Hier fremd ist schwer
Text zum Thema Mitmenschen
von eiskimo
Anmerkung von eiskimo:
Wie sollst du als Fremder das verstehen?
Kommentare zu diesem Text
Hallo eiskimo,
`Wie sollst du als Fremder das verstehen? ´….Tja, ich bin in D. geboren, aber mein Leben lang immer wieder als `Fremder´ eingeordnet, ...Diskriminierung begleitet mich, solange ich zurückdenke …immer mal wieder, oftmals überraschend. Aber auch in meinem Vaterland gibt es `solche´ Menschen, da bin ich dann `der deutsche´. …aber noch sind sie in der Minderheit ...
...sehr gut beschrieben eiskimo …
rv
`Wie sollst du als Fremder das verstehen? ´….Tja, ich bin in D. geboren, aber mein Leben lang immer wieder als `Fremder´ eingeordnet, ...Diskriminierung begleitet mich, solange ich zurückdenke …immer mal wieder, oftmals überraschend. Aber auch in meinem Vaterland gibt es `solche´ Menschen, da bin ich dann `der deutsche´. …aber noch sind sie in der Minderheit ...
...sehr gut beschrieben eiskimo …
rv
Sehr viel bei dieser Einordnung "fremd" oder nicht, das spielt sich m. E. im Kopf ab, reflexartig und aus der Distanz.
In dem Moment, wo du die Distanz aufbrichst und die andere Person kennenlernst, geschieht etwas Wunderbares: Da kriegt einer einen Namen, eine Geschichte und deine Vorbehalte lösen sich in Luft auf.
Kontakt ist elementar. Ghettobildung ist Gift. Deswegen sollte man aufeinander zugehen.
Wir beide tun das übrigens gerade - und ich finde es gut!
Cu
Eiskimo
In dem Moment, wo du die Distanz aufbrichst und die andere Person kennenlernst, geschieht etwas Wunderbares: Da kriegt einer einen Namen, eine Geschichte und deine Vorbehalte lösen sich in Luft auf.
Kontakt ist elementar. Ghettobildung ist Gift. Deswegen sollte man aufeinander zugehen.
Wir beide tun das übrigens gerade - und ich finde es gut!
Cu
Eiskimo
Alabanda (41)
(05.06.26, 14:42)
(05.06.26, 14:42)
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Teo (73) antwortete darauf am 05.06.26 um 15:02:
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Im Dortmunder Norden schon lange, Teo. Dort ist jeder Eingeborene
längst fremd. Die Leute erkennen ihre eigene Heimat nicht wieder.
längst fremd. Die Leute erkennen ihre eigene Heimat nicht wieder.
Teo (73) äußerte darauf am 05.06.26 um 15:13:
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Ich weiß wen Du meinst. Eine intelligente und mutige Abgeordnete,
die das asspricht wozu andere zu feige sind. Meine Achtung hat sie.
die das asspricht wozu andere zu feige sind. Meine Achtung hat sie.
Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 15:22:
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"Zuckerwattenplauderer"
Luschtig ist nur, dass sie in priviligierten Ecken wohnen, da kann man mangels Betroffenheit sein Mäulchen weit aufsperren.
Kannst Du Dich noch erinnern an die Rot-Grüne Elite, welche sich gegen Migranten-Container geperrt hat, weil diese in die ach so tolle
Einheit ihrer Wohnanlage nicht passten
Verteilen wollen sie das Elend überall, aber selber gehen sie auf Abstand. Die Güte in Persona., was denn sonst.
Einheit ihrer Wohnanlage nicht passten
Verteilen wollen sie das Elend überall, aber selber gehen sie auf Abstand. Die Güte in Persona., was denn sonst.
Antwort geändert am 05.06.2026 um 15:32 Uhr
Treffend, Eiskimo. In zwei Zeilen zeigst du, dass es Menschen gibt, für die ein Fremder immer ein Fremder bleibt, ganz gleich, was er tut. Integration wird ständig eingefordert, aber wenn sie gelingt, wird einfach das Ziel verschoben.
