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Neu: Frisch aus der Feder von Gabyi stammt Die kleine Küche - (History) (Text zum Thema Sprache/ Sprachen). Der Text beginnt so: "Die kleine Küche in der Gudewerdtstraße befand sich im ersten Stock des Hauses und hatte ein kleines Fenster, welches einen Ausblick auf den Hof..." weiterlesen!
Kommentar: AnneSeltmann hat gerade einen Kommentar zum Text 433 Worte von Hannes geschrieben: "Als ich John Cages „4'33''“ zum ersten Mal hörte, war ich tief erschüttert. Noch nie zuvor hatte mich ein Musikstück derart konsequent ignoriert. Schon die ersten Sekunden entfalten eine radikale Stille, die nur gelegentlich durch irritierende Nebengeräusche des Publikums gestört wird: ein Husten in Reihe drei, ein nervöses Rascheln, vermutlich existenzielle Verwirrung. Man spürt sofort: Hier geschieht Kunst. Oder jemand hat vergessen anzufangen. Besonders beeindruckt hat mich die Virtuosität des Pianisten, der es schafft, viereinhalb Minuten lang keine einzige falsche Note zu spielen. Diese technische Perfektion hört man selten. Im zweiten Satz steigert Cage die Spannung ins Unerträgliche. Wird jetzt endlich etwas passieren? Ein Ton? Ein Akkord? Wenigstens eine Triangel? Nein. Und genau darin liegt die brutale Genialität des Werkes. Das Finale schließlich: absolute Stille. Ich habe geweint. Allerdings saß hinter mir jemand auf meiner Brille. „4'33''“ ist nicht einfach Musik. Es ist ein akustischer Selbsttest für Geduld, Erwartungshaltung und Sitzfleisch. Ein Meisterwerk für alle, die schon immer einmal Eintritt bezahlen wollten, um ihrem eigenen Atem zuzuhören. 5 von 5 nicht gespielten Noten
"
Aktuelle Diskussion: diestelzie hat gerade eine Antwort zu einem Kommentar zum eigenen Text Und dann ? geschrieben.
Tipp: Moppel empfiehlt zur Lektüre: Am Rande des Morgens von Saira
Kommentar: AnneSeltmann hat gerade einen Kommentar zum Text 433 Worte von Hannes geschrieben: "Als ich John Cages „4'33''“ zum ersten Mal hörte, war ich tief erschüttert. Noch nie zuvor hatte mich ein Musikstück derart konsequent ignoriert. Schon die ersten Sekunden entfalten eine radikale Stille, die nur gelegentlich durch irritierende Nebengeräusche des Publikums gestört wird: ein Husten in Reihe drei, ein nervöses Rascheln, vermutlich existenzielle Verwirrung. Man spürt sofort: Hier geschieht Kunst. Oder jemand hat vergessen anzufangen. Besonders beeindruckt hat mich die Virtuosität des Pianisten, der es schafft, viereinhalb Minuten lang keine einzige falsche Note zu spielen. Diese technische Perfektion hört man selten. Im zweiten Satz steigert Cage die Spannung ins Unerträgliche. Wird jetzt endlich etwas passieren? Ein Ton? Ein Akkord? Wenigstens eine Triangel? Nein. Und genau darin liegt die brutale Genialität des Werkes. Das Finale schließlich: absolute Stille. Ich habe geweint. Allerdings saß hinter mir jemand auf meiner Brille. „4'33''“ ist nicht einfach Musik. Es ist ein akustischer Selbsttest für Geduld, Erwartungshaltung und Sitzfleisch. Ein Meisterwerk für alle, die schon immer einmal Eintritt bezahlen wollten, um ihrem eigenen Atem zuzuhören. 5 von 5 nicht gespielten Noten
Aktuelle Diskussion: diestelzie hat gerade eine Antwort zu einem Kommentar zum eigenen Text Und dann ? geschrieben.
Tipp: Moppel empfiehlt zur Lektüre: Am Rande des Morgens von Saira
Lesenswert und doch lange nicht gelesen: Dear Torres #3 von Carrie-Ann ist vielleicht mal wieder einen Blick wert.
Neue Literaturwettbewerbe: Kurzgeschichtenwettbewerb Beethoven 2027 (Einsendeschluss: 31.05.26), erostepost Literaturpreis (Einsendeschluss: 31.05.26), Literaturwettbewerb des Autorenkreises Ruhr-Mark (Einsendeschluss: 15.06.26)... zur Übersicht aller aktuellen Wettbewerbe und Stipendien