Ärzte ohne Grenzen

Gedanke zum Thema Krankenhaus

von  eiskimo

Ärzte ohne Grenzen  finde ich gut, richtig gut. Die gehen in die Krisen-und Kriegsgebiete und leisten dort Samariterdienste, für Gotteslohn.

Ärzte ohne Schamgrenzen finde ich nicht gut. Schamlos bei den Leistungsabrechnungen tricksen und die Not der Kranken zur Gewinnmaximierung  nutzen – nee, das fände ich nicht gut. Macht ja auch keiner, oder? Wobei es  hier ja eine interessante Grenzziehung gibt, die zwischen Kassen- und Privatpatienten. Ich finde, das ist ein grenzwertiges System, weill es manche Kranken von teuren Leistungen ausgrenzt.

Und trotzdem: Scheinbar keine Grenzen bei den Kosten des Gesundheitssystems. 2025 waren es über 500 Milliarden Euro. Viel zu viel, finde ich, für das, was dabei herauskommt.
Ärzte ohne Grenzen, Pharmaindustrie ohne Grenzen, Patientenfrust ohne Grenzen….

Z


Sinnbild. Der nichtige Kassenpatient im Wartezimmer; die vorgefertigten Krücken, Kassenmodell



Anmerkung von eiskimo:

Ich halte es mit Julius Hackethal

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Kommentare zu diesem Text


 Regina (10.04.26, 00:32)
Der Patient bekommt ja die Abrechnungen nie zu Gesicht. Also fehlt die Kontrolle.
Krankenkassen und Pharma, ein kontroverses Thema aber auch.

 eiskimo meinte dazu am 10.04.26 um 07:00:
Stimmt leider.  Bei Handwerkern kriegt man am Ende einen Tätigkeitsbericht mit Uhrzeit und Leistung. Den unterschreibt man, und so ist für beide Seiten die Lage klar.
Warum geht das nicht bei Onkel/Tante Doktor??

 Hannes antwortete darauf am 10.04.26 um 20:30:
Stimmt leider. Aber nur zum Teil.
Privatpatienten bekommen immer eine Rechnung, um sie selbst zu bezahlen , da hier der Patient direkter Vertragspartner des Arztes ist und reichen sie dann bei ihrer Kasse ein.
Kassenpatienten bekommen keine Rechnung, da der Arzt direkt mit Kasse abrechnet.

 eiskimo schrieb daraufhin am 10.04.26 um 22:18:
Danke für die Klarstellung. Wobei die Beziehung Arzt-Patient keine auf Augenhöhe ist, egal ob Kasse oder Privat.

 Jack (10.04.26, 08:47)
Lieber Ärzte ohne Grenzen als Grenzen ohne Ärzte.

 eiskimo äußerte darauf am 10.04.26 um 09:37:
Das musst Du erklären. Grenzen ohne Ärzte? Meinst Du die Länder, deren Ärzte alle bei uns in Deutschland arbeiten, weil sie da deutlich besser gestellt sind als z.B. in Bulgarien, von Syrien ganz zu schweigen...

 Jack ergänzte dazu am 11.04.26 um 22:47:
Ich meine die sprachimmanente Bedeutungskonvergenz (nur so dahingesagt scheint nicht unmittelbar plausibel, also sucht man nach einer tieferen Bedeutung).

 AchterZwerg (10.04.26, 09:13)
Jetzt wird erstmal an der Psychotherapie gespart!
Doch: Was soll nun aus KaVau werden?

Bange Grüße
der8e

 eiskimo meinte dazu am 10.04.26 um 09:35:
Keine Sorge! KaVau ist so eine Art Barfuß-Medizin. Manche braucnen zwar Stützstrümpfe, aber die sind bei 30° waschbar...
Ich bin da nicht bange.
LG
Eiskimo

 lugarex meinte dazu am 10.04.26 um 12:13:
gerade wurden mir ein paar angezogen; kostenpunkt gegen CHF 16.-, fürs anziehen, plus strümpfe CHF 99.20
Waschbar kann sie ein Waschbär, ich gehe mit den Strümpfen raus...bin ziemlich bange.

 Saira (10.04.26, 19:49)
Moin eiskimo,

dein Gedanke zeigt, wie schmal der Grat zwischen Fürsorge und Profit sein kann. „Ärzte ohne Grenzen“ stehen für das Ideal, selbstlos Hilfe zu leisten, während „Ärzte ohne Schamgrenzen“ eine bittere Realität spiegeln, in der Systeme und Geldflüsse über das Wohl der Menschen gestellt werden.

Liebe Grüße
Saira

Kommentar geändert am 10.04.2026 um 19:49 Uhr

 eiskimo meinte dazu am 10.04.26 um 22:12:
Ja, das Wohl der Menschen....
Wieviel darf es kosten, und wer soll am Ende bezahlen? 
Wie steht es mit der Eigenverantwortung und den Belastungsgrenzen?
Ich möchte nicht Gesundheitsminister sein in diesem Lande - es würde mich krank machen.
LG
Eiskimo
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