Fast schon komisch ist, dass einige Kommentatoren unter deinem Text sofort den praktischen Anschauungsunterricht liefern. Statt über die Aussage nachzudenken, werden Neukölln, Ückendorf oder der Dortmunder Norden aufgerufen, als wäre das ein Gegenargument. Dabei bestätigen solche Einwürfe nur deine Beobachtung: Der Fremde ist nicht deshalb fremd, weil er fremd ist, sondern weil manche ihn fremd haben wollen.
Besonders verräterisch ist, wie schnell aus einem kleinen Sprachspiel über Vorurteile eine Debatte über ganze Bevölkerungsgruppen wird.
Dein letzter Satz ist daher goldrichtig. Wie soll ein Fremder das verstehen? Die bessere Frage lautet manchmal: Wie soll er es nicht verstehen?
LG
Saira
Fast schon komisch ist, dass einige Kommentatoren unter deinem Text sofort den praktischen Anschauungsunterricht liefern. Statt über die Aussage nachzudenken, werden Neukölln, Ückendorf oder der Dortmunder Norden aufgerufen, als wäre das ein Gegenargument. Dabei bestätigen solche Einwürfe nur deine Beobachtung: Der Fremde ist nicht deshalb fremd, weil er fremd ist, sondern weil manche ihn fremd haben wollen.
Besonders verräterisch ist, wie schnell aus einem kleinen Sprachspiel über Vorurteile eine Debatte über ganze Bevölkerungsgruppen wird.
Dein letzter Satz ist daher goldrichtig. Wie soll ein Fremder das verstehen? Die bessere Frage lautet manchmal: Wie soll er es nicht verstehen?
LG
Saira
Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 15:30:
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Teo, ich verstehe, dass du die Realität schwieriger Erfahrungen ansprechen willst und ja, es gibt Fälle, die Ärger, Angst oder Verzweiflung auslösen. Aber genau darum geht es in meinem Kommentar und bei Eiskimos Text: Wir sprechen nicht über Einzelfälle, sondern über das starre Bild vom „Fremden“, das manche sich machen und das jede Begegnung vergiftet.
Wenn wir sofort jeden Einzelvorfall als Beweis für die Fremdheit einer ganzen Gruppe nehmen, dann verlieren wir den Blick für die Mehrheit, die sich integrieren möchte, die respektvoll miteinander lebt.
Dein Beitrag liest sich, als wären Sinti und Roma per se die Schuldigen. Das ist eine Verallgemeinerung, die Eiskimos Beobachtung bestätigt: Fremdsein ist oft weniger Sache der Tat als der Vorurteile.
Es geht nicht darum, Probleme zu leugnen, sondern darum, sie nicht als Rechtfertigung für Vorurteile zu missbrauchen. Sonst bestätigt jeder Einzelfall nur die Logik, die wir eigentlich hinterfragen sollten.
Wenn wir sofort jeden Einzelvorfall als Beweis für die Fremdheit einer ganzen Gruppe nehmen, dann verlieren wir den Blick für die Mehrheit, die sich integrieren möchte, die respektvoll miteinander lebt.
Dein Beitrag liest sich, als wären Sinti und Roma per se die Schuldigen. Das ist eine Verallgemeinerung, die Eiskimos Beobachtung bestätigt: Fremdsein ist oft weniger Sache der Tat als der Vorurteile.
Es geht nicht darum, Probleme zu leugnen, sondern darum, sie nicht als Rechtfertigung für Vorurteile zu missbrauchen. Sonst bestätigt jeder Einzelfall nur die Logik, die wir eigentlich hinterfragen sollten.
@Saira
Ich habe oben bei rabenvata geschrieben, wie ich versuche, damit umzugehen. In Köln gibt es auch Viertel, wo man sich wie in der Türkei fühlen könnte. Ich bin da gerne. Super Essen, zuvorkommender Service, nette Gespräche.
