Gottes Markenzeichen

Gedanke zum Thema Gott

von  loslosch

Was kann Gott am besten?

Sich aus allem raushalten.

Kommentare zu diesem Text


 Verlo (06.11.21)
Sprich dich mit Ihm aus. Dann ist Er wieder für dich da.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 06.11.21:
Wie göttlich ist das denn, bzw. naiv? 😇

 LotharAtzert antwortete darauf am 06.11.21:
Und wenn es auch naiv sein sollte, so hat die Aussage ihren Sinn. Ich darf das alte Hölderlin-Mantra erneut rezitieren:
"An das Göttliche glauben die allein, die es selber sind."

 Verlo schrieb daraufhin am 06.11.21:
Tatsächlich hatte ich diesen Sinn gemeint: Versöhne dich mir dir, dann ist Gott wieder auf deiner Seite.

Das Göttliche ist eben auch in uns. Falls wir uns nicht entgegenstellen, den Kontakt unterdrücken, werden wir im Dialog mit uns den Weg (zu unserem) Gott finden.

Das ist nicht nur Glaube, sondern auch Erfahrung.

 LotharAtzert äußerte darauf am 06.11.21:
Ja, uneingeschränkte Zustimmung.

Wenn loslosch sich jetzt raushält, werden einige denken ...

Antwort geändert am 06.11.2021 um 13:39 Uhr

 TrekanBelluvitsh ergänzte dazu am 06.11.21:
"An das Göttliche glauben die allein, die es selber sind."
Neudeutsch nennen sich solche Leute "Herrenmenschen".

 LotharAtzert meinte dazu am 06.11.21:
Ist das nicht zu kurz gesch(l)ossen? Ich jedenfalls folgte auch Artemis, der Göttin der Jagd, so ist das nicht. Also Damenmensch ginge auch
Was garnicht geht, ist Materialismus.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 06.11.21:
Wenn Du Dich auf die Weltanschauung beziehst, die Geist und Seele an die stofflichen Vorgänge bindet, müsstest Du schon begründen, warum die gar nicht geht.

 loslosch meinte dazu am 06.11.21:
@TB: hitler benutzte oft und gern das austriakische "vorrrrsehung", immer positiv konnotiert - quasi als verhüllwort für gott. ein wahrer herrenmensch.

 DanceWith1Life meinte dazu am 06.11.21:
das ist der gruseligste Kommentarstrang seit meiner Anmeldung,
ich erwähne nur mal nebenbei, wenn eine Energie, die für die Erschaffung, Erhaltung und Zerstörung des ganzen bekannten und unbekannten Universums und was es sonst noch alles gibt, verantwortlich ist, auf etwas reagiert, das ein Äffchen im hintersten Winkel der Milchstraße auf einer blauen Zwiebel von sich gibt, das sich nicht einmal auf eine gemeinsame Sprache einigen kann, dann hätten wir ein Megaproblem, schätze ich mal.

und sorry für die vielen Korrekturen, die Tastatur lässt Buchstaben aus und ich will das anscheinend immer noch nicht wahrhaben.

Antwort geändert am 06.11.2021 um 21:11 Uhr

 LotharAtzert meinte dazu am 06.11.21:
@ Frank
Begründet wurde das von mir immer wieder mit den vier Gründen oder Quadranten, von welchen der erste (Causa materialis) die Erscheinung des vierten (Causa finalis - das sogenannte Daseinsprinzip) ist.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 07.11.21:
Sorry, Lothar, da zäumst Du aber das Pferd von hinten auf, denn die 'Causa finalis' ist lt. Aristoteles die Zielursache der Stoffursache und wer hat denn die 'Causa finalis' als 'Daseinsprinzip' festgelegt?

 LotharAtzert meinte dazu am 07.11.21:
Können wir das auf einem meiner Werkchen vertiefen? Ich werf nicht gern im unwillkommenen Ödland mit Perlen herum.
Aristoteles hat das Skelett entdeckt, Döbereiner hats mit (1.)Fleisch, (2.)Leben,(3.)Geist und (4.)Prinzip ausgestattet und ich bin das ... Herrenmenschlein, das kalkulierendes Lächerlichmachen schein-bar naiver Ansichten nur schwer erträgt.

tashi delek

Antwort geändert am 07.11.2021 um 09:47 Uhr

 TrekanBelluvitsh (06.11.21)
Ich las neulich. "Wenn ich bete, schaut Gott mich an."
Nun...
Wenn der Schauende Gott ist, nennt man das Spiritualität...
Wenn der Schauende nicht Gott ist, nennt man das Wahnvorstellung...

