Das Schweigen der Welt

Gedicht zum Thema Leben/Tod

von  Saira

In Gaza schlafen die Kinder
mit dem Geräusch von Drohnen ein.
Nicht mit Märchen.
Nicht mit Liedern.
Mit dem Summen des Todes
über den Dächern ihrer Nächte.

 

Ein dreijähriger Junge
trug Festkleidung.
Kleine Schuhe.
Ein Hemd für eine Hochzeit.
Seine Mutter strich ihm noch über das Haar,
bevor der Himmel ihn zerriss.

 

Jetzt hängt sein Name
zwischen Staub und Blut
an den Wänden eines zerborstenen Tages.

 

Auf den Märkten
liegen keine Früchte mehr,
nur Schreie.
Keine Zukunft mehr,
nur Trümmer,
die nach verbrannter Kindheit riechen.

 

Die Krankenhäuser gleichen stillen Vorzimmern des Todes.
Ärzte nähen Wunden
mit leeren Händen.
Mütter drücken fiebernde Kinder
an ausgehungerte Körper,
als könnten Rippen
noch Schutz bedeuten.

 

Und irgendwo auf der Welt
läuft der Alltag weiter.

 

Tassen klirren.
Menschen lachen.
Nachrichten wechseln das Thema.

 

Doch Gaza bleibt.
Wie eine offene Wunde
im Gesicht der Menschheit.

 

Dort lernen Kinder zuerst,
wie man Tote erkennt,
bevor sie schreiben können.

 

Und jede zerstörte Schule
fragt uns schweigend:

 

Wie viele kleine Körper
müssen noch unter Staub verschwinden,
bis die Welt endlich aufhört,
wegzusehen?

 

 

 

©Sigrun Al-Badri/ 2026




wBnLaedM7ZqgQAAAABJRU5ErkJggg==

Fotoneuschöpfung für das Forum genehmigt

 

 







Anmerkung von Saira:

Was in Gaza geschieht, ist längst nicht mehr nur Krieg.

Es ist die systematische Zerstörung einer Bevölkerung durch Bombardierung, Vertreibung, Hunger und das gezielte Lahmlegen aller lebensnotwendigen Strukturen.
Verhindert oder massiv eingeschränkt werden unter anderem:

– Lebensmittel- und Hilfslieferungen
– Trinkwasser und Wasseraufbereitung
– Medikamente und medizinische Geräte
– Treibstoff für Krankenhäuser und Generatoren
– Stromversorgung
– Evakuierungen von Schwerverletzten
– humanitäre Korridore
– sichere Unterkünfte für Vertriebene
– funktionierende sanitäre Versorgung
– medizinische Hilfe für Kinder, Alte und Verletzte

Krankenhäuser brechen zusammen.
Operationen finden ohne ausreichende Betäubung statt.
Kinder sterben an Hunger, Infektionen oder fehlenden Medikamenten, obwohl Hilfe möglich wäre.

Und eines muss klar gesagt werden:

Die Benennung dieses Leids ist kein Antisemitismus.
Kritik an einer Regierung, an militärischem Vorgehen oder an möglichen Kriegsverbrechen richtet sich nicht gegen jüdische Menschen.

Menschlichkeit darf nicht davon abhängen, welche Sprache jemand spricht, welche Religion er hat oder auf welcher Seite einer Grenze er geboren wurde. Wer um tote Kinder, zerstörte Familien und verhungernde Menschen trauert, verteidigt keine Ideologie, sondern das Recht auf Leben.

Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von niemand, Citronella, Moppel und Verlo.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (13.05.26, 15:01)
Liebe Saira,  
Mensch kann nicht mehr wegsehen, und der Unterschied muss heißen ISRAEL und SEINE Führung, nicht Judentum, denn die Lehren der jüdischen Bücher sind es nicht, auf deren Grundlagen dieses Gemetzel stattfindet.Das hast du in deinem Kommentar gut beschrieben. Klar ist. dass Israel auch Feinde hat, die Drohnen, Panzer und Raketen gegen die Bewohner Israels einsetzen.
Es ist einfacher, einen gewaltbesetzten Krieg durch Agitation und miese Propaganda zu entfachen, als ihn wieder einzudämmen.

Der Hass dominiert den Verstand und menschliches Empfinden. Wenn alle Brücken gebrochen sind und Städte und ganze Landstriche im Wüstensand versinken und Menschen von Stunden auf Stunden zu überleben hoffen, zieht der Schnitter mit seiner Sense durch verkohlte Städte und Landschaften, fährt er seine traurige Ernte ein und hinterlässt Ströme von Blut und leblosen , verstümmelten Körpern. Es ist eine zum Himmel stinkende Schande.
Ein trauriger Gruß!
Reli

Kommentar geändert am 13.05.2026 um 15:02 Uhr

 Saira meinte dazu am 13.05.26 um 19:03:
Liebe Reli,

ich danke dir!

Genau das war mir wichtig: zwischen einer Regierung, militärischem Handeln und jüdischen Menschen zu unterscheiden.