Dass es woanders nicht so klappt, weiß ich auch. Aber die Fronten kann man nur durch Begegnung aufbrechen.
Saint-Exupery hat das so schön erzählt, ich meine die Szene der Kleine Prinz und der Fuchs. ..
Voila. Il faut apprivoiser les hommes
Du wirst das verstehen.
Liebe Grüße
Eiskimo
Ich habe oben bei rabenvata geschrieben, wie ich versuche, damit umzugehen. In Köln gibt es auch Viertel, wo man sich wie in der Türkei fühlen könnte. Ich bin da gerne. Super Essen, zuvorkommender Service, nette Gespräche.
Dass es woanders nicht so klappt, weiß ich auch. Aber die Fronten kann man nur durch Begegnung aufbrechen.
Saint-Exupery hat das so schön erzählt, ich meine die Szene der Kleine Prinz und der Fuchs. ..
Voila. Il faut apprivoiser les hommes
Du wirst das verstehen.
Liebe Grüße
Eiskimo
Antwort geändert am 05.06.2026 um 15:42 Uhr
Alabanda (41) meinte dazu am 05.06.26 um 15:41:
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Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 15:46:
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nun ja, von Muslimen jetzt auch zu Sinti und Roma ist es nicht mehr so weit, bis zu Juden. Lass mal zwei/drei Juden in den Hinterhof kacken, sind`s dann auch wieder `alle´.Die AfD wird`s schon richten. Eigenartig, das mich Das an etwas erinnert...
Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 15:51:
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@Teo
Teo, ich glaube, du unterschätzt, dass ich mit der Realität, von der du sprichst, durchaus vertraut bin. Ich bin nicht in einer idyllischen Kleinstadt aufgewachsen, sondern in Altona und in der City Nord, da gab es genug Gelegenheiten, die Welt von der rauen Seite kennenzulernen. Und ja, ich habe negative Erfahrungen gemacht, aber nicht nur mit „Fremden“, sondern auch mit Deutschen.
Deshalb kann ich sehr wohl unterscheiden: Es gibt Menschen, die sich respektvoll verhalten, und solche, die Ärger machen. Aber ich verallgemeinere nicht eine ganze Gruppe aufgrund von Einzelfällen. Genau darum geht es bei meinem Kommentar und bei Eiskimos Text: Fremdsein wird oft konstruiert, nicht nur erlebt. Wer das nicht erkennt, übersieht die Menschen, die friedlich, freundlich und integriert leben, egal, welche Herkunft sie haben.
Wenn du also darauf bestehst, dass die Welt nur aus Problemen besteht, weil einige wenige schlecht handeln, dann reduzierst du die ganze Komplexität auf einen Reflex: Fremd ist böse, „die anderen“ sind schuld. Und genau das ist die Logik, die wir hinterfragen sollten.
Teo, unabhängig davon, wie unterschiedlich wir das Thema sehen: Der Kommentar an rabenvata ist völlig daneben.
Teo, ich glaube, du unterschätzt, dass ich mit der Realität, von der du sprichst, durchaus vertraut bin. Ich bin nicht in einer idyllischen Kleinstadt aufgewachsen, sondern in Altona und in der City Nord, da gab es genug Gelegenheiten, die Welt von der rauen Seite kennenzulernen. Und ja, ich habe negative Erfahrungen gemacht, aber nicht nur mit „Fremden“, sondern auch mit Deutschen.
Deshalb kann ich sehr wohl unterscheiden: Es gibt Menschen, die sich respektvoll verhalten, und solche, die Ärger machen. Aber ich verallgemeinere nicht eine ganze Gruppe aufgrund von Einzelfällen. Genau darum geht es bei meinem Kommentar und bei Eiskimos Text: Fremdsein wird oft konstruiert, nicht nur erlebt. Wer das nicht erkennt, übersieht die Menschen, die friedlich, freundlich und integriert leben, egal, welche Herkunft sie haben.
