Öffnung

Sonett zum Thema Ironie

von  Ralf_Renkking

Die Zeit scheint wie verschwendet,
sie wetzt die Kehle wund,
sie schließt der Seele Mund,
zerfleischt den Schlaf und schändet.

Der Blick aufs Heckenbunt,
Signal, aus Lust gespendet,
schleift Zweck samt Ecken rund,
bis sich das Schicksal wendet.

Die Farben decken Schwund
wie Schwäche ab, es sendet
selbst Schatten Licht, nichts blendet.

Der Herbst, der Winter und
der Frühling, Hintergrund
des Sommers, der nie endet.




Anmerkung von Ralf_Renkking:

Halbalexandrinische Verse. 💣🕳

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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (16.02.22, 05:48)
Hoffen wirs Beste! 8-)

Seufzende Grüße
der8.

 Ralf_Renkking meinte dazu am 16.02.22 um 06:27:
Selbstverständlich stimme ich da mit Dir überein, wir sollten uns allerdings ernsthaft überlegen, für wen.


Ciao, Frank

 Moja (16.02.22, 09:45)
Besser ich berausche mich am berückenden Klang Deines Gedichtes als mich dem schier endlosen Trübsinn dahinter anheim zu geben  ;)

Moja zwinkert Dir hoffnungsvoll zu!

 Ralf_Renkking antwortete darauf am 18.02.22 um 22:35:
Danke Moja, ich kann aber auch anders:

Dämmerglanz

Es spiegelt sich auf Glas und Blechen,
das Angesicht des Schlafs, so bleich
erblüht es auf den Oberflächen
von Weihern, Tümpeln oder Teich.

In Lichtreflexen, die sich brechen,
erscheint es hier und dort als Streich,
es hüllt die Stärken sowie Schwächen
in kalte Wärme, hart und weich.

Sein stummer Wunsch, in See zu stechen,
versiegt im Blick auf Damm und Deich,
stattdessen fließt es mit den Bächen.

Vergoldet glitzernd, Glocken gleich,
ertönt solch nächtliches Versprechen
zwar lautlos, doch an Seele reich.

🌚
Ciao, Frank

Antwort geändert am 18.02.2022 um 22:39 Uhr

 Moja schrieb daraufhin am 19.02.22 um 17:43:
Wohlklang pur, sinnlich & sinnig,
wie machst du das bloß?

Versonnen grüßt,
Moja

 Ralf_Renkking äußerte darauf am 19.02.22 um 18:33:
Danke, ich denke mal, das ich das Gefühl für Sprache von meiner Mutter geerbt habe, das Interesse am Manierismus geht ebenso wie das an der Steganographie auf Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau zurück, die alliterativen Elemente, Binnenreime und sonstigen Silmittel habe ich mir bei Johannes Plavius abgeschaut, wie ich zur expressionistischen bis surrealistischen Ader komme, ist mir allerdings selbst nicht so ganz klar. 🤔

Ciao, Frank

 Moja ergänzte dazu am 20.02.22 um 11:31:
"Wir selbst sind ein sichtbar gewordner Keim der Liebe zwischen Natur und Geist oder Kunst." (Novalis)

Dieses Zitat fällt mir zu deiner Erklärung ein, 
danke & Gruß,
Moja

 Ralf_Renkking meinte dazu am 20.02.22 um 16:02:
Adrian (47)
(16.02.22, 19:48)
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 Ralf_Renkking meinte dazu am 18.02.22 um 10:24:
Thx.
Regenbogen (58) meinte dazu am 19.02.22 um 18:41:
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 Ralf_Renkking meinte dazu am 20.02.22 um 08:05:
Auch Dir vielen Dank.

Ciao, Frank
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