Die bösen Geister, die man rief .....

Glosse zum Thema Umbruch

von  eiskimo

Wenn einem Autokraten attestiert wird: jetzt verfällt er aber dem Größenwahn, dann ist das normal. Autokraten brauchen dieses Gefühl, scheinbar Historisches zu leisten. Grenzen verschieben, monumentale Prunkbauten errichten lassen, ein Land politisch umkrempeln, die UNO ganz alt aussehen lassen... Das ist das ganz große Kino der Autokraten, und wahrscheinlich gefällt es ihnen sogar, als größenwahnsinnig wahrgenommen zu werden.

Was aber ist, wenn getuschelt wird: der ist wahnsinnig? Wohl bemerkt: nicht größenwahnsinnig, sondern nur „wahnsinnig“.

Darf man einen Wahnsinnigen Präsident sein lassen? Einen Menschen, der ein ums andere Male zeigt, dass er den Verstand verloren hat; dass er in infantile Verhaltensmuster zurückfällt; dass er fixen Ideen hinterher fantasiert, völlig unberechenbare Trotzreaktionen zeigt und den Blick für grundlegende Realitäten verloren hat – und das in einem Amt, das beängstigende Machtbefugnisse hat?


Es gibt Millionen Menschen, die sich jetzt genau diese Frage stellen müssen. Und sie haben ein Problem, denn ganz viele von ihnen haben jenen Wahnsinnigen tatsächlich gewählt. Schwer, sich diesen monströsen Fehler eingestehen zu müssen. Wahnsinn! Aber es wird kein Weg daran vorbei führen – ihr Land kommt sonst immer weiter in Schieflage.



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Kommentare zu diesem Text


 Alabanda (19.01.26, 22:04)
Es gibt ja auch Milionen, die den nicht gewählt haben, normale Leute keine wokes. Die sind schier verzweifelt.

 eiskimo meinte dazu am 19.01.26 um 23:13:
Du sagst es: verzweifelt. Und was können sie tun?

 Pensionstarifklempner (19.01.26, 22:39)
Aber was ist, wenn der " Wahnsinn" nur gespielt ist? Man inszeniert sich als unberechenbar. Trump ist vielleicht die moderne Fassung von Shakespeare RICHARD III. ?
LIEDZEILE : 
ich bin blöd, 
Ihr wisst gar nicht wie machtgeil das ist !!!

 eiskimo antwortete darauf am 19.01.26 um 23:15:
Nur gespielt, das glaube ich nicht. Das setzt ja Distanz zu sich selber voraus, und die hat er nicht.

 Jack schrieb daraufhin am 19.01.26 um 23:54:
Nur gespielt, das glaube ich nicht. Das setzt ja Distanz zu sich selber voraus, und die hat er nicht.
Sorry, aber woher willst du das wissen?? Was ist das für ein tägliches Psychologisierungs-Niveaulimbo?

 Pensionstarifklempner äußerte darauf am 19.01.26 um 23:55:
Hallo. Ich habe meine Hypothese als Annahme formuliert. Vielleicht drängen ihn seine Hinterfrauen und Hintermänner genau in diese Rolle. Als Immobilien- Hai lernte er sehr intensiv das Rollespiel.

 Jack ergänzte dazu am 20.01.26 um 00:28:
Deine Annahme ist viel plausibler als Pauschalpsychologisierungen. Natürlich beherrscht Trump das (Schau-)Spiel der Macht. 

Mich verwundert die tägliche  lyrische Prosa, die hier ad hominem gegen Trump gegenseitig hochsterilisiert wird, vielleicht eine Unterart von „Menstruationslyrik“, hier mit dem Schwerpunkt der Projektion des eigenen Versagens auf einen Sündenbock (nicht privat gemeint, unsere Antitrumpprosakyriker identifizieren sich gruseligerweise mit den europäischen Machteliten).

 Alabanda meinte dazu am 20.01.26 um 01:24:
Aber was ist, wenn der " Wahnsinn" nur gespielt ist? 

Sein Griff nach dem Nobelpreis ist würdelos, das ist mitleiderregend jämmerlich. Dieses Schauspiel bringt ihm keinerlei Vorteil. Verhält sich eine Person die bei Verstand ist so?
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