Wenn du also darauf bestehst, dass die Welt nur aus Problemen besteht, weil einige wenige schlecht handeln, dann reduzierst du die ganze Komplexität auf einen Reflex: Fremd ist böse, „die anderen“ sind schuld. Und genau das ist die Logik, die wir hinterfragen sollten.
Teo, unabhängig davon, wie unterschiedlich wir das Thema sehen: Der Kommentar an rabenvata ist völlig daneben.
@Teo
ich hab wenigstens ein Klo, du musst offensichtlich für deine braunen Haufen den KV nutzen ...mein Beileid, hol´dir doch ein Campingklo. ist auch praktisch, falls du mal flüchten müsstest.
ich hab wenigstens ein Klo, du musst offensichtlich für deine braunen Haufen den KV nutzen ...mein Beileid, hol´dir doch ein Campingklo. ist auch praktisch, falls du mal flüchten müsstest.
Antwort geändert am 05.06.2026 um 16:02 Uhr
Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 16:01:
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@Eiskimo
Ja, ich verstehe sehr gut, was du meinst. Vorurteile leben von der Distanz, Begegnungen dagegen von der Nähe.
Als ich deinen Text gelesen habe, musste ich genau daran denken: Solange jemand nur „der Fremde“ bleibt, kann man alles Mögliche auf ihn projizieren. Sobald er einen Namen, ein Gesicht und eine Geschichte bekommt, wird es deutlich schwieriger, ihn in eine Schublade zu stecken.
Ich bin in einer Großstadt aufgewachsen und habe Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kennengelernt. Manche Erfahrungen waren schön, manche unerquicklich, aber das galt für Deutsche genauso wie für Nichtdeutsche. Deshalb tue ich mich schwer damit, Menschen nach ihrer Herkunft zu beurteilen. Die spannendsten Begegnungen meines Lebens begannen oft mit dem, was zunächst fremd erschien.
Und ja, die Geschichte vom Fuchs und dem kleinen Prinzen passt wunderbar. Vielleicht ist das Geheimnis tatsächlich viel einfacher, als wir es oft machen: miteinander reden, zuhören und sich die Zeit nehmen, einander kennenzulernen.
Oder, um beim Fuchs zu bleiben:
« On ne voit bien qu’avec le cœur. L’essentiel est invisible pour les yeux. »
Und vielleicht auch:
« Apprivoiser, c'est créer des liens. »
(Zähmen heißt, Beziehungen schaffen.)
Genau daran fehlt es heute oft.
Liebe Grüße
Saira
Ja, ich verstehe sehr gut, was du meinst. Vorurteile leben von der Distanz, Begegnungen dagegen von der Nähe.
Als ich deinen Text gelesen habe, musste ich genau daran denken: Solange jemand nur „der Fremde“ bleibt, kann man alles Mögliche auf ihn projizieren. Sobald er einen Namen, ein Gesicht und eine Geschichte bekommt, wird es deutlich schwieriger, ihn in eine Schublade zu stecken.
Ich bin in einer Großstadt aufgewachsen und habe Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kennengelernt. Manche Erfahrungen waren schön, manche unerquicklich, aber das galt für Deutsche genauso wie für Nichtdeutsche. Deshalb tue ich mich schwer damit, Menschen nach ihrer Herkunft zu beurteilen. Die spannendsten Begegnungen meines Lebens begannen oft mit dem, was zunächst fremd erschien.
Und ja, die Geschichte vom Fuchs und dem kleinen Prinzen passt wunderbar. Vielleicht ist das Geheimnis tatsächlich viel einfacher, als wir es oft machen: miteinander reden, zuhören und sich die Zeit nehmen, einander kennenzulernen.
Oder, um beim Fuchs zu bleiben:
« On ne voit bien qu’avec le cœur. L’essentiel est invisible pour les yeux. »
Und vielleicht auch:
« Apprivoiser, c'est créer des liens. »
(Zähmen heißt, Beziehungen schaffen.)
