Befürchtete Autobus SCAM Anrufe, Men in Black in da house, und irgendwie … certe notti

Tagebuch zum Thema Reisen

von  S4SCH4

Männer in schwarz und merkwürdige Anrufe auf dem Mobiltelefon. Spannend? Naja! Nur die Aussicht auf Bier und Pizza und ein Bett lässt mich sowas beiläufig hinnehmen, ohne Angst oder ihren Folgeerscheinungen.

 

Der besagte Anruf galt meinem Essen (`höre ich da Lieferando`), wie sich nach einer mehrminütigen Diskussion auf Englisch und einigen Brocken Italienisch herausstellte, dies nachdem wir von einem Autobus (!) redeten, von Telefonnummern die niemand hatte, von Standorten, die niemand mitteilen wollte und so weiter. Nichtsdestoweniger, ich fand ihn Pizzaboten schließlich auf der Straße vor der Jugendherberge - er kannte den Ort offensichtlich nicht - gerade während mir zwei ganz in schwarz gekleidete Männer entgegenkamen.

 

Mit der Pizza und dem Birra Moretti wieder im Hostel angelangt, setzte ich mich ins Foyer an meinen Laptop und schrieb weiter, nebenbei verspeiste ich das Essen. Die beiden Männer in Schwarz checkten gerade ein und wenn ich mich nicht verhört habe, sind es nunmehr meine Zimmerbuddys.

 

Ansonsten ist das Foyer leer, kein Gast, nur ein Mitarbeiter (immerhin), ich will mich nicht beschweren, aber die hübsche Dame von heute Mittag mit ihrem kleinen weißen Hund hat bereits Feierabend (so sad oder auch: cosí trite)

 

Mein Vorhaben, mich in der Stadt Giulianova sehen zu lassen oder zumindest im Umkreis mal etwas trinken zu gehen, vielleicht in der Bar um die Ecke, ist nach dem Essen nicht mehr sehr ausgeprägt. Außerdem dämmert es und wird dunkel. Mein Schlafwachrhythmus hat sich in den letzten Tagen darauf eingestellt mit der Sonne und dem Mond aufzustehen beziehungsweise ins Bett zu gehen.

 

Die italienische Rätselshow, die im TV des Foyers auf Rai 1 läuft, zeigte gerade einen Ausschnitt des italienischen Sängers Ligabue. Da werden mir Erinnerungen wach! Und ich bin sehr erstaunt darüber, was eine Stimme alles auslösen kann. Aber ich werde nur selten und eher schwer wehmütig, so ziehe ich gedanklich schnell weiter … denn wenn es mich einmal erwischt, dann ebenfalls eher schwer als nur leicht. Doch alles findet eine Erklärung in …

 

Certe notti.




Anmerkung von S4SCH4:

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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (13.10.26, 21:46)
"Einige Nächte", voller Romantik und Freundschaft, Jugendtraum vergangener Jahre, aber einsam in einer fremden Stadt auf einer Erkundungsreise mit Sprachschwierigkeiten, wobei englisch auch nicht immer weiterhilft.
Dass du diese Reise unternimmst, ist schon beachtenswert - trotz Kreditkarte mit jeder Menge Belastbarkeit.
Wenn diese Karte verlorengeht, dann ab ins Kloster! oder die deutsche Botschaft in Rom. Der Papst kann auch nur beten!
Also Chapeu, lieber Sascha, für deinen Mut zu dieser langen Reise, denn vom Rurgebiet bis Torttoretto Lido sind es mehr als 1500 km in direkter "Gipfel-Fallinie" und über die Autobahn und nicht über Fahrradwege, na ja und einige Teilstrecken mit der Bahn.
Ich werde dir ab und an einen Stern geben, aber der verfällt nach 1 Monat wieder. Vielleicht hilft dir meine sportliche Anerkennung besser, mein Freund.Das E-Bike hin, das E-bike her, wenn du es Treppen hochschleppen musst und wieder herunter, das kostet sehr, sehr viel Kraft und Energie.
Ich wünsche Deiner Tour ein gutes Ende.
Lieber Reisegruß! Hartmut

Kommentar geändert am 13.10.2026 um 21:50 Uhr

Kommentar geändert am 13.10.2026 um 21:51 Uhr
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