Denn Menschlichkeit verliert ihren Wert, sobald Leid gegeneinander aufgerechnet wird.

Mein Gedicht will keine Ideologie bedienen, sondern auf das aufmerksam machen, was unter den Trümmern verschwindet: Kinder, Familien, Leben.

Und ja – Hass macht blind.
Auf allen Seiten!!!

Aber Schweigen macht mitschuldig und das was hier geschieht ist unsagbar und unendlich grausam!

Traurige Grüße
Saira
Alabanda (41)
(13.05.26, 15:19)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Saira antwortete darauf am 13.05.26 um 18:47:
Alabanda,

es ist erschreckend, wie selbstverständlich du Millionen Menschen kollektiv zu Trägern von Hass erklärst.

„Gazafamilien“, „Gazalehrer“, „Gazakinder“ - du sprichst nicht über einzelne Täter oder Ideologien, sondern über eine gesamte Bevölkerung.

Genau dort beginnt Entmenschlichung!

Mein Gedicht handelte von zerbombten Kindern, Hunger, zerstörten Krankenhäusern und menschlichem Leid.

Deine Antwort besteht fast ausschließlich daraus, dieses Leid ideologisch umzudeuten und moralisch zu relativieren.

Vielleicht solltest du dich fragen, warum dich tote Kinder weniger erschüttern als die Angst, jemand könnte Mitleid mit ihnen haben.
Alabanda (41) schrieb daraufhin am 13.05.26 um 21:45:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Saira äußerte darauf am 14.05.26 um 08:19:
Alabanda,

es geht hier nicht um „halbe Wahrheiten“ oder Ideologien einzelner Gruppen: es geht um Völkermord, Hunger und zerstörte Familien. Deine Relativierung, die Opfer zu Tätern zu machen, ist Entmenschlichung in Reinform.
Alabanda (41) ergänzte dazu am 14.05.26 um 12:35:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Saira meinte dazu am 14.05.26 um 16:18:
Alabanda,
 
du weichst dem eigentlichen Thema aus.
 
Mein Text handelt von zerbombten Kindern, Hunger, zerstörten Krankenhäusern und einer humanitären Katastrophe. Statt darauf einzugehen, verschiebst du die Diskussion permanent auf Antisemitismus und erklärst damit indirekt, warum das Leid in Gaza angeblich nicht eindeutig benannt werden dürfe.
 
Genau darin liegt das Problem.
 
Dass Antisemitismus existiert, bestreitet niemand. Dass Juden weltweit bedroht, beleidigt oder angegriffen werden, ist abscheulich und muss klar verurteilt werden.
 
Aber daraus folgt nicht, dass man über tote palästinensische Kinder nur noch unter dem Vorbehalt sprechen dürfte, ja niemandem „in die Hände zu spielen“.
 
Du behauptest, die Welt schweige nicht. Wirklich?
 
Die Welt sieht seit vielen Monaten hungernde Kinder, zerstörte Flüchtlingslager, bombardierte Krankenhäuser und Tausende Tote und diskutiert trotzdem oft zuerst darüber, ob Mitgefühl politisch verdächtig sein könnte.

Genau dieses moralische Ausweichen meine ich mit dem Schweigen der Welt.
 
Denn Schweigen bedeutet nicht nur, nichts zu sagen.
Schweigen bedeutet manchmal auch, das Grauen so lange umzudeuten, bis niemand mehr über die Opfer spricht.


Antwort geändert am 14.05.2026 um 16:21 Uhr
Alabanda (41) meinte dazu am 15.05.26 um 10:21:
Diese Antwort ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 Citronella (13.05.26, 15:57)
Nein, die Welt (außerhalb Deutschlands) schweigt nicht mehr. 

Eine israelische Kommission hat in zweijähriger Arbeit den mehrere hundert Seiten starken Report „Silenced no more“ erstellt, der die sexuellen Gräueltaten der Hamas vom 7. Oktober 2023 aufdeckt und  im Netz auf Englisch abrufbar ist. Er entstand auf der Grundlage unzähliger Interviews mit Betroffenen und Zeugen.

Wo wurde in Deutschland darüber berichtet? Hat hier schon mal jemand ein Gedicht über diese Seite der Geschichte geschrieben?

 Saira meinte dazu am 13.05.26 um 18:56:
Citronella,

mein Gedicht handelt von Menschenrechten, von zerstörten Leben und von der Frage, wie weit Entmenschlichung gehen darf, bevor die Welt endlich reagiert.

Während Kinder verhungern, Krankenhäuser zusammenbrechen und ganze Familien ausgelöscht werden, kommst du nicht etwa auf Mitgefühl zurück, sondern auf den Versuch, das Thema umzulenken.

Genau das ist erschütternd!

Denn Menschenrechte gelten nicht nur dann, wenn Opfer politisch „passen“.

Und das Leid einer Bevölkerung verschwindet nicht dadurch, dass man reflexartig auf andere Verbrechen verweist.

