Gläserner Himmel

Alltagsgedicht zum Thema Liebe und Sehnsucht

von  AlmaMarieSchneider


Stromaufwärts,

an den Grenzen deiner Hügel

hast du mir Land geschenkt.

Sorgsam abgesteckt

das Feld der Bedeutungen.


Eine kleine Hütte baute ich dort,

schuf mir einen bunten Garten.

Doch bricht die Stille der Nacht an,

lausche ich in die Dunkelheit,

hoffe, du kommst zu mir.


Hand in Hand, vom Wind getragen,

rudern wir hinaus,

rasten an den blühenden Ufern

und lauschen den kleinen Vögeln,

die unser Lied singen.


Zart ist die Liebe der Lachenden,

wenn sie einander berühren

in ihrer Mitte

und im Licht ihrer Nähe glänzen

die schmalen Gipfel der Sehnsucht


unter gläsernem Himmel.





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Kommentare zu diesem Text


 Tula (07.12.21, 00:42)
Hallo Alma
Romantik pur und sehr poetisch verarbeitet.

LG
Tula

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 01:19:
Danke Tula auch für Deine Empfehlung.
Schöne Adventszeit und liebe Grüße
Alma Marie

 Létranger antwortete darauf am 07.12.21 um 08:10:
Ich muss Tula Recht geben . Sehr  spannend sind die Zeilen 4 und 5 in der ersten Strophe.

Gruß Lé.

 AlmaMarieSchneider schrieb daraufhin am 07.12.21 um 08:30:
Danke lieber Létranger. Dein Hinweis macht mich neugierig  :)

Lieben Gruß
Alma Marie

 Létranger äußerte darauf am 07.12.21 um 09:19:
Eigentlich hatte ich gehofft, dass du etwas über deine Assoziationen und Ideen beim Schreiben dieser Zeilen sagst .

Ja was kann dieser rätselhafte Satz bedeuten?

Es klingt ja einladend und bestimmend/einschränkend gleichzeitig, wenn das Terrain so genau abgesteckt und zugewiesen wird. Ich habe tatsächlich keine konkrete Vorstellung davon, spüre aber eine nicht näher bestimmte Ausgrenzung des LI. 

Dazu würde ja auch die Ferne des Gegenübers in der zweiten Strophe passen.

Vielleicht ist es also doch verfehlt, es als romantisches Liebesgedicht allein zu lesen. Die Sehnsucht hat eine Quelle - und der gläserne Himmel zeigt sehr fernes kaltes  Licht.

LG Lé.

 AlmaMarieSchneider ergänzte dazu am 07.12.21 um 09:39:
Du bist mir ziemlich auf die Schliche gekommen.
Es handelt sich hier um eine Frau, die sich verliebt hat und zu ihrem Angebeteten zieht. Der etwas nach "alten Muster" gestrickt, sagt ihr hier darfst du werkeln und mein "Schreibtisch" geht dich nichts an. Sie mit ihrer rosaroten Brille träumt aber 
er sei ein Traumprinz.
Ein Gläserner Himmel, ist halt sehr zerbrechlich. Ich versuchte nicht die Realität, sondern den "Traum" darzustellen.
Immer noch neugierig?
Herzlich grüßt
Alma Marie

 Létranger meinte dazu am 07.12.21 um 17:07:
Neugier mag ich.

Aber über diesen Text hast du jetzt genug verraten.

LG Lé.

 GastIltis (07.12.21, 09:51)
Liebe Alma Marie,
als ich heute Morgen den Text zum ersten Mal las, erinnerte er mich sofort an das Vorwort von Schi Nai-An zu seinem Roman „Die Räuber vom Liangschan“. Mit solchen Zeilen wie „Ich nenne nur ein kleines Stück Ackerland mein eigen.“ Oder „Mein Haus liegt dicht an einem Fluss, über dessen Ufer schöne alte Bäume ihre Schatten werfen.“ hat er mich beim damaligen Lesen genauso begeistert wie du mit deinem beschaulichen Text. Man mag es vergleichen oder nicht. Ich habe schon beim ersten Mal mit dem Lesen kaum aufgehört und es fesselt mich, wie in deinem Fall auch, immer wieder. Liebe und Sehnsucht sind zwei schöne Untertitel, Ruhe und Besinnlichkeit verstärken die Wirkung noch. Hier wie da. Sehr schön von dir!
Sei herzlich gegrüßt von Gil.

