Haselbraun

Gedicht zum Thema Gesellschaft/ Soziales

von  RainerMScholz

Unter den Strahlen

der Sonnenfinsternisse,

die wir mit uns tragen,

verschwimmen die Konturen

der Wirklichkeit.

Schwarze Väter

und schwarze Mütter

gehen um;

Götter der Vergangenheit

predigen auf den Straßen

den zum Keulen

ergebenen Hasen,

sprechen zu den Fliegen,

beschwören

die Ungeschorenen

zu neuen

alten Kriegen.

Monstranzen

erglänzen an sakrosankten Orten,

das Fleisch ersteht aus Worten,

und wir beten

wie unsere Mütter und Väter

die schwarzen Sprüche der Täter.



© Rainer M. Scholz



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Kommentare zu diesem Text


 harzgebirgler (14.01.22, 17:11)
am anfang aller schöpfung stand das wort,
der logos, und bald kam's zum brudermord...

gruß
h.

 RainerMScholz meinte dazu am 14.01.22 um 23:22:
Und heute hat jeder ein smartes Phone,
da kriegen wir unsere Anweisungen schon.
Die erleuchteten Gesichter
beim Starren in das Dunkel,
verursachen bei mir metaphysische Furunkel.
Gruß + Dank,
R.

 Adrian (21.02.22, 15:30)
Geht ja kaum archaischer. Top!

 RainerMScholz antwortete darauf am 22.02.22 um 16:11:
Und nicht den weißblonden, steinalten - so alt wie die Zeiten - Heino vergessen: 
Schwarzbraun ist die Haselnuss,
schwarzbraun bin auch ich, bin auch ich
...
mein Mädel sein
...nuss
Gruß + Dank,
R.
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