angst, Anweisungen und ein bisschen Ethiklight einimpft und sie dann in Situationen schickt, die eigentlich Zuwendung bräuchten. Da ist nichts mehr von „Ordnungshüter“, nur ein überfordertes Nervensystem mit Befugnissen.
Natürlich liest man deine Zeilen und denkt sofort an gestern. An das Mädchen. Zwölf. Taub. Ein Kind, das nicht einmal die Sprache der Warnrufe hören konnte. Und danach wieder der gleiche Refrain: „Die Lage war unübersichtlich.“
Ja, klar. Menschen sind unübersichtlich. Leben ist unübersichtlich.
Nur die Berichte sind immer sauber, glatt und kalt wie polierter Stein.
Deine Zeilen über die Müdigkeit tun weh, weil sie stimmen.
Ein Staat kann müde sein. Bürger auch. Polizisten sowieso.
Aber Müdigkeit in Kombination mit Waffen – das ist die eigentliche Katastrophe.
Und sie wiederholt sich, weil wir jeden Vorfall wie ein Wetterereignis behandeln. „Tragisch, aber halt passiert.“
Was ich an deinem Text mag: Er setzt nicht auf Pathos, sondern auf diesen scharfkantigen Blick, der übrig bleibt, wenn man die Ausreden abzieht. Du sagst im Grunde: Das Problem ist nicht die Gewalt. Das Problem ist, wie normal sie geworden ist. Und die Gleichgültigkeit, die sie einrahmt.
Unbequem. Hart. Aber sehr treffend.
LG
Saira
dein Text hat mich beim Lesen kurz angehalten. Nicht wegen der Wut – die ist verständlich – sondern wegen der Klarheit, mit der du beschreibst, was eigentlich im Hintergrund brennt: ein System, das längst erschöpft ist, aber weiter funktioniert, als wäre nichts.
Was mich besonders getroffen hat: Du zielst nicht billig auf „die Bullen“, sondern auf das, was sie hervorgebracht hat. Diese Maschinenhaftigkeit, die entsteht, wenn man jungen Menschen Angst, Anweisungen und ein bisschen Ethiklight einimpft und sie dann in Situationen schickt, die eigentlich Zuwendung bräuchten. Da ist nichts mehr von „Ordnungshüter“, nur ein überfordertes Nervensystem mit Befugnissen.
Natürlich liest man deine Zeilen und denkt sofort an gestern. An das Mädchen. Zwölf. Taub. Ein Kind, das nicht einmal die Sprache der Warnrufe hören konnte. Und danach wieder der gleiche Refrain: „Die Lage war unübersichtlich.“
Ja, klar. Menschen sind unübersichtlich. Leben ist unübersichtlich.
Nur die Berichte sind immer sauber, glatt und kalt wie polierter Stein.
Deine Zeilen über die Müdigkeit tun weh, weil sie stimmen.
Ein Staat kann müde sein. Bürger auch. Polizisten sowieso.
Aber Müdigkeit in Kombination mit Waffen – das ist die eigentliche Katastrophe.
Und sie wiederholt sich, weil wir jeden Vorfall wie ein Wetterereignis behandeln. „Tragisch, aber halt passiert.“
Was ich an deinem Text mag: Er setzt nicht auf Pathos, sondern auf diesen scharfkantigen Blick, der übrig bleibt, wenn man die Ausreden abzieht. Du sagst im Grunde: Das Problem ist nicht die Gewalt. Das Problem ist, wie normal sie geworden ist. Und die Gleichgültigkeit, die sie einrahmt.
Unbequem. Hart. Aber sehr treffend.
LG
Saira
Die grammatikalische Leseschwäche der Leser hat die Leser abgeschrocken [sic!].