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 10:03:
Herzlichen Dank lieber Gil. Dein ausführlicher Kommentar ehrt mich. Ich muss mir doch mal dieses Buch besorgen. 
Hab Dank auch für Deine Empfehlung.
Liebe Grüße
Alma Marie

 Agnete (07.12.21, 10:16)
haaach... Lä
cheln von Agnete

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 11:25:
haaaach......Danke und Lächeln

Alma Marie

 hei43 meinte dazu am 07.12.21 um 11:57:
Hallo Alma Marie,
wunderbare tiefe gefühlvolle Gedanken, die zum Nachdenken anregen und sehr besonders sind, LG Heidrun

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 17:33:
Herzlichen Dank für Deinen Kommentar und Deine Empfehlung liebe hei43.
Ich freue mich
Schöne Adventstage und liebe Grüße
Alma Marie

 TassoTuwas (07.12.21, 12:56)
Hallo Alma Marie,
das trifft das Hochgefühl der Glückseligkeit.
Die Hoffnung gilt der Unzerbrechlichkeit des Glases!
Herzliche Grüße
TT

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 17:36:
Lieber TassoTuwas, so ist es und ich danke herzlich für Deinen Kommentar und Deine Empfehlung.
Ich freue mich!
Schöne Adventstage und liebe Grüße
Alma Marie

 AZU20 (07.12.21, 12:56)
Ja, unter gläsernem Himmel, da sollte man öfter hinausrudern und lauschen. LG

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 17:42:
Ja, vor allem sollte man aufpassen, dass dieses zerbrechliche Himmelchen einem nicht auf den Kopf fällt. Herzlichen Dank auch für Deine Empfehlung lieber AZU20.
Ich freue mich!
Schöne Adventstage und liebe Grüße
Alma Marie

 Ralf_Renkking (07.12.21, 13:02)
Zum Sprachbild ist ja nun so ziemlich alles gesagt und die Hermetik aufgelöst, allerdings stellt es für mich nicht nur ein außergewöhnliches Liebesgedicht, sondern wegen seiner 21 Verse auch ein 1 1/2faches Sonett dar. 

Ciao, Frank

 nadir meinte dazu am 07.12.21 um 13:09:
bei dir ist alles ein sonett, was nicht bei drei auf dem baum ist

 Ralf_Renkking meinte dazu am 07.12.21 um 14:51:
Nicht ganz, aber zumindest jedes Gedicht, dessen Verszahl durch sieben teilbar ist, "Mond und Sterne" von Pearl ist bspw. ein Halbsonett. 😉

Ciao, Frank

P. S.: Verdammt, beinahe hätte ich die Wort- und Silbensonette vergessen.  :D   :D

Antwort geändert am 07.12.2021 um 14:56 Uhr

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 17:47:
Hallo nadir und Ralf_Renkking,

herzlichen Dank für eure Kommentare und Empfehlungen.
Also mit Sonetten bin ich überfordert. Gut, da traue ich mal dem Fachmann.

Viele Grüße an Euch und schöne Adventstage
Alma Marie

 diestelzie (07.12.21, 16:33)
Das ist ein sehr zerbrechliches Gedicht. Glas ist zwar lichtdurchlässig, aber eben auch nicht unzerstörbar. Deswegen sollten wir sorgsam mit der Liebe umgehen.

Liebe Grüße
Kerstin

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 17:50:
Danke liebe diestelzie für Kommentar, Empfehlung und Lieblingstext.
Ich freue mich und wünsche schöne Adventstage.
Herzliche Grüße
Alma Marie

 wa Bash (07.12.21, 18:01)
der gläserne Himmel, ist das nicht nen Film, schwer zu sagen, ob man daran gedacht hat oder es unbewusst mit eingewoben wurde. ansonsten, gut geschrieben

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 18:53:
Hmm, also ich kenne ihn nicht. Nach Filmen richte ich mich eigentlich nie, da man dann Gedanklich oft fest gehalten wird.
Auf jeden Fall, lieber wa Bash, herzlichen Dank für Kommentar und Empfehlung.
LG
Alma Marie

 niemand (07.12.21, 19:01)
Kann mir mal jemand sagen, warum man hier nicht empfehlen kann???? :O

 Webmaster meinte dazu am 07.12.21 um 19:50:
"Man" kann sehr wohl. "Man" muss nur auf "Diesen Text empfehlen" klicken. "Man" kann das natürlich nur einmal machen. Wenn "man" den Text schon empfohlen hat (so wie Du) kann ihn nicht noch einmal empfehlen, solange die Empfehlung läuft (30 Tage).
Wahrscheinlich war "man" aber nur lesefaul und hat die eigene Empfehlung nicht bei den ersten 9 gefunden - und auch nicht auf "8 weitere" geklickt

 Didi.Costaire meinte dazu am 07.12.21 um 22:30:
Ja, es geht.

Schöne Grüße
Der neunte Weitere

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 07.12.21 um 23:03:
Danke Didi.Costaire für Deine Empfehlung und eine schöne Adventszeit.
Liebe Grüße
Alma Marie

 EkkehartMittelberg (05.01.22, 21:21)
Sehr schön, Alma Marie. Unter gläsernem Himmel wird die Sprache rein.
LG
Ekki

 AlmaMarieSchneider meinte dazu am 05.01.22 um 22:51:
Unter gläsernen Himmel: Danke lieber Ekki für Deinen Kommentar und Deine Empfehlung. Ich freue mich und sende liebe Grüße
Alma Marie
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