Wer Bilder aus Gaza sieht: ausgehungerte Kinder, zerbombte Flüchtlingslager, Massengräber unter Trümmern und darin nicht den Völkermord erkennt oder diskutieren will, verweigert sich bewusst der Realität des Geschehens.

Mein Gedicht hat keine Opfer gegeneinander ausgespielt.
Aber ich werde auch nicht akzeptieren, dass palästinensisches Leid ständig relativiert oder moralisch unter Vorbehalt gestellt wird.

Menschlichkeit darf keine Frage der Nationalität sein. Und Schweigen wird nicht dadurch besser, dass man es mit Ablenkung füllt.


Nur für dich zur Info, weil es dir so wichtig ist:
 
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_101253650/israel-palaestinenser-berichten-von-sexualisierter-gewalt-in-gefaengnissen.html


Antwort geändert am 13.05.2026 um 18:57 Uhr

 Citronella meinte dazu am 13.05.26 um 22:29:
Wer Bilder aus Gaza sieht:
Ich glaube nicht, dass du damals die verheerenden Bilder des Massakers vom 07.10.2023 gesehen hast, das 1.200 Menschenleben forderte: zerstückelte, verbrannte Körper und abgefackelte Wohnstätten als Ausbund eines unermesslichen, ummenschlichen Hasses auf Seiten der Hamas.  Diese Bilder wurden natürlich nicht im ÖRR und bei t-online, dieser äußerst ausgewogenen Quelle, gezeigt. Das konnte man den Zuschauern nicht zumuten.

Hungernde Kinder in Gaza (teilweise mit nachgewiesen gefakten Fotos) passen natürlich immer, darauf springen Gutmenschen an, ohne die Hintergründe zu erfragen. Oder hast du eine Erklärung dafür, warum Hilfsgüter dort wochenlang nicht weitergeleitet wurden und in der Sonne verrotteten?

Deinen Kriegs- und Katastrophengedichten sieht man oft die Dauerpropaganda an, die allabendlich im Fernsehen läuft. Gräueltaten werden nicht besser, wenn man sie lyrisch verpackt, vor allem dann nicht, wenn sie so einseitig dargestellt werden und jede Ausgewogenheit und jeder Realitätsbezug fehlt.



Menschlichkeit darf keine Frage der Nationalität sein. Und Schweigen wird nicht dadurch besser, dass man es mit Ablenkung füllt.


Und Aussagen werden nicht besser, wenn man sie mit Fettdruck füllt.

 Saira meinte dazu am 14.05.26 um 08:16:
Citronella,

dein letzter Beitrag ist ein Lehrstück rechter Relativierung: Du verwandelst den Völkermord an Kindern in Gaza in einen „Wettbewerb der Opfer“, lenkst von den Tätern ab und stellst moralisches Mitgefühl unter ideologische Vorbehalte. Diese Masche – das Leiden von Menschen zu Fußnoten für politische Agenda zu degradieren – ist genau das Werkzeug, mit dem rechte Narrative Empathie zersetzen.

Dass du meinen Text reflexartig als „propagandistisch“ abwertest, ist nicht nur sachlich falsch, es ist moralisch verheerend. Wie Reliwette treffend schrieb: Ein weites Herz wird sofort zum „Gutmenschentum“ erklärt, und die bewusste Verschiebung der Aufmerksamkeit auf andere Verbrechen ist eine Verhöhnung der Opfer.

Wir sprechen hier von VÖLKERMORD: Kinder sterben unter Bomben, verhungern, werden systematisch ausgehungert – und du relativierst es, als ginge es um journalistische Ausgewogenheit. Schweigen, Ablenkung, Relativierung – das sind die Werkzeuge, mit denen das Sterben unsichtbar gemacht wird. Dein Kommentar ist ein erschreckendes Beispiel dafür, wie rechte Maschen moralische Blindheit zur Normalität machen.


Das bewusste Verweigern von Nahrung, Wasser, Medikamenten und lebenswichtiger Hilfe an die Zivilbevölkerung Gazas stellt nach internationalem Recht eine Verletzung fundamentaler Menschenrechte, einen Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht und, wenn es gezielt auf die Zerstörung einer Gruppe abzielt, sogar einen Völkermord durch Verhungernlassen dar.

 Moppel meinte dazu am 14.05.26 um 12:12:
"Alabanda" scheibt: "Antisemitismus ist das mobbing gegen Juden im Namen von Gaza überall auf der Welt, von bösen Worten bis zum Mord."
Nein. Das ist rassistisch im Sinne gegen Gaza, was du schriebst und sehr simpel gedacht. :(
Dieter Wal, wieder da?

 Saira meinte dazu am 14.05.26 um 16:32:
Ja, Moppel, das empfinde ich wie du.


Antisemitismus muss klar benannt und bekämpft werden, immer. Aber Alabanda macht aus einzelnen Tätern, Ideologien oder Hassgruppen sprachlich gleich ein ganzes Volk und nahezu jede Solidarität mit Gaza zu einem antisemitischen Verdachtsmoment.

