Farbenspiele

Aphorismus zum Thema Farben

von  EkkehartMittelberg

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Anmerkung von EkkehartMittelberg:


1. Farbenspiele der Fantasie verzaubern graue Tage.

2. Er kleidete sich wie ein Papagei und blieb doch eine graue Maus. 

3. Wenn grüne Jungen veilchenblau sind, machen sie farbige Komplimente. 

4. Sie trug smaragdgrüne, opalblaue oder rubinrote Ringe und dennoch blieb sie farblos.

5. Er begann bei den Roten, wechselte zu den Schwarzen und dann zu den Grünen. Dabei blieb er immer farblos.

6. In Klängen versinken heißt in Farben ertrinken. 

7. Die meisten Menschen haben Lieblingsfarben. Wer sich in die Schönheit verschiedener Farben einfühlen kann, findet Zugang zu unterschiedlichen Seelen. 

8. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Menschen-Chamäleon errötet.

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Kommentare zu diesem Text


 Moppel (19.04.26, 11:59)
nicht schlecht, Ekki und das BIld ist sehr hübsch. lG von M.

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.04.26 um 17:42:
Merci, Moni, mir kam es darauf an, dass das Bild Freude an unterschiedlichen Farben symbolisiert.
LG
Ekki

 AchterZwerg (19.04.26, 12:29)
Lieber Ekki,
aus aktuellem Anlass möchte ich No 8 unterschreiben!. Und das nicht nur deshalb, weil ich selbst mit der Zahl zu tun habe. 

Scham macht sich rar.

Eine Gesellschaft (und ein Forum) können aber nur dann gut funktionieren, wenn sie Regeln folgt und anerkennt. Auch den "ungeschriebenen."

Herzliche Grüße
Piccola

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 19.04.26 um 17:52:
Liebe Piccola,
wir leben in einer Zeit des totalen Sophismus. Das heißt,  das unter der Führung von Autokraten immer mehr Menschen methodisch alle ethischen Regeln relativieren, um Scham bei schrankenlosen Tätern auszulöschen. Wahrscheinlich könnten heute nicht einmal mehrere Sokratesse diese Entwicklung  stoppen.
Herzliche Grüße
Ekki

 harzgebirgler (19.04.26, 13:56)
:) :)
so farbenfroh wie auf dem blauen planet
es sonst wohl kaum noch wo im weltall zugeht.

lg
henning

 EkkehartMittelberg schrieb daraufhin am 19.04.26 um 18:01:
Grazie, Henning,
angesichts der Blütenpracht des Frühjahrs möchte ich das gerne glauben.

Lg
Ekki

 Tula (19.04.26, 19:23)
Lieber Ekki
Noch ein Vorschlag zur Ergänzung:

Bei manchen Menschen sieht man die wahre Farbe erst, wenn der Lack platzt  8-)

LG Tula

 EkkehartMittelberg äußerte darauf am 19.04.26 um 19:48:
Gracias, Tula, das sind die, die unter dem Lack grau sind.

LG
Ekki

 Tula ergänzte dazu am 19.04.26 um 21:48:
Lieber Ekki
Da gäbe es einige typische Untergrundfarben. Denken wir z.B. mal an die der weit verbreiteten Neider und Missgönner. 

LG Tula

 Saira meinte dazu am 21.04.26 um 09:59:
@Tula

Was du zu den „Untergrundfarben“ sagst, passt gut dazu. Neid und Missgunst färben alles, was sie berühren.

 Vaga (19.04.26, 21:40)
Zu 1.: Da kann ich mich einfühlen - Augen zu und weg vom grauen All-Tag in die individuelle Farbwelt hinter der Stirn. 

Zu 2.: Also ich denke, dass es unmöglich ist, in den Kleidern eines Papageis eine graue Maus zu bleiben. M.E. liegt da der Widerspruch in sich bzw. in diesem Falle in ihm selbst

Zu 3.: Ich denke, da hat sich am Ende ein Flüchtigkeitssfehler eingeschlichen.  Außerdem springt mir hier das 'Farbige' in dem Satz seltsamerweise etwas 'ungeglückt' ins Auge, lese ich's als Substantivum mit einem N am Ende und die Komplimente dahinter.   

Zu 4.: Wer so viel, also quasi "einen Kessel Buntes" an den Händen mit sich rumträgt und dennoch farblos bleibt, muss im besten Falle am Auge des Betrachters zweifeln. 

Zu 5.: Farblos wäre m. E. in diesem Falle eher gleichbedeutend mit harmlos. Denn nach Mischung dieser drei Farben endstünde - im übertragenen Farbkasten-Sinne gedacht - das Gegenteil von harmlos. 

Zu 6.: Hier war m. E. eher der Reim der Vater des Gedankens. 

Zu 7.: Eine meiner Lieblingsfarben (vor allem in der Porträt-Fotografie) ist Schwarzweiß. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie mir am ehesten einen Zugang zum Wesentlichen (du nennst es Seele) ermöglicht.


Zu 8.: Verstehe leider nicht, wie's gemeint ist. Obwohl ich es im Kopf - ohne rot zu werden - hin- und herbewegt habe .

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 19.04.26 um 23:33:
Hallo Vaga,
merci, du empfiehlst meine Aphorismen durch die Bereitschaft zur Auseinandersetzung.
zu 2: Einer bleibt in den Kleidern eines Papageis eine graue Maus, weil es auffällt, dass er es nötig hat, sich auffällig zu kleiden, um darüber hinwegzutäuschen, dass er keine Persönlichkeit ist, also eine graue Maus.
zu 3: Das Verständnis von 3 ist eine Frage des Humors und der Nachsicht gegenüber einem Flüchtigkeitsfehler.
zu 4: Der Zweifel am Auge des Betrachters kann trösten.
zu 5: Wenn einer es nötig hat, Parteien wie die Hemden zu wechseln, ist er für eine Demokratie nicht harmlos, weil er unfähig ist, sich verantwortungsvoll zu identifizieren.
zu 6: Nö, man spricht nicht umsonst von Klangfarben, der Gedanke war vor dem Reim dar.
zu 7: Das kann ich gut nachvollziehen.
zu 8: Ein Menschen-Chamäleon wechselt beliebig die Überzeugungen und kennt keine Scham.

 Vaga meinte dazu am 19.04.26 um 23:57:
Kurz noch ergänzend zu 8.: Ich tu mich generell schwer mit Mensch-zu-Tier-zu-Mensch-Vergleichen, vor allem wenn sie negativ konnoTiert sind. Außerdem ist das Chamäleon eins meiner Lieblingstiere .

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 20.04.26 um 00:25:
Das ehrwürdige Genre der Fabel beruht auf solchen Vergleichen.

 Saira (21.04.26, 09:57)
Lieber Ekki,

Farbenspiele nach außen und das Farblose im Inneren. Du hast sie toll gegenübergestellt.

Am stärksten find ich die Eins, Sechs und Acht. 

Gern gelesen.

Herzliche Grüße
Sigi
 
P.S.: Du hast mich mit deinen lieben Wünschen zum Geburtstag doppelt beschenkt. Ein verspätetes Dankeschön an dieser Stelle!

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 21.04.26 um 17:47:
Vielen Dank für deine Kommentare als farbigen Abglanz, Sigi
Herzliche Grüße
Ekki
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