Die zwei Gesichter des Todes

Aphorismus zum Thema Betrachtung

von  EkkehartMittelberg

Die einen ringen mit dem Tode, um seinen Schrecken abzuwehren, die anderen, um seiner Verlockung nicht zu folgen.



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Kommentare zu diesem Text


 Saira (12.03.26, 14:10)
Hallo Ekki,

dein Aphorismus bringt diese paradoxe Wahrheit sehr klar auf den Punkt.

Liebe Grüße
Sigi

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 13.03.26 um 11:12:
Merci, Sigi,
dass Paradoxa wahr sein können, beweist, wie kompliziert unser Leben ist.
Liebe Grüße
Ekki

 harzgebirgler (12.03.26, 16:50)
wer ihn sucht wird ihn schon finden
und wer nicht den sucht er heim
denn er lässt gern leben schwinden
das eh endlich ist im keim.

lg
henning

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 13.03.26 um 11:14:
Gracias, Henning,
du hast den Aphorismus in einen schönen Vers umgewandelt.

LG
Ekki

 tueichler (12.03.26, 22:11)
Das ist sehr weise!

 EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 13.03.26 um 11:28:
Merci, Tueichler,
vielleicht übersteht der Aphorismus den Augenblick.
LG
Ekki

 plotzn (13.03.26, 08:38)
Servus Ekki,

die "anderen" müssen sehr verzweifelt sein, damit die Todessehnsucht den natürlichen Lebenstrieb in Frage stellt.

Jedenfalls ein kluger Apho, der zum Nachdenken anregt!

Liebe Grüße
Stefan

 EkkehartMittelberg äußerte darauf am 13.03.26 um 11:32:
Grazie, Stefan,
es scheint leider so, als gäbe es immer mehr von diesen Verzweifelten.

Liebe Grüße
Ekki

 Teo (13.03.26, 08:53)
Hi Ekki,
jau...man ist hin und hergerissen.
Ich bin gespannt, wie ich mich entscheide. 
Es grüßt 
Teo

 EkkehartMittelberg ergänzte dazu am 13.03.26 um 11:38:
So ist es, Teo. Niemand kann vor seinem Ende wissen, wie er sich entscheidet.
LG
Ekki

 Alabanda (13.03.26, 10:30)
Wer er ist der Tod, merkt man erst, wenn man ihm nahe kommt.

 Gabyi meinte dazu am 13.03.26 um 11:09:
Man vergisst auch leicht, dass man schon tot war, bevor man geboren wurde.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 13.03.26 um 11:44:
@Alabanda
Das denke ich auch: 
Vielleicht kann man sagen: Er ist totaliter aliter (ganz anders.)
LG
Ekki

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 13.03.26 um 13:15:
@Gabyi
Dem Gedanken der Wiedergeburt werden nicht alle folgen können. Wer daran glaubt, für den wird Todessehnsucht leichter verständlich.
LG
Ekki

 Gabyi meinte dazu am 13.03.26 um 13:39:
@Ekki
wenn man tot war, bevor man geboren wurde, heißt das nicht, dass man wiedergeboren wurde. Nur einfach nicht geboren.

LG
Gybyi

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 13.03.26 um 14:09:
Hallo Gabyi,
der Begriff tot setzt für mich ein vorangegangenes Leben voraus. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen,  dass man tot war, bevor man geboren wurde.

 Alabanda meinte dazu am 13.03.26 um 15:13:
... das sehe ich auch so, nur was lebte kann tot sein. Tote Materie zu sagen bspw. ist ein bisschen irreführend, es ist eigentlich unbelebte Materie.
Der Versuch, sich vorzustellen, wie es sein wird, wenn man tot ist, wird oft gemacht, indem man versucht sich vorzustellen wie es war, bevor man geboren wurde. Beides ist nicht vorstellbar.

 Vaga (20.04.26, 00:32)
Zu diesem Aphorismus habe ich viele Fragen. Ein paar von ihnen hier zu stellen, sei mir erlaubt: 

Warum personifizieren wir Menschen den Tod? 
Brauchen wir ihn als 'Gegenüber'?
Wollen wir unsere Kräfte mit ihm messen können? 
Wollen wir ihn ansprechen können, mit ihm dialogisieren? 
Was wollen wir ihm entlocken? 
Möglicherweise Antworten auf unsere Un- oder Gewissheiten, was er mit uns vorhat, wenn wir - um eine 'tote Metapher' heranzuziehen - das 'Zeitliche segnen'? 

Das Leben hingegen zu personifizieren, fällt uns hingegen im Traume nicht ein. Es ist nämlich so zahlreich individuell, wie es lebendige/lebende Individuen auf der Welt gibt. Wir können es uns durch unser Selbstsein erklärbar machen. Wir müssen es uns nicht fremdfigürlich 'vorstellen', weil wir wissen, dass wir selbst das Leben verkörpern, und zwar so lange, bis wir? Na? Was glauben wir? Bis uns 'der Tod' das Leben nimmt?

Nachdenkliche Grüße - Vaga

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 20.04.26 um 11:43:
Hallo Vaga, deine Fragen werden unterschiedliche Antworten erhalten. Ich denke, dass die Personifizierung dem Tod einen Teil seines Schreckens nimmt und einen Dialog mit ihm ermöglicht.
Vermutende Grüße
Ekki
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