Die süße Frucht der Bosheit

Aphorismus zum Thema Beobachtungen

von  Saira

Bosheit ist der süße Nektar für die, die sich an der Schwäche anderer laben.

 

 

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2024



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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (15.11.24, 09:52)
Hallo Sigi,

Sie reizt, weil sie ein Tabu verletzt.

Liebe Grüße
Ekki

 LotharAtzert meinte dazu am 15.11.24 um 10:52:
Lies' mal wieder Baudelaire, Ekki.

 Saira antwortete darauf am 15.11.24 um 18:38:
Hallo Ekki,
 
meinst du, das kann man damit vergleichen?
 
Jemand, der seine Bosheit an Schwachen auslebt und damit sein Lebensgefühl füttert, empfindet mehr als nur den Reiz eines Tabubruchs. Ich finde es schwer, mich in diese Gedankenwelt hineinzuversetzen; sie erscheint mir einfach krank.
 
Liebe Grüße,
Sigi

 AchterZwerg (16.11.24, 08:18)
Bei häufiger Peinigung der Mitmenschen besteht allerdings Suchtgefahr!
Selbst das "schönste" Hobby kann krank machen.

Wir Zwerge sind gottlob nur selten richtig boshaft, bizzeln aber zuweilen recht gern ...

Liebe Grüße
Heidrun

 Saira schrieb daraufhin am 16.11.24 um 10:08:
Moin lieber Bizzel-Zwerg, da bist du ja wieder :)
 
… und wie recht du hast!
 
Liebe Grüße
Sigi

 TassoTuwas (16.11.24, 19:02)
Moin Sigi,
 
Boshaftigkeit erfreut nur den Boshaften.
Er hat ja sonst nichts.

Herzliche Grüße
TT

 Saira äußerte darauf am 16.11.24 um 19:16:
Mein lieber weiser Freund,

genauso ist es.

Herzlichst
Sigi

 Teo (17.11.24, 10:08)
Die Frage ist, bedarf es immer der Schwäche des anderen.
Rache käme auch in Frage.
Friedvolles Wochenende 
Teo

 Saira ergänzte dazu am 17.11.24 um 12:17:
Moin Teo,
 
ich denke, dass Rache keiner wirklichen Bosheit bedarf, aber sie kann entstehen. Wenn ein geliebter Mensch gequält oder getötet wurde, ist Rache verständlich, auch wenn sie nicht in Ordnung ist. Wenn ein Psychopath eine Frau tötet, weil sie ihn verlassen hat, ist das krank und böse. Das ließe sich jetzt an weiteren Beispielen fortführen.
 
Ich sehe hier die Bosheit von Menschen, die innerlich wachsen, wenn sie Schwächeren Leid zufügen.
 
Liebe Grüße in ein hoffentlich entspanntes Wochenende!
Sigi

 Reliwette (23.02.26, 16:20)
Boshaftigkeit hat viele "Fächer": Von minus 10 über 0 bis hin zu plus 10. Welcher Wert ist zu bennenen, wenn ich jemandem ein Bein stelle? Ist Schadenfreude nicht auch eine Bosheit? Aber welcher Wert wird auf der Skala angesetzt. Plus 10 wäre ein Streich, den ich jemandem spiele, aber mit eingeplanter Körperverletzung oder nur so....
Ganz schweres Thema. Lieber Gruß!
Reli

 Saira meinte dazu am 24.02.26 um 10:38:
Lieber Reli,

deine Skala gefällt mir – Bosheit als messbares Phänomen zwischen minus und plus. Aber ich frage mich, ob sie sich wirklich so linear erfassen lässt.

Vielleicht liegt der entscheidende Wert nicht in der Tat, sondern in der Haltung dahinter.

Ein Bein stellen kann Albernheit sein – oder kalkulierte Demütigung.

Schadenfreude kann ein flüchtiges Zucken sein – oder ein inneres Festmahl.

Bosheit beginnt für mich dort, wo das Leid des anderen nicht nur in Kauf genommen, sondern als Nahrung gebraucht wird.

Gerade deshalb ist es ein „schweres Thema“ – weil die Übergänge so fließend sind.

Herzliche Grüße
Saira
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