Sie trug
den Nil
nicht unter ihren Füßen.
Er floss
durch ihre Adern,
mit
Mondlicht,
Schlamm
und Erinnerung.
Wenn sie schwieg,
änderte
der Wind
seine Richtung.
Selbst die Wüste
hütete jedes Wort von ihr.
Ihre Augen
waren
keine Sterne.
Sterne
sind fern.
zwei ungeöffnete Nächte,
in denen
selbst die Zeit
vergaß,
Morgen
zu werden.
Sie lächelte,
und das Gold
an ihren Armen
erschien
wie der blasse Nachhall
einer Sonne,
die beschlossen hatte,
Mensch
zu sein.
Sie sprach,
als würde
Jasmin
lernen,
Feuer
zu atmen.
Jede Silbe
legte
eine unsichtbare Brücke
zwischen Sehnsucht
und Schicksal.
Ihre Gedanken
waren Falken,
denen
kein Horizont
genügte.
Der Sand
bewahrte
keine Schritte.
Er verwandelte sie
in Dünen,
damit die Wüste
eine Handschrift
besäße.
Sie küsste nicht.
Sie berührte
die verborgenen Kammern
der Zeit.
Wer
ihrem Schweigen
begegnete,
kehrte
nicht als derselbe
zurück.
Die Nacht
legte ihr Haar
über Alexandria.
Es roch
nach Myrrhe,
Salz
und Rosen.
Sie wusste,
Kronen
sind Ringe,
die das Schicksal
dem Stolz
anlegt.
Und dennoch
trug sie ihre
wie eine Flamme,
die sich weigerte,
Asche
Als der letzte Morgen
an ihre Tür trat,
kam er
als weißer Ibis,
dessen Flügel
aus Schweigen
gewebt waren.
Sie schloss
die Augen.
Nicht,
weil das Licht
erlosch.
Sondern,
weil sie
den Horizont
von innen
sehen wollte.
Seit jener Nacht
fließt
ihr Name
nicht mehr
durch die Geschichte.
Er fließt
durch den Nil.
Und manchmal
hebt der Mond
sein silbernes Gesicht,
als erkenne er
im Wasser
noch immer
jene Frau,
die nie
Ägypten beherrschte,
sondern
seine Seele
träumte.
©Sigrun Al-Badri/ 2026
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