Genau daran fehlt es heute oft.
Liebe Grüße
Saira
Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 16:05:
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Alabanda (41) meinte dazu am 05.06.26 um 16:23:
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@Tao,
...Es tut mir leid, mit persönlichen Erfahrungen nicht dienen zu können, aber du willst in einem solchen fiktiven Fall doch nicht irgendwo in den Hinterhof kacken? Ich glaube, das ist nicht gerne gesehen ...nicht das du da dem Pöbel ausgeliefert bist...
...Es tut mir leid, mit persönlichen Erfahrungen nicht dienen zu können, aber du willst in einem solchen fiktiven Fall doch nicht irgendwo in den Hinterhof kacken? Ich glaube, das ist nicht gerne gesehen ...nicht das du da dem Pöbel ausgeliefert bist...
Antwort geändert am 05.06.2026 um 16:29 Uhr
... um nicht weiter mit Schmutz zu werfen:
Alabanda sagte oben, "alles eine Frage der Menge..."
Das ist in der Tat der springende Punkt. Es gibt das Gesetz der Zahl, es gibt Mengenverhältnisse, "wo es kippt".
Fünf Leute in eine Gruppe von zwanzig zu integrieren, das klappt. Fünfzehn, das wird nicht klappen. Dafür muss man nicht Soziologie oder Psychologie studieren.
Was ich oben schon eimal schrieb: Ghettobildung ist Gift. Keine Parallelgesellschaften herbeiführen. Und vielleicht das wichtigste: Sprache verbindlich machen. Ohne gute Sprachkenntnisse geht gar nichts.
Da muss man ansetzen, und auch mit Druck.
Alabanda sagte oben, "alles eine Frage der Menge..."
Das ist in der Tat der springende Punkt. Es gibt das Gesetz der Zahl, es gibt Mengenverhältnisse, "wo es kippt".
Fünf Leute in eine Gruppe von zwanzig zu integrieren, das klappt. Fünfzehn, das wird nicht klappen. Dafür muss man nicht Soziologie oder Psychologie studieren.
Was ich oben schon eimal schrieb: Ghettobildung ist Gift. Keine Parallelgesellschaften herbeiführen. Und vielleicht das wichtigste: Sprache verbindlich machen. Ohne gute Sprachkenntnisse geht gar nichts.
Da muss man ansetzen, und auch mit Druck.
Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 16:33:
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Alabanda (41) meinte dazu am 05.06.26 um 16:34:
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@eiskimo, So sehe ich auch die Problematik.... Verbindliche Sprach/Integrationskurse, schnellstmögliche Arbeitsaufnahme, keine Ghettoisierung ...so kann ein Schuh d`raus werden.
Aber Dobrindt hat dafür die Mittel zusammengestrichen ...
aber ich lese in deinem Text die Voreingenommenheit eines Teils der Gesellschaft. Ich habe damit leben gelernt...Deutschland ist meine Heimat und trotzdem befinden einige, das dem nicht so ist...ich bin ein anderer...nichtdeutsch...
Aber Dobrindt hat dafür die Mittel zusammengestrichen ...
aber ich lese in deinem Text die Voreingenommenheit eines Teils der Gesellschaft. Ich habe damit leben gelernt...Deutschland ist meine Heimat und trotzdem befinden einige, das dem nicht so ist...ich bin ein anderer...nichtdeutsch...
Antwort geändert am 05.06.2026 um 16:56 Uhr
Alabanda (41) meinte dazu am 05.06.26 um 16:56:
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@rabenvata
Ja, da wird gestrichen, wider besseres Wissen. Man verliert Menschen.... Ohne Sprache und Ausbildung werden sie zu einer teuren Hypothek, viel teurer als ihre Starthilfe gekostet hätte.
Ja, da wird gestrichen, wider besseres Wissen. Man verliert Menschen.... Ohne Sprache und Ausbildung werden sie zu einer teuren Hypothek, viel teurer als ihre Starthilfe gekostet hätte.