Ich fände etwas mehr Stringenz passend.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 06.11.21:
Das Problem an loschis Gedanken besteht ja in der (theoretischen, 😂) Anerkennung Gottes, erkennt jemand seine Existenz in sich nicht an, bzw. kann sie nicht feststellen, dann ist es für ihn müßig, sich solche Ratschläge, wie bspw. "Sprich Dich mit ihm aus." zu Gemüte zu führen. Persönlich sehe ich hier sogar eine Diskriminierung der Glaubensfreiheit (😂), die dadurch automatisch allen negativen Definitionen des Begriffes "Gottlosigkeit" ausgesetzt ist, Toleranz funktioniert so schon einmal nicht.

Antwort geändert am 06.11.2021 um 16:30 Uhr

 loslosch meinte dazu am 06.11.21:
der begriff Gottlosigkeit impliziert den begriff Gott als etwas voraussetzungsfreies.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 06.11.21:
Asebie oder Asebeia, altgriechisch, im Deutschen definiert als Gottlosigkeit im Sinn von Frevel gegen die Götter, das ist sogar die primäre Erklärung, was ist daran voraussetzungsfrei?

 loslosch meinte dazu am 16.11.21:
habe ich "der begriff Gott impliziert den begriff Gottlosigkeit als etwas voraussetzungsfreies" geschrieben?

 Ralf_Renkking (06.11.21)
Ich halte den Gottesgedanken an sich schon für eine Sackgasse.

Ciao, Frank

 loslosch meinte dazu am 06.11.21:
hätte ich "Satire zum Thema Gott" gewählt, was mein anfänglicher plan war, hätte ich diesen kommentar wohl nicht bekommen.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 06.11.21:
Mit "Witz zum Thema Gott" hättest Du Dir vielleicht nicht einmal den Eröffnungskommentar eingefangen. 😉

 Verlo meinte dazu am 06.11.21:
Das hört sich sehr negativ an: "eingefangen".

Was habt ihr eigentlich gegen Gott? Er tut euch doch nichts, aber er hilft denen, die ihn brauchen.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 06.11.21:
Ich habe nichts gegen Gott, ich bin mir lediglich sicher, dass der Glaube an ihn ebenso viel wert ist, wie der an den Geist in der Flasche oder an den Nikolaus, oder, um das zu präzisieren: Nicht der Mensch ist eine Erfindung Gottes, sondern der die des Menschen.

Antwort geändert am 06.11.2021 um 22:42 Uhr

 loslosch meinte dazu am 06.11.21:
lassen wir Abert Einstein zu wort kommen: „Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen ..."

aus seinen nachgelassenen briefen, erst im 21. jh. veröffentlicht.

schwächen, ja schwächen! (wir menschen sind ja sooo bedeutend.)

 Verlo meinte dazu am 06.11.21:
@ Ralf_Renkking:

"Nicht der Mensch ist eine Erfindung Gottes, sondern der die des Menschen."

Diese Gott meine ich nicht.

Sondern den Gott, der Basis des von den Menschen geschaffenen Gottes ist.

 DanceWith1Life meinte dazu am 06.11.21:
das wäre schwierig, denn dann wäre dir bewusst, dass alles was wir wahrnehmen, äussern oder tun, diese "subjektive komponente" hat.
und unsere diskussion hätte keinerlei anspruch darauf, dass irgendjemand mehr weiß als der andere.
wir müssten uns dann quasi mit gott zusammen raushalten.
lach

 Ralf_Renkking meinte dazu am 07.11.21:
@Verlo

Vielleicht reden wir aneinander vorbei, aber für mich ist ein Gott, der die Basis des vom Menschen geschaffenen Gottes verkörpert, ein ebensolches Hirngespinst, wie ein Nikolaus, der das Fundament des vom Menschen erdachten Nikolaus darstellt. 🤔

 DanceWith1Life meinte dazu am 07.11.21:
im Sinne von lach, sorry ladies aber Männe bekommen nunmal keine Kinder und Clone geht nicht, also im Sinne, von Mutter des Hirngespinnst, kann nur ein Hirngespinnst sein?