Dabei spielt der politische Kontext, wie etwa der Zionismus, eine Rolle: Die Ideologie des Zionismus prägt seit über einem Jahrhundert die politischen und territorialen Konflikte in Israel und Palästina. 

Ich will mit meinem Gedicht menschliches Leid sichtbar machen nicht Hass verbreiten. Wer daraus reflexartig eine Debatte über die angebliche moralische Verdächtigkeit von Mitgefühl macht, zeigt, wie schwer es inzwischen geworden ist, über tote palästinensische Kinder zu sprechen, ohne sofort unter Generalverdacht gestellt zu werden.


LG
Saira

P.S.: Nein, Alabanda kann nicht Dieter Wal sein. Er war klüger und hätte einen Kommentar nicht X-mal korrigieren müssen. Alabanda erinnert mich an jemand anderes, aber das ist nicht wichtig.

 Moppel meinte dazu am 14.05.26 um 18:25:
Dieter Wal war klug? GGGGG Wieder was gelernt...

 Verlo meinte dazu am 14.05.26 um 20:59:
Citronella hat geschrieben:
Eine israelische Kommission hat in zweijähriger Arbeit den mehrere hundert Seiten starken Report „Silenced no more“ erstellt, der die sexuellen Gräueltaten der Hamas vom 7. Oktober 2023 aufdeckt und im Netz auf Englisch abrufbar ist. Er entstand auf der Grundlage unzähliger Interviews mit Betroffenen und Zeugen.
Citronella, hat diese oder eine anderen Kommission sich auch damit beschäftigt und herausgefunden, wie es zu diesem Gräueltaten in Israel kommen konnte, wer sie in welchem Auftrag ausgeführt hat?

(Spätestens nach 9/11 sollte man vorsichtig sein, wenn Staaten mitteilen, wer ihnen Leid zugefügt hat. Wer sich mit beiden Ereignissen beschäftigt, findest mehrere Parallelen, die ein Muster erkennen lassen.)

Davon abgesehen: es gibt nichts, was das Töten von Kindern rechtfertigt.

 Citronella meinte dazu am 14.05.26 um 22:20:
@ Verlo:

Es gibt hier Kollegen, die empfehlen Al Jazeera als Informationsquelle. Vielleicht versuchst du es da einmal ...

 Verlo meinte dazu am 14.05.26 um 23:41:
Citronella, es gibt keinen Grund, Kinder abzuschlachten!

Außer man will Völker ausrotten.

 rabenvata meinte dazu am 15.05.26 um 06:58:
Ach gottchen Citronella, Al Jazeera beziehst du auf die Übersetzung auf Occupeidnews, welche ich verlinkt habe …


Extra für dich: Ehud Olmert, Zwölfter Premierminister von Israel (Kadima, früher Likud) am 22.05 2025, Haaretz Quelle:  https://archive.ph/3vvOi Übersetzung hebräisch/deutsch nötig


Auszug: Was wir in Gaza tun, ist der Vernichtungskrieg: die Tötung wahlloser Zivilisten, ohne Einschränkungen, grausam und kriminell. Wir tun dies nicht wegen des Verlusts der zufälligen Kontrolle eines bestimmten Sektors, nicht wegen eines unverhältnismäßigen Ausbruchs von Kämpfern in irgendeiner Einheit - sondern als Ergebnis einer Politik, die von der Regierung absichtlich, böse, böswillig, mit Promiskuität diktiert wird. Ja, wir begehen Kriegsverbrechen.
Erstens: der Hunger. In dieser Frage ist die Position hochrangiger Regierungsbeamter offen und klar. Ja, wir hindern die Bewohner des Gazastreifens daran, Nahrung, Medizin und minimale Lebensmittel als Teil einer erklärten Politik zu leben. Netanjahu versucht auf seine Weise, die Art der Anweisungen, die er gibt, zu verdunkeln, um seine rechtliche und strafrechtliche Verantwortung zu gegebener Zeit zu vermeiden. Aber einige seiner Cerisio sagen dies offen und öffentlich und sogar stolz: Ja, wir werden Gaza verhungern lassen. Weil alle Bewohner des Gazastreifens Hamas sind, und daher gibt es keine moralische oder operative Einschränkung, um sie alle zu zerstören, mehr als zwei Millionen Menschen. --


Dies ist nicht Al Jazeera, Das ist eine Aussage von Ehud Olmert bei Haaretz!


Und, wie argumentierst du nun? Kommt das irgendwie bei Dir an?


rv

Antwort geändert am 15.05.2026 um 07:06 Uhr

Antwort geändert am 15.05.2026 um 07:08 Uhr

 Saira meinte dazu am 15.05.26 um 10:03:
Moin Verlo, hallo rabenvata,

die Aussage von Ehud Olmert macht deutlich: Die Politik in Gaza ist kein „unvermeidlicher Krieg“, sondern gezielte Unterversorgung und systematisches Verhungernlassen von Zivilisten – einschließlich Kindern. Das ist dokumentiert und öffentlich zugänglich.