@Alabanda
Das gibt es, und das ist Sch...
Was es aber auch gibt: Mein Sohn war auf einer Schule, wo 24 Nationen vertreten waren, es gab keine "Ausländerklassen", viel Kulturarbeit, der Schülersprecher war Iraner...
Es gilt, falsche Entwicklungen möglichst rasch umzukehren, aber dabei auch die Menschen zu sehen.
Das gibt es, und das ist Sch...
Was es aber auch gibt: Mein Sohn war auf einer Schule, wo 24 Nationen vertreten waren, es gab keine "Ausländerklassen", viel Kulturarbeit, der Schülersprecher war Iraner...
Es gilt, falsche Entwicklungen möglichst rasch umzukehren, aber dabei auch die Menschen zu sehen.
Alabanda (41) meinte dazu am 05.06.26 um 17:17:
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@Alabanda,
da bin ich relativ dicht bei dir…
Selbstverständlich gilt es IMMER, den EINZELNEN Menschen zu sehen.
Es könnte wenigstens versucht werden , schlechte Entwicklungen umzukehren. Nur der Tod ist defenitiv unumkehrbar.
Prävention ist ein vielfältiger Bereich -fängt schon in den Heimatländern an - und IST unabdingbar…
da bin ich relativ dicht bei dir…
Selbstverständlich gilt es IMMER, den EINZELNEN Menschen zu sehen.
Es könnte wenigstens versucht werden , schlechte Entwicklungen umzukehren. Nur der Tod ist defenitiv unumkehrbar.
Prävention ist ein vielfältiger Bereich -fängt schon in den Heimatländern an - und IST unabdingbar…
@teo
Sorry, dass ich ausnahmsweise auch etwas persönlich werde.
Du schriebst oben, dass du Saira nicht verstehst. Das gibt mir zu denken. Du bist doch beileibe kein dummer Mann. Oder warst du da nicht du? Hängst du auch an Fäden?
...
Nur so als kleiner Denkanstoß.
Sorry, dass ich ausnahmsweise auch etwas persönlich werde.
Du schriebst oben, dass du Saira nicht verstehst. Das gibt mir zu denken. Du bist doch beileibe kein dummer Mann. Oder warst du da nicht du? Hängst du auch an Fäden?
...
Nur so als kleiner Denkanstoß.
Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 19:02:
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Alabanda (41) meinte dazu am 05.06.26 um 19:17:
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Teo (73) meinte dazu am 05.06.26 um 21:16:
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Teo,
die Vorstellung, dass ich „an Fäden hänge", ist interessant: sie unterstellt, dass mein Denken fremdgesteuert wäre.
Ich sehe es eher so: Jeder hat seine Fäden, ja, aber die liegen in der eigenen Hand. Wer behauptet, jemand anderes ziehe an ihnen, verwechselt Reflexion und Argumentation mit Manipulation.
Ich handele nicht nach dem Ziehen unsichtbarer Fäden, sondern nach Überzeugung, Erfahrung und Abwägung.
Wenn du meinst, die Realität lasse sich auf extreme Einzelfälle reduzieren und alles andere sei „falsch verdrahtet", dann fehlt dir der Blick für die Komplexität der Gesellschaft. Ich lasse mich nicht durch Polemik oder persönliche Projektionen leiten: Das ist mein Faden.
Kurz: Ich hänge nur an einem Faden – meinem eigenen.
LG
Saira
die Vorstellung, dass ich „an Fäden hänge", ist interessant: sie unterstellt, dass mein Denken fremdgesteuert wäre.
Ich sehe es eher so: Jeder hat seine Fäden, ja, aber die liegen in der eigenen Hand. Wer behauptet, jemand anderes ziehe an ihnen, verwechselt Reflexion und Argumentation mit Manipulation.
