Geheimnisse der Gaunersprache

Sonett zum Thema Sprache/ Sprachen

von  EkkehartMittelberg

Ausbaldowern ist nur Theorie,

Praxis ist, das Ding zu drehen,

nicht  schwedische Gardinen sehen,

Verlass dich auf Schicksen nie.

 

Haberer müssen Schmiere stehen,

Polente droht mit Zores,

Marie duldet nie Kukulores,

Wer nicht meschugge, wird bestehen.

 

Gute Baraber schätzen die Echten,

sie wollen im Leben nicht fechten.

Seriöse Zund sind gute Kassiber.

 

Drum vertrauen sie nicht auf Krachen,

Tote können nicht lachen.

Falotten ist gute Planung lieber.

 

 

Schwierige Begriffe in der Reihenfolge des Textes:

Haberer:  Freunde

Zores: Sorgen

Marie: Geld

Baraber: Arbeiter

Zund:  Nachricht, Hinweis

Kassiber:  geheime schriftliche Mitteilung eines Gefangenen

Krachen:  Schusswaffen

Falotten:  Gauner

 

Literatur: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Gaunersprache



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Kommentare zu diesem Text


 Verlo (30.07.26, 00:10)
Ekki, ich dachte: der kennt sich aus.

Aber du hast es nur gelesen, oder?

Als Kind war ich ein Räuberhauptmann, der nie überführt wurde.

Wie wir damals gesprochen haben, erinnere ich nicht.

Nur daß wir uns Vornamen von Erwachsenen gaben.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 30.07.26 um 00:20:
Hallo Verlo,
die Gaunersprache hat mich seit früher Jugend interessiert als Versuch, Geheimnisse vor der Polente zu bewahren.

 Verlo antwortete darauf am 30.07.26 um 00:32:
Da kannst du bestimmt noch einige Gauner-Geschichten erzählen, Ekki.

 Regina (30.07.26, 00:22)
Kennen sollte man vor allem Zinken, das sind gemalte Zeichen, die sie an die Hauswand pinnen, um andere Gauner zu informieren, ob da eine allein wohnt, ein Hund vorhanden ist usw.

 EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 30.07.26 um 00:29:
Merci, Gina,

wer missachtet die Zinken,
den wird die Polente linken.
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