Man könnte jetzt es schon für recht bedenklich halten, wenn einem das Hobby – in meinem Falle Tischtennis – einem wichtiger als die Schule geworden war. Ich empfand das damals als ganz normal. Das Herz suchte sich seinen Weg!
Aber man sollte doch auch an die Zukunft denken! Und damit ist in erster Linie die berufliche Zukunft gemeint. Aber die interessierte mich überhaupt nicht. Ich wollte jetzt glücklich sein!
Dann aber geschah etwas, was mir auch etwas die Freude am Tischtennis verleidete. Bei den Vereinsmeisterschaften hatte ich mich als Fünfzehnjähriger sensationell ins Herrenfinale gespielt und war auch hier – gegen den stärksten Spieler des Vereins – klar auf der Siegerstraße.
Plötzlich fing mein Gegner – eigentlich ansonsten ein recht freundlicher Mensch – an sich lauthals über meine Spielweise zu beschweren. Das wäre eigentlich gar kein richtiges Tischtennis usw.
Zuerst ignorierte ich das einfach, aber er gab keine Ruhe. Der Schiedsrichter, der eigentlich dies hätte unterbinden sollen, aber ein Freund meines Gegners war, pflichtete ihm lachend bei.
Mir riss der Geduldsfaden und sagte so etwas wie: „Halt endlich die Klappe, du Idiot!“ Woraufhin er zusammen mit dem Schiedsrichter zur Turnierleitung lief und beide lautstark meine Disqualifizierung forderten.
Nach kurzer Beratung - ich hatte mich inzwischen entschuldigt - wurde der Disqualifizierung zugestimmt. Mit der Begründung, dass ich als junger Mensch lernen müsse, mich respektvoll gegenüber Erwachsenen zu verhalten.
Ich war wirklich fassungslos. Auf diese wirklich erbärmliche Art und Weise um Sieg und Titel gebracht worden zu sein, erschütterte mich zutiefst. Was war nur los mit dieser Welt? Was stimmte da denn nicht? Ohne es zu ahnen, hatte ich hier eine sehr wesentliche und richtige Frage gestellt. Auf deren Beantwortung musste ich aber noch Jahre warten.