 Verlo meinte dazu am 07.11.21:
Ja, dieser Gott ist ein Hirngespinst (geschaffen, um Menschen zu beherrschen). Selbstverständlich.

Aber es gibt etwas, auf das die, die dieses Hirngespinst schufen, aufbauen. Und das ist der eigentliche Gott, der auch in jedem ist.

Wenn du meditierst, Kontakt zu deinem Körper und deiner Seele aufnimmst, spürt du diesen Gott.

Hin und wieder spricht er sogar mit dir.

 DanceWith1Life meinte dazu am 07.11.21:
hm, ich persönlich gehe davon aus, dass die Meditation, die du hier erwähnst, keine Kreuzzüge gestartet hätte, keine jahrhunderte dauernde Fehde mit anderen Religionen, auch einen Großteil der hier immer wieder entstehenden Diskussionen, sind nicht aufgrund dieser Meditation passiert.
Das würde bedeuten, dass es irgendwo in dieser ganzen Geschichte einen unglaublichen Interpretationsspielraum geben muss.

 Verlo meinte dazu am 07.11.21:
Ja, so wie Tiere sich eine Wasserstelle teilen, hätten Menschen sich auch einen heiligen Ort teilen können.

Bzw. man hätte die heiligen Stätte des anderen respektiert und seine an einem anderen Ort errichtet.

Aber es ging auch damals schon um Macht. Das hat aber mit dem ursprünglichen Gott nichts zu tun, der das Göttliche an sich ist und in jedem von uns vorhanden.

Interpretationsspielraum: Ist vielleicht vergleichbar mit dem Urvertrauen und dem Grundbedürfnis nach Schutz, was jedes Kind hat, und was für Erwachsene instrumentalisiert wird durch Kirche, Staat oder Organisation.

Wenn du nichts von Gott oder Religion weißt (stell dir das mal vor), sondern einfach auf der Welt bist, wirst du trotzdem die Kraft der Sonne spüren, die jeden Tag von neuem aufgeht.

Du spürt auch, daß du Hunger oder Durst hast, wirst gerufen, beides zu stillen, und wenn du satt bist, bist du zufrieden.

Darauf (auf Sonne und Hunger/Durst) kann man Himmel und Hölle aufbauen.

Wenn man dann sagt, der dort drüben will dir deine Sonne wegnehmen, ...

Dabei ist die Sonne für alle da und auch stark genug für alle.

Aber da man an den neuen Gott glaubt, dem eigenen entfremdet wurde, erkennt man nicht, daß man manipuliert und ausgenutzt wird und jemand bekämpft, dem Gleiches widerfährt, während die Erfinder der neuen Götter durch unsere Verblendung mächtiger und reicher werden.

 DanceWith1Life meinte dazu am 07.11.21:
"Aber da man an den neuen Gott glaubt, dem eigenen entfremdet wurde, erkennt man nicht, daß man manipuliert und ausgenutzt wird und jemand bekämpft, dem Gleiches widerfährt, während die Erfinder der neuen Götter durch unsere Verblendung mächtiger und reicher werden."

dies wäre nur bei den vom Menschen erschaffenen Göttern überhaupt möglich.

 Verlo meinte dazu am 07.11.21:
Ja, dafür haben Mensch ihn geschaffen, also ein Abbild des wahren oder Ur-Gottes.

Im Grunde verwendet man einen Begriff für zwei Dinge, um sich etwas nutzbar zu machen.

 DanceWith1Life meinte dazu am 08.11.21:
Falls Du dir vorstellen kannst, dass genau dieser Punkt von verschiedenen Seiten abgefragt werden kann, mitunter auch muss, um genau diese Nutzbarkeit zu überprüfen, auf ihre Ausrichtung und ob in Bezug auf diese Ausrichtung diese Nutzbarkeit gelungen ist, oder ob der Spielraum von Leuten zu einer Nutzbarkeit ihrer eigenen Interessen umgemünzt wurde, können wir eine schätzungsweise ultrainteressante Unterhaltung beginnen, an der sogar Ralf Renkking interesse hätte, wenn ich das alles richtig verstanden habe.

 Verlo meinte dazu am 09.11.21:
Das wird mir wohl zu theoretisch, zumal ich keine Intuition bekämpfen will.

Ich empfehle nur jedem, der auf der Suche nach Gott ist, sich selbst nicht auszuklammern.

Also den Kontakt direkt aufzunehmen, nicht über einen Stellvertreter. Denn bietet seine Dienste nicht umsonst an.

