wintersaat

Kurzgedicht zum Thema Abschied

von  monalisa


vom mühsamen stapfen

durch schnee

erzählt dein atem

 

bei jedem schritt

sinkst du tiefer

ein      wie weit es noch ist?

 

ob unter der wächsernen haut

schon neues keimt?



Kommentare zu diesem Text


 minze (22.01.22, 09:33)
Ungewöhnliche Verknüpfung von Bildern, die gerade so Sinn entfalten. LG

 monalisa meinte dazu am 23.01.22 um 08:22:
Vielen Dank, Minze,, das freut mich :)

Liebe Grüße
mona

 EkkehartMittelberg (22.01.22, 09:39)
Liebe Mona,
ein  bedeutungsschwangeres Gedicht, das man wegen der zwei letzten Verse nicht vordergründig verstehen kann..
Ich wage dieses mühsame Stapfen durch Schnee, bei dem das LyrIch immer tiefer versinkt, als Weg hin zum Tode zu bezeichnen. Es ist aber ein Tod, der nicht das Ende bedeutet; denn es gibt die Aussicht auf Neues, das unter der alten wächsernen Haut keimt.
Liebe Grüße
Ekki

 Létranger antwortete darauf am 22.01.22 um 10:55:
Hoffnungsvolle Abgründe - stimmig und stimmungsvoll.

LG Lé.

 Agnete schrieb daraufhin am 22.01.22 um 11:34:
ich schließe mich an. LG von Agnete

 wa Bash (22.01.22, 12:52)
das gefällt mir, ist gut geschrieben, wenn sich auch Schnee derweil eher rar macht, außer natürlich in höheren Höhenlagen, vllt. findet es ja auch bildlich dort statt, anyway, das Gedicht  wirkt und ruft präzise Stimmungslagen hervor und überzeugt letztendlich durch die Bebilderung...

 monalisa äußerte darauf am 23.01.22 um 08:24:
Hallo Ekki,
dein Kommentar hört sich für mich sehr gut an. Es freut mich, wenn das so zu deuten ist. Ganz in meinem Sinne! Herzlichen Dank:

Liebe Grüße
mona

 monalisa ergänzte dazu am 23.01.22 um 08:25:
Hallo Lé,
freut mich, wenn es so wahrgenommen wird. Danke dir!

Liebe Grüße
mona

 monalisa meinte dazu am 23.01.22 um 08:26:
Danke schön für deine Zustimmung, Agnete, das freut mich!

Liebe Grüße
mona

 monalisa meinte dazu am 23.01.22 um 08:28:
Hallo wa Bash, freut mich, wenn die bebilderung übrzeugen kann und sich die Grundstimmung überträgt. Vielen Dank für deinen Kommi.

Liebe Grüße
mona

P.S.: Wir liegen hier auf 300 Meter Seehöhe und haben auch gerade jetzt Schnee!

Antwort geändert am 23.01.2022 um 08:33 Uhr

 AchterZwerg (22.01.22, 16:49)
Hallo Monalisa,

ich lese das Gedicht eher als unausgesprochene Anklage:
Der Gefährte versackt immer mehr in seinem eiskalten Lügengeflecht; tiefer kann er kaum noch sinken: Das Finale ist vorprogrammiert.
Und ja, unter dem Schnee keimt die Aussaat von beiden.

Liebe Grüße
der8.

 monalisa meinte dazu am 23.01.22 um 08:31:
Hallo 8.,
das war zwar von mir nicht so intendiert, aber, ja, man kann es wohl auch so lesen, auch wenn ich selbst nie darauf gekommen wäre. Das ist ja das Schöne, dass einem hier ganz neue Aspekte der eigenen Texte vor Augen geführt werden. Vielen Dank.

Liebe Grüße
mona

 eiskimo (22.01.22, 18:02)
Das Immer tiefer Sinken und die  "wächserne Haut" lassen mich an den Tod denken. Keimt dabei oder danach etwas Neues?  Die "Wintersaat" geht ja auf.....
ein schöner winterlicher Anstoß
lG
Eiskimo

 monalisa meinte dazu am 23.01.22 um 08:40:
Hi Eiskimo,
deine Gedanken stapfen entlang des vorgespurten Weges übers Schneefeld, wie ich sehe. Nicht jede Saat geht auf und unterm Schnee kann man auch nich sehen, ob tatsächlich bereits ausgeseht wurde. Deshalb steht am Ende ja auch eine Frage, eine ungewisse Hoffnung ...
Vielen Dank und lliebe Grüße
mona

 TassoTuwas (23.01.22, 11:29)
Hallo Mona,
mit Abschied tue ich mich schwer. 
Die Mühe durch Kälte und Schnee voran zu kommen ist allgegenwärtig. Was uns sorgt ist, ist die Unsicherheit was da keimt, was die Zukunft bringt.
Vielleicht sehe ich das etwas zu sehr unter dem Eindruck der augenblicklichen Weltlage. 
Oder meinst du, dass wir Abschied nehmen von einer Welt, wie es sie nie mehr geben wird?
Herzliche Grüße
TT

Kommentar geändert am 23.01.2022 um 11:34 Uhr

 monalisa meinte dazu am 24.01.22 um 08:05:
Auch eine sehr spannende Deutung, lieber TT.
Danke dafür :) !

Liebe Grüße
mona
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