Citronellas Versuch, dieses Leid als „propagandistisch“ oder als bloßen Teil eines politischen Narrativs abzutun, verschiebt den Fokus weg von den Opfern und rechtfertigt damit indirekt das Unrecht. Es geht hier nicht um Ausgewogenheit oder Schuldfragen, sondern um menschliche Not, die klar benannt werden muss.
Kinder, Frauen und Männer, die sterben, weil lebensnotwendige Hilfe blockiert wird, sind Opfer gezielter Gewalt. Jede Relativierung, jedes „Abwägen“ von Verbrechen lenkt von der Verantwortung der Täter ab und verstärkt die Entmenschlichung der Opfer.

Wer hinsieht, erkennt die Realität: Schweigen, Ablenkung oder ideologische Vorbehalte verschleiern das Leid, machen die Opfer unsichtbar und verhindern, dass moralische Verantwortung übernommen wird.

LG
Saira

 eiskimo (13.05.26, 17:13)
Das ist kein Text, Saira, das ist ein Aufschrei, ein mehr als berechtigter, längst fälliger. 
Und Du formulierst ihn so, dass man nicht mehr weghören kann.
Möge er auch da gehört werden, wo die Front verläuft, die Front zur Menschenverachtung.
stiller Gruß 
Eiskimo

 Saira meinte dazu am 13.05.26 um 19:07:
Ich danke dir von ganzem Herzen, Eiskimo.

Vielleicht braucht es manchmal genau das:
keine perfekten Worte, sondern einen Aufschrei,
damit das Sterben nicht im Gewöhnlichen verschwindet.

Stille Grüße zurück
Saira

Antwort geändert am 13.05.2026 um 19:07 Uhr

 Reliwette meinte dazu am 13.05.26 um 23:27:
Liebe Saira, du hast ein weites Herz. Das wird dann dann als "Gutmensch" verurteilt. Diesen Spruchtenor finden wir hauptsächlich bei Extremnationalisten, u.a bei Afd Sympathiesanten. Und die Einschötzung deines Textes mit "profan" oder "spöttisch" einzuschätzen, ist eine mittelprächtige Unverschämtheit. Ich halte mich absichtlich aus dem Kauderwelsch von Citronella heraus. Denken und das Nachdenken sind zwei verschiedene Disziplinen. Dein Familienname Al-Badrie reicht gewissen Personen aus, um dich in eine politische Ecke zu stellen, die aus deinem Text überhaupt nicht abzuleiten ist. Ein solches Verhalten ist verabscheuungswürdig.
Ich schäme mich für solche Personen. Einen anerkennenden Gruß richte ich an Eskimo, der die Diskussion kurz und bündig auf den Punkt bringt.
Gruß! Hartmut T. Reliwette

Antwort geändert am 13.05.2026 um 23:32 Uhr

Antwort geändert am 13.05.2026 um 23:34 Uhr

 Saira meinte dazu am 14.05.26 um 08:29:
Lieber Reli,

es tut gut zu wissen, dass jemand sieht, dass ein weites Herz nicht Schwäche ist, sondern Stärke, und dass ein Aufschrei wie meiner nicht „profan“ oder „spöttisch“, sondern notwendig ist.

Danke, dass du die Unverschämtheit mancher Bewertungen klar benennst und gleichzeitig die moralische Klarheit in den Vordergrund stellst. Dein Hinweis, dass Denken und Nachdenken zwei verschiedene Dinge sind, trifft genau den Punkt und es ist ein Geschenk, dass es Menschen gibt, die einen Text wirklich verstehen, ohne ihn vorschnell in eine politische Ecke zu stellen.

Auch dein Gruß an Eiskimo zeigt mir, wie wichtig Haltung ist, nicht nur Worte. Ich bin dankbar für deine Unterstützung. Sie ist klug, warmherzig und menschlich.

Liebe Grüße
Saira

 rabenvata (14.05.26, 09:33)
Ich möchte mit einem Gedicht von Erich Fried, welches nach wie vor aktuell ist, einen Diskussionsbeitrag leisten:


Ein Jude an die zionistischen Kämpfer

was wollt ihr eigentlich?
Wollt ihr wirklich die übertreffen
die euch niedergetreten haben
vor einem Menschenalter
und in euren eigenen Kot?


Wollt ihr die alten Foltern
jetzt an die anderen weitergeben
mit allen blutigen
dreckigen Einzelheiten
mit allem brutalen Genuss
der Folterknechte
wie unsere Väter sie damals
erlitten haben?


Wollt jetzt wirklich ihr
die neue Gestapo sein
die neue Wehrmacht
die neue Gestapo
die neue SA und SS
und aus den Palästinensern
die neuen Juden machen?


