Wir haben das Staunen verlernt

Ansprache zum Thema Betrachtung

von  EkkehartMittelberg

Staunen ist Beginn der Philosophie.

Man zeigt es heute selten oder nie,

Denn wer staunt, gilt als naiv,

Nicht als einer, der zum Denken rief.

 

Nichts ist selbstverständlich für das Staunen,

Es glaubt nicht an Willkür und an Launen.

Fragen schließen ihm Geheimes auf,

Forschen nimmt so seinen Lauf.

 

Sokrates nannte es Anfang der Weisheit,

Newton wusste über Staunen Bescheid,

Er spiele als Kind am Meeresstrand,

Wo er schöne Muscheln fand,

 

Hat an den unerforschten Ozean gedacht

Und staunend gespürt der Schöpfung Macht.

Zeigen wir Staunen, ohne uns zu schämen,

Treibt es voran, anstatt zu lähmen.



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (03.11.26, 11:24)
Hallo, lieber Ekki,
 das erste Mal, als ich gestaunt habe, war die Reaktion meiner Mutter, dass ich mir vom Schulweg der ersten Klasse nach Hause in die Hose gepinkelt habe. Die "Technik". mich hinter einen Baum zu stellen,. habe ich erst viel später im "Westen" erlernt.

Dein wunderbarer Text hat mich heute daran erinnert.
Lieber Gruß!
Hartmut

 EkkehartMittelberg meinte dazu am 03.11.26 um 11:30:
Merci, Hartmut,
dein erstes Staunen war entwicklungsfähig. :)

LG
Ekki

 TassoTuwas (03.11.26, 11:41)
Hallo Ekki,

wir haben das Staunen verlernt, weil wir inzwischen alles für machbar halten. Es gibt kein "unmöglich" mehr"!
Mich lässt allerdings eines staunen, mit jeder Neuigkeit in der "Digitalen Welt" gibt es sofort ungeahnte Möglichkeiten diese zu missbrauchen.

Herzliche Grüße
TT

 EkkehartMittelberg antwortete darauf am 03.11.26 um 12:07:
Du hast eine sehr gute Erklärung für mangelndes Staunen gegeben, Hans.
Ich selber staune noch über unerwartete Reaktionen. Manchmal können sie einem eine riesige Freude bereiten. Heute ist so ein Tag für mich.
Herzlichst
Ekki
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