Ich handele nicht nach dem Ziehen unsichtbarer Fäden, sondern nach Überzeugung, Erfahrung und Abwägung.
Wenn du meinst, die Realität lasse sich auf extreme Einzelfälle reduzieren und alles andere sei „falsch verdrahtet", dann fehlt dir der Blick für die Komplexität der Gesellschaft. Ich lasse mich nicht durch Polemik oder persönliche Projektionen leiten: Das ist mein Faden.
Kurz: Ich hänge nur an einem Faden – meinem eigenen.
LG
Saira
Der Titel suggeriert, dass es anderswo evtl. leichter sei, fremd zu sein. Nenne mir einen solchen Ort!
Wer aber hat behauptet, dass ein Wohnortswechsel irgendwo leicht sei? Schon ein Umzug in ein anderes Stadtviertel kann eine Herausforderung bedeuten, ein anderes Bundesland eine gravierende Umgewöhnung.
Ist es also zu erwarten, dass Migration in einen anderen Erdteil, ein anderes Klima, eine andere Kultur, andere Sprache, Gesetze usw. eine Leichtigkeit sein würden? Und wer ist für die Probleme verantwortlich?
Wer aber hat behauptet, dass ein Wohnortswechsel irgendwo leicht sei? Schon ein Umzug in ein anderes Stadtviertel kann eine Herausforderung bedeuten, ein anderes Bundesland eine gravierende Umgewöhnung.
Ist es also zu erwarten, dass Migration in einen anderen Erdteil, ein anderes Klima, eine andere Kultur, andere Sprache, Gesetze usw. eine Leichtigkeit sein würden? Und wer ist für die Probleme verantwortlich?
Ich könnte dir jetzt Länder nennen, wo mir bei meinen Reisen eine beeindruckende Gastfreundschaft entgegen gebracht wurde, in Asien, in Mittelamerika... Aber ich kam damals nicht als mittelloser Flüchtling, nicht als einer von ganz vielen und ich beanspruchte auch keinen Platz zu bleiben. Da gilt es also zu unterscheiden..
Dennoch glaube ich, dass sich in unserem Land das, was einmal Willkommenskultur genannt wurde, sehr gewandelt hat. Aus unterschiedlichsten Gründen. Weiter oben in den Kommentaren wurde das auch angesprochen. Pauschale Schuldzuweisungen helfen da nicht, denke ich. Die vergiften nur das Klima. Dem einzelnen fair und als Mensch begegnen - so, wie man auch selber gern behandelt würde, wäre man in dieser Not - das scheint mir geboten. Fluchtursachen bekämpfen, gerechte Handelsabkommen, Hilfen vor Ort, all das langfristig und gezielt, so dass es die richtigen Adressaten erreicht - das alles sowieso.
Dennoch glaube ich, dass sich in unserem Land das, was einmal Willkommenskultur genannt wurde, sehr gewandelt hat. Aus unterschiedlichsten Gründen. Weiter oben in den Kommentaren wurde das auch angesprochen. Pauschale Schuldzuweisungen helfen da nicht, denke ich. Die vergiften nur das Klima. Dem einzelnen fair und als Mensch begegnen - so, wie man auch selber gern behandelt würde, wäre man in dieser Not - das scheint mir geboten. Fluchtursachen bekämpfen, gerechte Handelsabkommen, Hilfen vor Ort, all das langfristig und gezielt, so dass es die richtigen Adressaten erreicht - das alles sowieso.
Ich habe erst begriffen, wie fremd ich hier bin, nachdem ich mich mustergültig integriert und hier 30 Jahre gelebt habe.
Aber es liegt zu 1% an Deutschland und zu 90% an mir. 9%, also neunmal so viel wie die deutsche Willkommenskultur, hat die Kontingenz des Lebens dazu beigetragen.
Aber es liegt zu 1% an Deutschland und zu 90% an mir. 9%, also neunmal so viel wie die deutsche Willkommenskultur, hat die Kontingenz des Lebens dazu beigetragen.