Aber dann will auch ich
weil ich damals vor fünfzig Jahren
selbst als ein Judenkind
gepeinigt wurde
von euren Peinigern
ein neuer Jude sein


mit diesen neuen Juden
zu denen ihr
die Palästinenser macht


Und ich will sie zurückfinden helfen
als freie Menschen
in ihr eigenes Land Palästina
aus dem ihr sie vertrieben habt


oder in dem ihr sie quält
ihr Hakenkreuzlehrlinge
ihr Narren und Wechselbälge
der Weltgeschichte


denen der Davidstern
auf euren Fahnen
sich immer schneller verwandelt
in das verfluchte Zeichen
mit den vier Füßen, das
ihr nun nicht sehen wollt
aber dessen Weg ihr heute geht!

Erich Fried 1988

insbesondere für Citronella:
es fing nicht mit dem Hamasüberfall auf Israel an …

was geht aktuell imGazastreifen ab:

 https://occupiednews.com/das-vergessene-gaza-israelische-todesmaschinerie-fordert-weiterhin-menschenleben/
rv

Kommentar geändert am 14.05.2026 um 10:16 Uhr

 Moppel meinte dazu am 14.05.26 um 12:14:
Daumen hoch fppr Erich Frieds Zeilen.

 Saira meinte dazu am 14.05.26 um 16:40:
Hallo Ravenvata,

danke für das Teilen von Erich Frieds Text. Ein Super-Beitrag! Er trifft den Kern: Gewalt erzeugt Gewalt, und die Erinnerung an erlittenes Unrecht darf niemals als Rechtfertigung dienen, neues Leid zu schaffen. Dein Hinweis auf die historischen Dimensionen zeigt, wie alt diese Spirale ist und dass sie nicht erst mit aktuellen Konflikten begann.

Fried erinnert uns daran, dass Solidarität und Menschlichkeit wichtiger sind als ideologische Zugehörigkeit. Sein Aufruf, „die neuen Juden“ unter den Palästinensern zurückzufinden, ist radikal empathisch: Er fordert auf, Opfer nicht erneut zu Opfern von Rache und Hass zu machen. Gerade das müssen wir heute beherzigen, wenn wir über Gaza sprechen.

Dein Link unterstreicht, dass das Leid dort real ist, unabhängig davon, wie oft oder selten es in westlichen Medien gezeigt wird. Es ist ein Weckruf, hinzusehen, ohne Ideologien die Aufmerksamkeit zu stehlen.


Hallo Moppel,
dein „Daumen hoch“ ist mehr als Zustimmung, es ist die Anerkennung einer Verantwortung, hinzusehen und zu handeln, anstatt das Grauen zu normalisieren oder zu relativieren.

LG
Saira

 Hannes (14.05.26, 11:56)
Liebe Saira,
deinem Gedicht und deinen Antworten auf die Kommentare ist nix mehr hinzuzufügen.
"WAS GESAGT WERDEN MUSS"
ist ein Prosagedicht von Günter Grass, nach dessen Veröffentlichung er von vielen Seiten als Antisemit, blauäugiger Poet beschimpft wurde. 
Seine Voraussicht wurde von der Realität überholt.
Seine Zeilen sind von 2012.
Der
 Hannes 

Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist und in Planspielen geübt wurde, an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind.
Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.
Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten - ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?
Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er missachtet wird; das Verdikt 'Antisemitismus' ist geläufig.
Jetzt aber, weil aus meinem Land,
das von ureigenen Verbrechen,
die ohne Vergleich sind,
Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird,
wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch
mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert,
ein weiteres U-Boot nach Israel
geliefert werden soll, dessen Spezialität
darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe
dorthin lenken zu können, wo die Existenz
einer einzigen Atombombe unbewiesen ist,
doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will,
sage ich, was gesagt werden muss.

 Saira meinte dazu am 14.05.26 um 16:43:
Hallo Hannes,

du erinnerst daran, dass mutige Stimmen wie die von Grass immer wieder attackiert werden, sobald sie unbequem werden. Es ist erschreckend, wie oft Menschen, die warnen oder mahnen, sofort etikettiert werden: als Antisemiten, Blauäugige oder Gutmenschen.

Dein Kommentar bringt die Dimension der stillen, aber existenziell gefährlichen Drohpotenziale auf den Punkt:


Atomare Aufrüstung, Verschweigen von Risiken, politische Zwänge. Es zeigt, dass Schweigen oder Zögern nicht nur moralisch, sondern tatsächlich lebensgefährlich sein kann. Dein Hinweis auf das „Unterordnen des Schweigens“ spricht genau das an, was Frieds und auch mein Gedicht kritisieren: Das Menschliche darf nie der politischen Angst geopfert werden.

 Moppel (14.05.26, 12:08)
Gaza ist seit über 50 Jahren eine offene Wunde, Saira. Aber was in letzter Zeit ablief, das war die Krönung Nethnajahus.
Mit Libanon treibt er scheinbar dasselbe Spiel.
Und die Welt interessiert es nicht.
Seit über 50 Jahre nicht.
Zehntausedne Kinder sind gestorben. Es gibt nichts, was das rechtfertigen könnte.
lG von M.