Als Stellvertreter sehe ich nicht nur die Kirche oder den Staat oder andere Organisationen, sondern auch Rauschmittel, welcher Art auch immer.

Brauche ich eine "Substanz" (im weiteren Sinn), bin ich auf dem falschen Weg.

 DanceWith1Life meinte dazu am 09.11.21:
lol, da haben wir sehr unterschiedliche Auffassung des Begriffs "theoretisch", schätze ich mal, auf jeden Fall eine interessante Antwort wenn es ums denken und überprüfen geht.

 Verlo meinte dazu am 09.11.21:
--> da haben wir sehr unterschiedliche Auffassung des Begriffs "theoretisch", <--

Hab mich nicht so gut ausgedrückt. Ich denke da einfach wenige nach, sondern tue es. Kann aber nicht wirklich beschreiben, was ich tue. Ich weiß nur, daß es mit dem allgemeinen Gott-Begriff nichts zu tun hat, schon gar nicht mit der Kirche, die immer ihren Fahren in den Wind hängt. Immer. Und wenn sie merkt, daß sich der Wind drehen wird, hängt sie die Fahren bereits um.

Vielleicht ist auch die Beschreibung "in Kontakt zu Gott" nicht passend. Aber ich gehe davon aus, daß die Kirche auf etwas aufbaut, was in uns allen ist, eine Art "natürlicher Glaube", auf das bereits vor Unzeiten Heiler Zugang hatten.

Mein Motto könnte man vielleicht zusammenfassen mit: sei dein eigener Heiler, indem du Kontakt zum Ur-Gott aufnimmst.

Vielleicht wird so plastischer, was ich meine.

#

Mit "Rauschmittel" meine ich die von außen zugeführten. Körpereigene ausdrücklich nicht. (Konnte nicht mehr korrigieren.)

 DanceWith1Life (06.11.21)
Eigentlich verdient dieses Gedankenspiel einen längeren Kommentar, ich weiß allerdings nicht, ob ich mir das wirklich bis zur conclusio antun will, nun, ich werde es versuchen.
Markenzeichen wird in diesem Text als Metapher verwendet, es geht nicht um den im Alltag verwendeten Begriff, der auf den Hersteller eines Produkts hinweist, sondern um eine Begleiterscheinung die sich unter Endverbrauchern und Werbetextern erfolgreich durchgesetzt hat
Das automatische Assoziieren mit Namen.
Weißt du was, hier mach ich Pause und warte auf die Antwort des Autors, ob er diesem Gedanken soweit zustimmt.

Kommentar geändert am 06.11.2021 um 19:30 Uhr

 loslosch meinte dazu am 06.11.21:
wer auf votiftafeln "Maria und Josef hat geholfen" hinterlässt, mag sich mit der überschrift wohl nicht anfreunden.

 DanceWith1Life meinte dazu am 06.11.21:
ich nehme an, das war die unbefleckte Übersetzung aus dem Trojanischen?

 LotharAtzert meinte dazu am 07.11.21:
Dieweil kommt dem Personal auf den Intensivstationen der Draht aus der Mütze.

 DanceWith1Life meinte dazu am 07.11.21:
Lach, du testet die Anwendungsvielfalt und Belastbarkeit von Graeculus.Sprüchen?

 LotharAtzert meinte dazu am 07.11.21:
Traust du mit Testerei zu? - Wo, in welchem Kali-Zyanajahr bin ich hier bloß gestrandet.
Mich kann jeder betrügen, das ist mir egal. Ich weiß, was Karma ist, wo es herkommt, wie es sich offenbart und mit meiner Reaktion verschwindet - mit jedem aufgebundenen Bären wird der Geist leichter, mithin einsichtlicher.

Also ... ursinn-bildlich.
Jetzt geht ihm wieder der Draht aus der Mütze. Was soll ich bloß machen?

... ist doch mein Markenzeichen

Antwort geändert am 07.11.2021 um 13:05 Uhr

 DanceWith1Life meinte dazu am 08.11.21:
und nun meine sehr verkehrten Rahmen und Scheren wünschen wir Ihnen spannende Unterhaltung mit dem Krimi
Edgar Wallace "Der Drahtzieher"

 harzgebirgler (04.05.22, 13:01)
hielt' er sich nicht aus allem raus
säh' es vielleicht kaum besser aus.
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram