Ein Traum

Erzählung zum Thema Traum/ Träume

von  blauefrau

Die Nadel der Nähmaschine steppte über einen Teil seines Gehirns. An einer Stelle stoppte sie und lief vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück. Es entstand ein Schlußbalken, über dem eine Reißverschluss befestigt und eingenäht wurde. Dann wurde der Reißverschluss zugezogen. Alles schien sicher. Plötzlich öffnete er sich. In Sekundenschnelle raste das Schließstück bis zum Schlussbalken herab. Augenblicklich quoll aus der größer werdenden Öffnung eine Art Watte hervor, die ein riesiges Volumen einnahm. Ein Raum reichte ihr bald nicht mehr. Sie dehnte sich immer weiter aus, bis alle Räume von einer Art Netz durchzogen waren, das aus bläulichen Fäden bestand. Sehr schnell war das Haus angefüllt, der Garten, und auch der umgebende Stadtteil war mit diesen Fäden gefüllt. In der Mitte des Netzes saß eine Spinne, aus deren Hinterleib ein bläulicher Faden austrat. Mit diesem Faden zog die Spinne unverdrossen ein Gitter, auf das wie Geschosse riesengroße Insekten aufprallten und kleben blieben. Sie zappelten und strampelten und verwickelten sich immer weiter in die Fäden. Die Spinne zog die Fäden schließlich in einer Kugel, die aus Netzgittern bestand. Auf der Innenfläche krabbelten neben den Insekten Menschen, die sich immer weiter miteinander und mit den Fäden verstrickten. Von außen war ein zuckendes und tobendes kugelförmiges Konglomerat sichtbar.

Edmont wachte auf. Er drückte mit beiden Händen gegen seine Schläfen, um den Lärm in seinem Kopf zurück zu drängen[erträglicher zu machen].

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Kommentare zu diesem Text

princess (68)
(20.03.14)
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 EkkehartMittelberg (20.03.14)
Eindringlich gestaltet. Aber wenn ich den Traum öfter träumen würde, ginge ich zum Pschologen.
LG
Ekki

 AZU20 meinte dazu am 20.03.14:
Ich auch. LG
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