 Reliwette meinte dazu am 14.05.26 um 13:55:
Hallo Moppel,
es macht überhaupt keinen Sinn, den Text von Saira so auszulegen, dass eine der Kriegsparteien als besonders schuldig hervorgehoben wird. Die Israelis sind dafür bekannt, dass sie eine Bombe auf ihr Land mit doppelter und dreifacher Wucht beantworten. Aber darüber spricht die Autorin nicht. Es geht um tote und verkrüppelte Menschen auf beiden Seiten
ISRAEL als Nation ohne eigenes Land, wurde einfach von den Engländern in Palestina angesiedelt, das war der Auslöser für die Hamas, einen Krieg zu entfachen mit fürchterlichen Methoden, weil sie nicht als reguläre Armee gegen Israel antreten konnten. Jetzt mischen andere mit, liefern Raketen und Drohnen. Es gibt noch ein Volk ohne Land. Das sind die Kurden, die im Dreieck Türkei,Syrien,Irak leben. Dort gärt es seit zig Jahren. Sie möchten auch einen eigenen Staat haben.
Man muss die Zusammenhänge erkennen, um zu wissen, welche Ursachen dafür verantwortlich gemacht werden könne, wenn Menschen im Bombenhagel sterben müssen. Eine Partei zu ergreifen nützt überhaupt nichts, und das hat die Autorin bewusst vermieden.

 Moppel meinte dazu am 14.05.26 um 14:11:
doch,Reliwette,  es macht Sinn und ich tue es seit 50 Jahren. Seitdem wir als Studenten für den Frieden und eine Zweistaatenlösung zwischen Palästina und Israel demostrierten.
Ich tue es, weil wir ghemeisam an einem Tisch saßen Deutsche Araber, israelische Araber, Juden, uns weinend in den Armen lagen und es nicht fassen konnten. Vor 50 Jahren.
Ich tue es, weil Netnajahu Verträge bricht und bewusst extremistische Siedler in Palästinensergebieten ansieidelte.Und jetzt wieder im Westjordanland.
Und ich tue es, weil ich es für richtig halte.
Er ist der Kriegsverbrechen schuldig gesprochen, nicht von mir, sondern von einem Gericht.

 Saira meinte dazu am 14.05.26 um 16:57:
Hallo Moppel, lieber Reli,

Gaza zeigt seit Jahrzehnten das Ausmaß menschlicher Verletzlichkeit, das Politik und Gewalt erzeugen. Die ständigen Eskalationen, gebrochene Abkommen und gescheiterte Friedensversuche haben zahllose Kinder, Familien und ganze Städte ins Leid gestürzt. Dieses Grauen lässt sich durch keine Strategie oder Rechtfertigung erklären.

Moppel, deine persönlichen Erfahrungen berühren, weil sie zeigen, wie Hoffnung und Solidarität über Grenzen hinweg gelebt werden können, selbst in der bedrückendsten Realität. Dass du seit 50 Jahren für Frieden kämpfst, gemeinsam mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, und dabei menschliche Nähe suchst, verdeutlicht, dass echte moralische Klarheit aus Handeln entsteht, nicht aus Worten allein. Dein Engagement erinnert daran, dass Menschlichkeit bedeutet, Opfer zu sehen, ihnen Stimme zu geben und Brücken zu bauen, auch wenn politische Institutionen versagen.

Reli, ich nehme ernst, was du schreibst: Du betonst, dass es wenig Sinn macht, eine Kriegspartei besonders schuldig hervorzuheben, und dass man die Ursachen erkennen muss, um Konflikte zu verstehen. Das sehe ich ebenso.

Gleichzeitig möchte ich klar machen, warum mein Gedicht bewusst keine politische Schuldzuweisung vornimmt: Es richtet den Blick nicht auf „wer zuerst schuldig ist“, sondern auf das menschliche Leid, das durch den Krieg entsteht, ganz gleich aus welcher Ursache. Mein Anliegen ist nicht, historische oder geopolitische Analysen zu ersetzen, sondern das Gewissen daran zu erinnern, dass hinter jeder Zahl, jedem zerstörten Krankenhaus und jedem verhungernden Kind ein menschliches Leben steht.

Ich danke euch beiden, dass ihr die Diskussion differenziert führt und dennoch die zentrale moralische Pflicht betont: hinzusehen, das Grauen zu benennen und Mitgefühl nicht unter politische Bedingungen zu stellen.

Liebe Grüße
Saira

Antwort geändert am 14.05.2026 um 16:58 Uhr

 Verlo meinte dazu am 14.05.26 um 21:08:
Reliwetter hat geschrieben:
ISRAEL als Nation ohne eigenes Land, wurde einfach von den Engländern in Palestina angesiedelt, ...
Und je nach Schätzen bis 750 000 Menschen vertrieben.

Bereits bei der Gründung.

Wiedergründung? – Wenn ich lese, Gott hat den Juden Land zugeteilt, als Begründung für den Staat Israel, da denke ich an vergleichbare Situationen, in denen ein Volk ein anderes abschlachtet.

Antwort geändert am 14.05.2026 um 23:34 Uhr

 Saira meinte dazu am 15.05.26 um 10:16:
Hallo Verlo,

ich sehe, dass du die religiöse Begründung kritisch reflektierst, und auch historische Parallelen einbringst. 

Dafür danke ich dir.

Liebe Grüße
Saira

 Verlo meinte dazu am 15.05.26 um 18:11:
Moppel hat geschrieben:
... eine Zweistaatenlösung zwischen Palästina und Israel ...
Wobei das Problem dadurch nicht gelöst wird: Israel greift auch Staaten an, raubt ihr Land, tötet ihre Menschen.

 TassoTuwas (15.05.26, 01:57)
Liebe Sigi,
es ist dies ein erschütterndes Gedicht über Kinder, die ermordet wurden, die starben, weil die Einfuhr medizinische Hilfsgüter verweigert wurde, die verkrüppelt und den Rest ihres Lebens mit diesem Trauma leben müssen.
Bombardierte Krankenhäuser, zerstörte Schulen und Kindergärten sind keine Erfindung. Es sind Bilder das Grauens, die jede Mutter und jeden Vater verzweifeln lassen.
Wer Angesichts diese unmenschlichen Verbrechen hier mit haarsträubenden Argumenten eine Rechtfertigung versucht, bringt diese Kinder ein zweites Mal um!
LG TT

 Moppel meinte dazu am 15.05.26 um 09:57:
genau so ist es, Tasso. Auch Rabenvatta hat recht. lG von M.

 Saira meinte dazu am 15.05.26 um 10:35:
Lieber Tasso,


du beschreibst so klar, was ich auch empfinde: Kinder, die sterben, deren Körper und Seelen für den Rest ihres Lebens gezeichnet sind, und deren Not durch die Blockade und die Zerstörung lebenswichtiger Strukturen verschärft wird, werden nicht nur Opfer der Gewalt selbst, sondern oft ein zweites Mal, wenn man versucht, ihr Leid zu relativieren oder zu rechtfertigen.

Es ist kaum vorstellbar, wie unfassbar hilflos Eltern und Familien sein müssen, die jeden Tag zwischen Hunger, Bomben und fehlender medizinischer Versorgung pendeln.

Dein Hinweis, dass jede Rechtfertigung für diese Verbrechen sie ein zweites Mal trifft, ist erschütternd, aber unumstößlich wahr: Wer politische Argumente über das menschliche Leben stellt, macht sich mitschuldig an der Unsichtbarkeit dieser Kinder.

Danke, dass du dies so klar formulierst. Deine Worte sind ein Aufruf, wachsam zu bleiben, nicht wegzusehen und die Menschlichkeit über jede Ideologie zu stellen.

Liebe Grüße
Sigi

 Jack (15.05.26, 06:34)
Selbst Liam Neeson, dieser hartgesottene Schotte, kann kaum fassen, wie groß die humanitäre Katastrophe im Südsudan gerade ist.

 rabenvata meinte dazu am 15.05.26 um 07:44:
Ach Jack, das von dir als Nethanjahufan eine billige rhetorische Ablenkung kommt, wundert mich nun gar nicht. Israels Demokratie hört da auf, wo die Besatzung beginnt. Was das mit der Tragödie im Südsudan zu tun hat, wirst du sicherlich noch weiter ausführen können …


rv

Antwort geändert am 15.05.2026 um 07:48 Uhr

 LotharAtzert meinte dazu am 15.05.26 um 09:43:
OM MANI PEME HUNG

 Saira meinte dazu am 15.05.26 um 10:47:
@rabenvata @Jack

Hallo rabenvata,

deiner Antwort an Jack möchte ich nichts hinzufügen. Du sprichst meine Gedanken an Jack aus. Danke!


LG
Saira



@Lothar
Moin Lothar,
 
ich musste nachschlagen (OM MANI PEME HUNG):
 
„Möge Mitgefühl und Weisheit erwachen“ / „Möge das Mitgefühl in uns allen erblühen“.
 
Wirkt wie ein stilles Gebet und ich finde es schön.
 
Danke!
LG
Saira

Antwort geändert am 15.05.2026 um 10:48 Uhr

 LotharAtzert meinte dazu am 15.05.26 um 17:14:
Moin Saira 
Dann darf ich Dir vielleicht das noch da lassen:  OM MANI PEME HUNG

Antwort geändert am 15.05.2026 um 20:53 Uhr

 Saira meinte dazu am 15.05.26 um 19:18:
Sehr gerne, Lothar.

Ich habe folgendes über das Mantra erfahren:

„Möge Mitgefühl und Weisheit in mir erwachen.“
Es wird rezitiert, um Herz und Geist zu reinigen und inneren Frieden zu fördern.

So etwas wie diesen Frieden und dieses Mitgefühl wünsche ich mir für die ganze Welt.

Danke, dass du diese buddhistische Weisheit mit mir/ uns teilst.

 LotharAtzert meinte dazu am 15.05.26 um 20:47:
Fehler von mir. Jetzt geht es, sorry.

Antwort geändert am 15.05.2026 um 20:55 Uhr
Zur Zeit online: